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Galata-Mevlevihane

Galata Mevlevihanesi Müzesi

Sie erfahren, wie der Vorsteher mit Hilfe eines großen Lobgedichts die Instandsetzung der Ordensniederlassung erwirkte.

30 Min.
Der Hof des Galata-Mevlevihane mit dem Mausoleum und Zypressen
David Berkowitz · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Eingangstor mit Inschrift
  • Hölzerner Sema-Saal
  • Grab von Galib Dede
  • Friedhof

Die Geschichte des Ortes

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Das Galata-Mevlevihane am Hang von Beyoğlu diente lange als erste große städtische Niederlassung der Mevlevi, die für die lange Ausbildung der Mitglieder der Bruderschaft eingerichtet war. Der Gemeinschaft wurden ein Teil eines Jagdanwesens hinter den galatischen Mauern und Einkünfte aus Immobilien in einer Stadt zugewiesen, damit sie ihren Hof unterhalten konnte. Nach Bränden und Umbauten erhielt der Hauptbau in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts sein heutiges Aussehen und wurde später, nach der Schließung der Niederlassung, zu einem Museum. An der Innenseite des Tores ist eine vom alten Portal übertragene Inschrift erhalten, und hinter dem Tor liegt der Friedhof der Gemeinschaft.

Hinter dem Tor liegt ein ganzer Klosterhof: ein Sema-Saal, die Zellen der Derwische, die Wohnung des Vorstehers, Brunnen, eine Bibliothek und ein Friedhof. Die Mevlevi sind eine Sufi-Bruderschaft von Anhängern des Dichters und Mystikers Dschalal ad-Din Rumi. Hier lebten sie, studierten sein „Mathnawī“, befassten sich mit Musik und durchliefen eine Ausbildung im Dienen. Sie dauerte tausendein Tage: Der Novize begann mit Arbeiten in der Küche, lernte von den Älteren und wurde erst danach Derwisch. Sema war Teil des Mukabele-Rituals – einer Zusammenkunft mit Gebet, Lesung und Musik, bei der vorbereitete Teilnehmer sich in der Mitte des Saals drehten.

Die Niederlassung entstand an diesem Hang im Jahr tausendvierhunderteinundneunzig. Der osmanische Würdenträger İskender Paşa überließ der Bruderschaft einen Teil seines Jagdanwesens hinter den galatischen Mauern und sicherte ihr Einkünfte aus Immobilien in der Stadt Vize. So entstanden das älteste Mevlevihane Istanbuls und die erste große Lehrniederlassung des Ordens in der Stadt – eine Astane.

Drei Jahrhunderte später übernahm sie der vierunddreißigjährige Galib Dede, der neue Postnischin, also der Vorsteher, der für die Derwische, die Ausbildung und das Ritual verantwortlich war. Für diesen Weg hatte er zuvor gegen den Wunsch seiner Familie den Dienst in der kaiserlichen Kanzlei verlassen und tausendein Tage der Probezeit durchlaufen. Seine eigene Arbeit hing nun von der Niederlassung ab, die erneut verfiel, obwohl sie nach einem großen Brand bereits wiederhergestellt worden war.

Galib setzte sich für eine Instandsetzung ein und wählte das Mittel, das er am besten beherrschte. Er schrieb „Kasîde-i Tannâne“, ein großes Lobgedicht, fügte ihm ein Gesuch bei und übergab es durch den Großwesir an Sultan Selim III. Die Rechnung war genau: Der Sultan gehörte selbst zum Kreis der Mevlevi, verfasste Gedichte und Musik und verstand, weshalb die Niederlassung einen intakten Saal brauchte.

Nachdem Selim das Gesuch erhalten hatte, befahl er dem Chefarchitekten, die Arbeiten zu beginnen. Am vierten August siebzehnhundertzweiundneunzig wurde im erneuerten Saal die erste Mukabele abgehalten. Der Sultan war persönlich anwesend, und die Musiker führten einen von ihm selbst geschriebenen mevleviischen – auf die Sufi-Bruderschaft bezogenen – Ayin im Sûzidilârâ-Makam auf. Anschließend überließ er der Niederlassung Wasser aus einer fernen Quelle und ordnete an, im Sema-Saal eine eigene Loge des Sultans einzurichten. Galib erhielt einen Raum, in dem er die Bruderschaft wieder versammeln konnte; Selim begann, zu den Freitagszeremonien hierherzukommen, und sprach danach mit dem Vorsteher über Gedichte und Musik.

Galib leitete diese Gemeinschaft bis zu seinem Tod im Jahr siebzehnhundertneunundneunzig und wurde im Hof begraben. Der hölzerne Saal brannte später erneut und wurde umgebaut; der heutige Hauptbau stammt aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Nach der Schließung der Derwischniederlassungen im Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig endeten die Mukabele hier, und im Jahr neunzehnhundertfünfundsiebzig wurde ein Museum eröffnet.

An der Innenseite des Eingangstors befindet sich weiterhin Galibs, vom alten Portal übertragene Inschrift über Selims Instandsetzung. Hinter dem Tor steht sein Grab, und die Straße draußen trägt den Namen Galip Dede.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktTünel
Eintrittmit Ticket

Offiziell ist das Museum von 09:00–19:00 geöffnet, die Kasse bis 18:00; montags geschlossen. Der Zugang zu einzelnen Räumen und zum Garten kann durch zeitweilige Ausstellungen und Museumsarbeiten eingeschränkt sein.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Falls die Innenräume nicht zugänglich sind, verweilen Sie am Tor und im Hof; behandeln Sie den Museumsbereich als einen Ort religiöser Erinnerung.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie weiter bergauf bis zum Eingang einer kurzen unterirdischen Bahnstrecke.

Stopp 4 von 8Weiter: Tünel

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Galata und Beyoğlu: vom Hafen zum Taksim-Platz“ — 8 Stopps, etwa 4,7 km, 3–4 Stunden.

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