Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Vierstöckiger Betonbau
- Innere Verkaufsplätze
- Durchgänge des ehemaligen Marktes
Die Geschichte des Ortes
Im August achtzehnhundertvierundvierzig übernahm Wei Aqui den Central Market. Bei einer Versteigerung erhielt er das Recht, ihn allein zu verwalten, Geld von den Verkäufern einzuziehen und durch die Vermietung von Verkaufsständen zu verdienen. Im Gegenzug verpflichtete sich Wei, der Staatskasse monatlich dreihundert Dollar zu überweisen. Sein Vater war der erste Marktaufseher, lebte direkt auf dem Marktgelände und zog Gebühren von den Händlern ein. Der Sohn wusste, wofür er kämpfte.
Der Markt bestand damals erst seit zwei Jahren. Im Frühjahr achtzehnhundertzweiundvierzig zogen rund sechshundert chinesische Lebensmittelverkäufer durch die Straßen des jungen Hongkong. Der Kolonialsekretär George Malcolm wollte die Fahrbahn von ihnen freimachen und ordnete an, den Handel an einem einzigen Standort an der Queen’s Road zu bündeln. Der Ort galt als zentral: Auf der einen Seite verlief die Hauptstraße, auf der anderen begann das Ufer. Daher stammt auch der Name, der bereits in den ersten Dokumenten auftauchte: Central Market oder Middle Market.
Im Inneren teilte man die Verkäufer nach Reihen ein: Fleisch, Gemüse und Obst, Geflügel, gesalzener und frischer Fisch. Es gab Waagen- und Geldwechselläden. Wer vom Festland ankam, konnte einen Platz für einen Tag oder einen Monat mieten. Ein Fisch- oder Gemüsestand kostete fünfundsiebzig Cent im Monat, ein Schweinefleischstand einen Dollar, und am teuersten war zubereitetes Essen: zweieinhalb Dollar.
Solche Gebühren deckten kaum die Unterhaltung des Marktes. Im Jahr achtzehnhundertvierundvierzig ersetzte der Gouverneur John Francis Davis, der die Einnahmen der Staatskasse erhöhen musste, die direkte Vermietung durch eine andere Regelung. Nun zahlte ein einzelner Unternehmer für den gesamten Markt und legte die Gebühren für die Händler selbst fest. Wei Aqui erhielt diesen Vertrag als Erster.
Ein Jahr später erreichte er eine Verlängerung des Pachtvertrags um weitere fünfeinhalb Jahre, doch die Bedingungen wurden härter. Die monatliche Zahlung stieg auf vierhundert Dollar und die Kaution auf zweitausend. Außerdem musste Wei die provisorischen Überdachungen beseitigen, gemauerte Pavillons mit Ziegeldächern bauen, die Durchgänge pflastern und Abflüsse anlegen, damit die Marktstände trocken und sauber blieben. Er war auch dafür verantwortlich, dass die Verkäufer keine verdorbenen Lebensmittel ausstellten.
Die Ausgaben erwiesen sich als höher, als Wei bezahlen konnte. Er lieh sich von chinesischen Unternehmern Geld zu außerordentlich hohen Zinsen und verschuldete sich tief. Als die Vertragslaufzeit Anfang achtzehnhunderteinundfünfzig endete, wurde der Markt erneut versteigert. Chow Aqui erhielt ihn. Der neue Pächter investierte weitere eintausendfünfhundert Dollar in den Umbau und zog nun an Weis Stelle die Standgebühren ein.
Weder das Haus des ersten Marktaufsehers noch die gemauerten Pavillons seines Sohnes sind erhalten geblieben. Sie wurden mehrfach durch neue Bauten ersetzt. Der heutige vierstöckige Bau wurde im Jahr neunzehnhundertneununddreißig eröffnet, der Lebensmittelmarkt schloss im Jahr zweitausenddrei, und nach dem Umbau zogen Cafés, kleine Geschäfte und Flächen für öffentliche Veranstaltungen ein.
Das Grundstück selbst ist erhalten geblieben. Im Jahr achtzehnhundertzweiundvierzig lag hinter seiner Nordmauer Wasser; nach Landgewinnung rückte das Ufer mehrere Häuserblocks weit zurück. Dort, wo Wei Aqui versuchte, die gemauerten Reihen durch Gebühren für Fisch, Gemüse und zubereitetes Essen rentabel zu machen, werden Händlern wieder Plätze vermietet – nur jetzt im Betonmarkt von neunzehnhundertneununddreißig.
Praktisch vor Ort
In der Regel täglich 10:00–22:00; einzelne Mieter und Veranstaltungen können abweichen. Geprüft 2026-06-30.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Sehen Sie sich die Gemeinschaftsbereiche an; der Zugang zu einzelnen Geschäften und Flächen kann sich unabhängig vom Gebäude selbst ändern.
