Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Tore
- Gebäude der Dharamshala
- Straße zu Pashupatinath
Die Geschichte des Ortes
Das Gaushala-Tor liegt am westlichen Zugang zu Pashupatinath. Busse und Taxis setzen hier Pilger ab, und an großen Festtagen wird am Tor eine eigene Schlange gebildet. Der Name stammt weder vom Tempel noch von einer alten Stadt. „Gau“ bedeutet Kuh, „Shala“ Unterkunft. Gaushala ist ein Kuhhof.
Anfang der neunzehnhundertvierziger Jahre nahm sich Ram Kumar Agarwal, ein Unternehmer aus der marwarischen Handelsgemeinschaft und Gründer der späteren Industriegruppe Kedia, vor, auf Tempelland einen solchen Hof einzurichten. Ein Eintrag vom achtzehnten Mai neunzehnhundertzweiundvierzig nennt die Zweckbestimmung des Grundstücks mit betrieblicher Genauigkeit: Futtergras für zurückgelassene Bullen bei Pashupati anzubauen.
Diese Tiere brachte man mit Nandi in Verbindung, dem Bullen, auf dem Shiva reitet. Sie wurden verehrt, aber die Verehrung allein verschaffte ihnen kein Futter. Alte Tiere und Tiere, die ihre Besitzer nicht mehr brauchten, ließ man bei der heiligen Stätte zurück, wo jemand die täglichen Kosten und die Pflege übernehmen musste. Das Land blieb Eigentum des Tempelfonds. Ram Kumar erhielt das Recht, es für einen konkreten Dienst zu nutzen: Vieh zu halten und Milch für die Opfergaben für Pashupatinath bereitzustellen. In den ersten Jahren führte der Unternehmer den Betrieb persönlich und stützte sich dabei auf Spenden anderer marwarischer Händler.
Dann kamen mehr Pilger aus Indien hierher. Es gab nicht genug Hotels für sie; die Menschen schlugen Zelte bei Pashupati auf oder übernachteten unter freiem Himmel. Ram Kumar erweiterte den bisherigen Kuhhof und eröffnete dort eine Dharamshala – ein Haus, in dem ein Pilger Unterkunft und Essen erhalten konnte. Später bezog er die gesamte marwarische Gemeinschaft in die Sache ein, und das von ihr gegründete Komitee übernahm den Betrieb. Die Kühe erhielten Stallplätze und Futter, der Tempel Milch für das Ritual, die Ankommenden einen Platz zum Übernachten.
An der Kreuzung steht noch immer die Dharamshala, die aus jenem Betrieb hervorging. Mit dem Wort „Gaushala“ bezeichnet man heute das ganze Viertel, die Haltestelle und diese Tore. Dahinter beginnt die Straße zu Pashupatinath; der Name am Eingang blieb von dem Grundstück, auf dem Ram Kumar Gras für die bei dem Tempel zurückgelassenen Bullen anbaute.
Praktisch vor Ort
Die Tore sind täglich 4:00–21:00 geöffnet; die Kasse für Ausländer ist 6:00–19:00 geöffnet.
Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bleiben Sie nicht auf der Fahrbahn stehen und beobachten Sie den Pilgeralltag, ohne Menschen in Bussen ohne Erlaubnis in Nahaufnahme zu fotografieren.
