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Bapu Bazaar

Bapu Bazaar

Die Station erklärt, wie Menschen ohne ihre früheren Häuser und Läden ein neues Handelsnetz schufen.

20 Min.
Eine rosa Reihe von Läden im Bapu Bazaar im Licht von Girlanden und Laternen; über der Straße hängen Glühbirnen.
Jakub Hałun · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Gleichmäßige Reihen rosa Läden
  • Stoffe und Kleidung auf den Ladentischen
  • Eine durchgehende Reihe von Geschäften

Die Geschichte des Ortes

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Der Handelsstreifen verläuft entlang des südlichen Abschnitts der Stadtmauer, und auf den Ladentischen liegen Stoffe und Kleidung dicht nebeneinander. Unter dieser Straße verlief einst Ganda Nala, ein Graben, der die städtischen Abwässer zu einem großen Flussbett hinter der Mauer leitete. Nach der Zuschüttung des Kanals war der frei gewordene Streifen für den Bapu Bazaar und den Nehru Bazaar bestimmt. Bedruckte Stoffe kommen hierher aus Fabriken rund um Jaipur, Fertigwaren bringt man aus Surat und Ahmedabad herbei, und die Geschäfte wählen die Ware aus, legen sie in die Regale und verkaufen sie.

Die gleichmäßigen Reihen rosa Läden vom Sanganeri Gate bis zu den Neuen Toren entstanden viel später als die ersten Märkte von Jaipur. Zu Beginn der neunzehnhundertfünfziger Jahre baute man sie für Menschen, die ihr früheres Leben anderthalbtausend Kilometer von hier entfernt verloren hatten.

Nach der Teilung Indiens im Jahr neunzehnhundertsiebenundvierzig kamen Hindus aus Sindh, einer an Pakistan gefallenen Region, nach Jaipur. Viele hatten zuvor vom Handel, vom Transportwesen und von kleiner Produktion gelebt. Ein Grundstück allein rettete sie nicht: Ohne Laden, Werkstatt oder Fahrzeug blieb ein Mensch ohne Einkommen. Zunächst brachte man die Flüchtlinge in Lagern in Amber und Durgapura unter. Schon im Januar neunzehnhundertachtundvierzig verlangten ihre Vertreter von der Regierung Räume für eine Fabrik oder Werkstatt und Grundstücke für Wohnungen.

An der Südmauer der Altstadt fand sich ein Platz. Entlang der Mauer verlief Ganda Nala, ein offener Entwässerungskanal, durch den die städtischen Abwässer zu einem großen Flussbett hinter der Mauer abflossen. Man schüttete den Kanal zu, und auf dem frei gewordenen Streifen legten die Behörden neue Handelsstraßen an. Zwei von ihnen, der Bapu Bazaar und der Nehru Bazaar, waren vor allem für Familien aus Sindh bestimmt.

Die neuen Eigentümer versuchten nicht, den verlorenen Markt von Sindh in Jaipur Ware für Ware wiederherzustellen. Sie wählten, wonach die Käufer hier bereits suchten: Baumwollstoffe, Tagesdecken, Kleidung, Schuhe und Erzeugnisse von Handwerkern. Die Läden wurden nach und nach zu großen Geschäften für Besucher und zahlungskräftige Stadtfamilien. Viele Eigentümer stammen auch heute noch aus jener Flüchtlingsgemeinschaft.

Die Ware auf dem Ladentisch wird dabei nicht unbedingt hinter der benachbarten Tür hergestellt. Bedruckte Stoffe kommen aus Fabriken rund um Jaipur, und einen Teil der Fertigwaren bringt man aus Surat und Ahmedabad herbei. In den Geschäften selbst werden sie ausgewählt, ausgelegt, bewertet und verkauft. So wurde das handwerkliche Erscheinungsbild von Rajasthan zur Ware eines großen Handelsnetzes, das Menschen schufen, die einst ohne eigene Läden geblieben waren.

Der Name des Marktes bezieht sich auf Mohandas Gandhi. „Bapu“ – „Vater“ – nannte man ihn in Indien. In den ersten Jahren nach der Unabhängigkeit gab man den neuen Märkten die Namen von Gandhi und Jawaharlal Nehru, dem ersten Regierungschef des Landes. Ganda Nala verschwand von der Oberfläche; seinen Streifen nahm eine Handelsstraße ein, und der Name Bapu blieb über den Läden, die für Flüchtlinge aus Sindh gebaut worden waren.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktJohari Bazaar
Eintrittvon außen

Die Läden sind täglich ungefähr von 10:30 bis 19:30 geöffnet; Eintritt frei; einige schließen zum Mittagessen.

Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Vergleichen Sie die Muster mit den Augen und fragen Sie um Erlaubnis, bevor Sie Stoffe auseinanderfalten oder einen Ladentisch fotografieren. Halten Sie den schmalen Durchgang nicht auf.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie wieder zum Tor hinaus und folgen Sie der Juwelier-Hauptstraße bergauf.

Stopp 2 von 8Weiter: Johari Bazaar

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Handelsstraßen im alten Jaipur“ — 8 Stopps, etwa 2,1 km, 2–3 Stunden.

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