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Çiçek Pasajı

Çiçek Pasajı

Hier wird sich die Herkunft des bekannten Namens mit dem Broterwerb russischer Flüchtlingsfrauen verbinden.

15 Min.
Glasdach und verzierte Fassade im Inneren des Çiçek Pasajı in Istanbul
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Worauf achten

  • Schriftzug „Cité de Péra“
  • Schriftzug „Çiçek Pasajı“
  • Glasdach
  • Läden entlang des Durchgangs

Die Geschichte des Ortes

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Ein Glasgewölbe überspannt eine schmale innere Galerie, an deren beiden Seiten sich kleine Geschäftsräume entlangziehen; heute stehen dort Restauranttische. In den dreißiger Jahren kamen Besitzer von Blumenläden aus ganz Beyoğlu hierher, veranstalteten Auktionen und füllten nach und nach den gesamten Durchgang. Später zogen die Blumenhändler und die Bewohner der oberen Stockwerke weg, und die Läden gingen an Tavernen und Restaurants über.

Über dem Eingang stehen zwei Namen. Der französische Name „Cité de Péra“ bezieht sich auf das gesamte Mietshaus, das der Bankier Hristaki Zografos im Jahr eintausendachthundertsechsundsiebzig errichten ließ. Sechs Jahre zuvor hatte ein Großbrand das hier befindliche Naum-Theater zerstört. Zografos kaufte das ausgebrannte Grundstück und richtete entlang des überdachten Durchgangs vierundzwanzig Läden und darüber achtzehn Wohnungen ein. Der zweite Name, „Çiçek Pasajı“, bedeutet „Blumenpassage“. Er entstand später und verdankt sich Menschen, für die der Blumenhandel zu einer Überlebensmöglichkeit wurde.

Nach der Niederlage der weißen Armeen im Russischen Bürgerkrieg gelangten Zehntausende russischer Flüchtlinge nach Istanbul, das sie Konstantinopel nannten. Frauen, die noch kurz zuvor vom Geld ihrer Familie oder von der Arbeit von Dienstboten gelebt hatten, mussten Kellnerinnen, Wäscherinnen und Straßenverkäuferinnen werden. Einige verkauften Blumen auf der Grande Rue de Péra.

Spätere Erzählungen machen aus all diesen Verkäuferinnen gern Baroninnen und Fürstinnen. Unter den Flüchtlingsfrauen gab es tatsächlich Frauen aus aristokratischen Familien, doch die Namen und Titel der meisten Blumenverkäuferinnen wurden von niemandem festgehalten. Sicherer ist etwas anderes: Sie verdienten ihr Essen mit dem Verkauf von Blumensträußen, und Passanten sahen Frauen vor sich, die sich eine solche Tätigkeit noch kurz zuvor nicht hätten vorstellen können.

Damals gehörte das Gebäude Sait Pascha, dem ehemaligen Leiter der osmanischen Regierung, und hieß Sait Paşa Pasajı. Der Forscher Jacques Déleon hielt eine spätere Zeugenaussage fest: Wenn britische und französische Soldaten die russischen Verkäuferinnen auf der Straße belästigten, flohen die Frauen mit ihren Blumen in den überdachten Durchgang und setzten ihren Handel hier fort. Es handelt sich ausdrücklich um eine in Erinnerungen erhaltene Zeugenaussage, nicht um einen Polizeibericht.

Eine oder zwei Blumenläden hatte es im Durchgang schon früher gegeben. Die russischen Flüchtlingsfrauen brachten nicht die ersten Blumensträuße der Geschichte hierher. Der Maßstab änderte sich. In den dreißiger Jahren begannen Blumenhändler, im Inneren Auktionen zu veranstalten; dann besetzten Besitzer von Blumenläden aus ganz Beyoğlu die kleinen Läden entlang des Durchgangs. Die Stadtbewohner nannten ihn zunächst Blumenhändlerpassage und später Blumenpassage.

Die meisten russischen Flüchtlinge verließen die Türkei mit der Zeit. Ihr Broterwerb überdauerte sie selbst: In den vierziger Jahren hatte sich der Name bereits festgesetzt. Gleichzeitig begannen die Betreiber von Bierlokalen und Meyhanes – örtlichen Tavernen mit Getränken und kleinen Speisen –, dieselben Räume zu übernehmen. Die Zahl der Besucher stieg, die Bewohner der oberen Stockwerke und die Blumenhändler zogen nach und nach an andere Orte, und die frei gewordenen Läden wurden von neuen Restaurants übernommen.

Heute stehen unter dem Glasdach Restauranttische. Von den russischen Verkäuferinnen sind weder Stände noch festgehaltene Namen geblieben; vom Blumenhandel blieben der Name über dem Eingang und die ehemaligen Läden, in denen heute Essen und Getränke serviert werden.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktTaksim-Platz und das Atatürk-Kulturzentrum (AKM)
Eintrittfrei zugänglich

Der Durchgang als Einkaufs- und Restaurantgalerie ist gewöhnlich den größten Teil des Tages zugänglich; einzelne Restaurants haben ihre eigenen Öffnungszeiten. Nächtliche Bewirtung, Musik und private Veranstaltungen können die Durchgängigkeit verändern.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Sie müssen nichts bestellen: Gehen Sie hinein, ohne den Kellnern und Gästen im Weg stehen zu bleiben.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie auf der İstiklal Caddesi weiter bis zum offenen Platz am Taksim-Platz.

Stopp 7 von 8Weiter: Taksim-Platz und das Atatürk-Kulturzentrum (AKM)

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Galata und Beyoğlu: vom Hafen zum Taksim-Platz“ — 8 Stopps, etwa 4,7 km, 3–4 Stunden.

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