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Kumari Ghar

Hier zeigt das Schicksal eines Mädchens, wie eine buddhistische Familie in den königlichen Kult eintritt.

15 Min.
Kumari Ghar am Durbar-Platz
Janak Bhatta · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Geschnitzte Fenster
  • Ziegelfassade
  • Haupteingang
  • Innenhof

Die Geschichte des Ortes

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Am dreißigsten September zweitausendfünfundzwanzig trug man die elfjährige Trishna Shakya, die wichtigste Kumari Kathmandus, aus dem Kumari Ghar. Sie verließ das Haus durch den Hinterausgang in einer Sänfte, die ihre Verwandten trugen. Trishna hatte hier acht Jahre verbracht: Sie war als dreijähriges Mädchen eingezogen und kehrte nun zu ihrer Familie zurück. Mit dem Einsetzen der Geschlechtsreife betrachtete die Tradition sie nicht länger als Verkörperung der Göttin Taleju.

Am selben Tag brachten Verwandte Aryatara Shakya hierher. Sie war zwei Jahre und acht Monate alt. Der Vater des Mädchens, Ananta Shakya, formulierte den Wandel äußerst treffend: Gestern war sie noch seine Tochter, heute wurde sie eine Göttin.

Kumari bedeutet unverheiratetes Mädchen. Die Kandidatinnen werden aus buddhistischen Newar-Familien der Shakya ausgewählt, und sowohl Buddhisten als auch Hindus verehren sie. Nach der Weihe lebt das Mädchen mit Betreuern in diesem Haus, erhält Unterricht bei Privatlehrern und empfängt Gläubige. Sie tritt nur einige Male im Jahr zu Riten und Prozessionen nach draußen. Außerhalb des Hauses wird sie getragen: Die Füße der Kumari dürfen den Boden nicht berühren.

Eine eigene Residenz gegenüber dem Königspalast entstand unter Jaya Prakash Malla, dem letzten König von Kantipur, der versuchte, den Thron zu halten. Eine der Überlieferungen erzählt, eine junge Shakya habe sich zur Verkörperung Talejus erklärt. Der König entschied, dass eine Betrügerin vor ihm stand, vertrieb das Mädchen aus der Stadt und beschlagnahmte das Land ihrer Eltern. Bald darauf begann die Königin Krämpfe zu bekommen und sagte, dieselbe Göttin habe Besitz von ihr ergriffen. Jaya Prakash befahl, die Verbannte zu suchen. Als man das Mädchen zurückbrachte, genas die Königin, und der König erkannte die Shakya als lebende Kumari an. Dies ist ausdrücklich eine Überlieferung: Den Namen des Mädchens hat sie nicht bewahrt, und in anderen Fassungen ereignet sich der Streit des Königs mit Taleju anders.

Die Verehrung von Kumari-Mädchen bestand schon früher. Jaya Prakash wies der wichtigsten Kumari der Stadt ein dauerhaftes Haus zu: Im Jahr eintausendsiebenhundertsiebenundfünfzig ließ er das Kumari Ghar errichten – wörtlich das „Haus der Kumari“. Im selben Jahr nahm der König ihre Ausfahrt im Wagen in das Fest Indra Jatra auf. Elf Jahre später wurde die Malla-Dynastie von Eroberern abgelöst, doch Prithvi Narayan Shah bewahrte den Ritus und empfing den Segen der Kumari. Nach ihm kamen auch die folgenden Könige für die Tika, das Zeichen des Segens auf der Stirn, hierher.

Hinter den geschnitzten Fenstern des Innenhofs lebt heute Aryatara Shakya. Trishna, die man acht Jahre lang von hier forttrug, ohne dass ihre Füße den Boden berühren durften, ist nicht mehr in diesem Haus.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktTaleju-Tempel
Eintrittvon außen

Hof innerhalb des Durbar-Platzes; Einschränkungen beim Fotografieren und Wartezeit auf die Kumari sind möglich.

Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Rechnen Sie nicht damit, dass die Kumari erscheint, rufen Sie nicht nach ihr und fotografieren Sie sie nicht, falls sie sich zeigt.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie am Palast entlang zur hohen Taleju-Pagode.

Stopp 3 von 8Weiter: Taleju-Tempel

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Altes Kathmandu: vom Palast nach Asan Tole“ — 8 Stopps, etwa 1,7 km, etwa 2 Stunden.

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