Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Hishi-Yagura
- Gojikken Nagaya
- Hashizume-mon
- Weiße Dächer
Die Geschichte des Ortes
Hinter den weißen Dächern erstreckt sich Gojikken Nagaya, ein langes Lager auf dem Weg zum Ninomaru, dem Hauptpalast der Herrscher von Kaga-han. In Friedenszeiten bewahrte man hier Vorräte auf, bei einem Angriff wurde das Gebäude zu einer befestigten Stellung: Von ihm aus überwachte man die Tore und warf Steine auf jene herab, die sich in den Hof drängten. Hishi-Yagura und Hashizume-mon schlossen diese Linie ab und schützten die Räume, in denen die Herrscher lebten, Vasallen empfingen und die Angelegenheiten des Fürstentums entschieden. Die Palastmauern sind verschwunden, und die heutigen weißen Gebäude wurden nach Zeichnungen, Fotografien und Grabungsdaten wiederhergestellt.
Im Januar eintausendachthundertacht brannten der Ninomaru-Palast und die ihn schützende Kette von Gebäuden nieder: Hishi-Yagura, das lange Lager Gojikken Nagaya und Hashizume-mon. Der erbliche Herrscher von Kaga-han, Maeda Narinaga, musste seine eigene Residenz, die Verwaltung des Fürstentums und Räume für Zeremonien wieder in einem einzigen Hofbereich vereinen. Die Staatskasse litt bereits unter Geldmangel.
Der Palast nahm das Gelände hinter dem langen weißen Lager ein. Er hatte mehr als sechzig Räume. Im vorderen Teil führten die Vasallen Geschäfte, empfingen Gesandte und hielten Neujahrszeremonien ab. Weiter hinten lagen Narinagas eigene Räume, und eine getrennte Hälfte nahmen die Frauen der Familie und Dienerinnen ein. Dies war die wichtigste Arbeitsadresse des Fürstentums, nicht das Landhaus des Herrschers.
Fast neun Zehntel der Wiederaufbaukosten wurden durch Geld und Materialien gedeckt, die Vasallen und Bewohner von Kaga beisteuerten. Als die Bauleiter den Bau abschließen wollten, obwohl der zeremonielle und der dienstliche Teil unvollständig blieben, widersprach Narinaga: Nach solchen Beiträgen der Menschen müsse man die fehlenden Mittel finden. Bis zum Jahr eintausendachthundertzehn hatten die Bauleute auch die vorderen Säle fertiggestellt. Im neuen Palast gab es einen großen Zeremoniensaal und zwei Bühnen für das Noh-Theater.
Vor dem Palast stellte man dieselbe Verteidigungskette wieder her. Von Hishi-Yagura aus überwachte man mehrere Tore zugleich. Gojikken Nagaya diente als Lager und wurde bei einem Angriff zu einer langen befestigten Stellung mit Öffnungen zum Herabwerfen von Steinen. Bei Hashizume-mon stand ein Turm, von dem aus die Verteidigung geleitet werden sollte, falls der Gegner in den benachbarten Hof eindrang. Die weißen Gebäude versperrten den Zugang zu den Räumen, in denen Narinaga lebte, Vasallen empfing und die Angelegenheiten des Fürstentums regelte.
Im Jahr eintausendachthundertneunundsechzig übergab Maeda Yoshiyasu, der vierzehnte und letzte Herrscher von Kaga-han, dem Kaiser das Land und die Listen der Untertanen und verließ anschließend den Ninomaru. Das Militär richtete im ehemaligen Palast Kasernen ein; den großen Empfangssaal passte es für Exerzierübungen an. Im Jahr eintausendachthunderteinundachtzig brach durch die Unachtsamkeit des Militärs ein neuer Brand aus. Er zerstörte den Palast, die Türme, Gojikken Nagaya und Hashizume-mon. Danach stellte man den Palast an seinem früheren Ort nicht wieder her.
Die heutigen Türme und das Lager errichtete man im Jahr zweitausendeins nach alten Fotografien, Zeichnungen und Grabungsdaten. Sie wiederholen das Aussehen der Gebäude, die nach dem Brand von eintausendachthundertacht fertiggestellt worden waren. Hinter ihnen befand sich der Ninomaru-Palast selbst; mit der Rekonstruktion seines vorderen Teils begann man im Jahr zweitausendfünfundzwanzig. Von den früheren Palastmauern ist hier nichts erhalten – nur Unterlagen über den Bau, der überwiegend von Vasallen und Bewohnern von Kaga bezahlt wurde, sowie die rekonstruierte Gebäudelinie, die ihre Beiträge schützte.
Praktisch vor Ort
Park 7:00–18:00 vom 1. März bis 15. Oktober; 8:00–17:00 vom 16. Oktober bis Ende Februar; das Gelände ist kostenlos. Kostenpflichtige Bauten 9:00–16:30, Einlass bis 16:00, Erwachsenenticket 320 Yen.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Das Gelände ist groß; konzentrieren Sie sich daher auf das Tor, die Nagaya und den Ort des Palasts. Betrachten Sie die rekonstruierten Gebäude zusammen mit dem alten Mauerwerk und den Spuren der verlorenen Bauwerke; der Zugang ins Innere kann separat sein.
