Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fünf turmartige Heiligtümer
- Quadratischer Hof
- Wohngebäude der ehemaligen Dharamshala
- Baumwolldochte
Die Geschichte des Ortes
Fünf turmartige Heiligtümer stehen inmitten eines quadratischen Hofes, und von ihnen stammt der Name Panch Deval, „fünf Tempel“. Sie sind verschiedenen Formen Shivas geweiht, und an den Rändern des Hofes ziehen sich die Wohngebäude entlang. Diese Räume nahmen einst Pilger auf, die auf ihrem Weg nach Pashupatinath eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit brauchten.
In diesem Hof verdiente Lakshmi Devi Thapa ein wenig Geld, indem sie aus Baumwolle Dochte für Öllampen drehte. Pilger von Pashupatinath kauften sie. Die Frau, die sie herstellte, wäre selbst beinahe auf der Straße gelandet.
Lakshmi wurde als Kind Waise, heiratete nicht und hatte im Alter niemanden mehr, bei dem sie wohnen konnte. Im Jahr zweitausendfünfzehn erzählte sie, Shiva sei ihr dreimal im Traum erschienen und habe sie nach Pashupatinath gerufen, doch sie habe abgelehnt: Wer würde sie dorthin bringen, und wo sollte sie bleiben? Dann sei, ihren Worten zufolge, Parvati erschienen. Als Lakshmi aufwachte, kam ein Mann zu ihr und erzählte ihr von einem Altenheim beim Tempel. Das ist ihre eigene religiöse Erklärung für das Geschehen, kein bestätigtes Wunder.
Lakshmi zog hierher, erhielt eine Unterkunft und begann, Körbe zu flechten und Dochte herzustellen. Die Arbeit verschaffte ihr ein kleines persönliches Einkommen. Pilger nahmen ihre Dochte zu den Tempellampen mit, sodass sie sich zumindest teilweise gerade durch das versorgen konnte, weshalb sie einst hierhergekommen war.
Der Name Panch Deval bedeutet „fünf Tempel“. In der Mitte des quadratischen Hofes stehen fünf turmartige Heiligtümer, die fünf Formen Shivas geweiht sind. Im Jahr achtzehnhunderteinundachtzig ließ man unter König Surendra Bikram Shah daneben eine Dharamshala errichten – eine kostenlose Unterkunft für Pilger, die Pashupatinath aus der Ferne erreichten. Die Räume der heutigen Unterkunft dienten ursprünglich als gemeinschaftliche Schlafstätte.
Mit der Zeit hörten einige ältere Gäste auf abzureisen. Manche wollten ihre letzten Jahre in der Nähe des verehrten Tempels und der Kremationsghats verbringen, andere hatten schlicht keinen Ort, an den sie zurückkehren konnten. Zunächst kümmerten sich Wohltäter um sie. Im Jahr neunzehnhundertsiebenundsiebzig wandelte die Regierung Nepals das Pilgerhaus offiziell in Pashupati Briddhashram um – eine staatliche Unterkunft für ältere Menschen.
Heute ist die Einrichtung für zweihundertdreißig Menschen ausgelegt. Die Wohngebäude der ehemaligen Dharamshala umgeben weiterhin die fünf Heiligtümer. Von Lakshmis Zimmer bis zum Hof, wo Pilger die von ihr hergestellten Dochte kauften, waren es nur wenige Schritte.
Praktisch vor Ort
Der Komplex ist rund um die Uhr geöffnet; er ist sowohl Heiligtum als auch Unterkunft.
Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bleiben Sie im öffentlichen Teil des Komplexes. Betreten Sie nicht die Wohnräume, befragen Sie die Bewohner nicht zu ihren Familien und bitten Sie vor jedem Foto oder Gespräch um Zustimmung.
