Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Porträt von Thái Thị Lan
- Quadratische Luken
- Handbetriebene Hebevorrichtungen
- Alte Schilder „Tấn Ký“
Die Geschichte des Ortes
In den vorderen Räumen des Kaufmannshauses vereinbarte man große Warenpartien, weiter oben lagerte man Vorräte, und in einigen Räumen wohnten angereiste Händler; die Familie lebte ebenfalls hier. Die quadratischen Luken und handbetriebenen Hebevorrichtungen im Obergeschoss dienten der Fracht: Ballen wurden direkt von den Booten dorthin gehoben. Früher reichte das Wasser des Hoài bis zur hinteren Tür des Hauses, und Schiffe brachten Zimt, Pfeffer, Harz, Agarbäume und Holz aus den Bergregionen hierher. Im Hauptsaal hängt ein Porträt von Thái Thị Lan; mehr als ein halbes Jahrhundert lang leitete sie den gesamten Betrieb.
Der Name Tấn Ký erschien hier als Schild eines Handelshauses. In den ersten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts kam der spätere Kaufmann Lê Tấn Ký als etwa zehnjähriger Junge nach Hội An. Seine Mutter starb bald darauf, und eine Familie seines Onkels, der eines der größten Geschäfte der Stadt besaß, nahm das Kind bei sich auf. Dort lernte er den Handel, sammelte dann eigenes Kapital und baute dieses Haus für das Familienunternehmen um. Der Name „Tấn Ký“ lässt sich als „Laden des Gedeihens“ übersetzen: Der Kaufmann wollte, dass er die Hoffnung auf weiteres Wachstum ausdrückte.
Als Lê Tấn Ký etwa sechzig Jahre alt war, übergab er das gesamte Unternehmen seiner ältesten Schwiegertochter Thái Thị Lan und verließ Hội An. Ihr Mann starb früh. Thái Thị Lan blieb an der Spitze des großen Betriebs, von dem die Familie lebte, und leitete ihn mehr als fünfzig Jahre lang. In dieser Zeit verlor sie ihren Mann, ihren Sohn und ihren Enkel, kaufte jedoch weiterhin Waren ein, rüstete Boote aus und erweiterte den Handel. Unter ihr besaß die Familie etwa dreißig Ghe-bầu – breite Segelschiffe ohne Motor, die Dutzende Tonnen Fracht aufnehmen konnten.
Die Boote fuhren die Flüsse Thu Bồn und Vu Gia hinauf in die Bergregionen, um Zimt, Pfeffer, Agarbäume, Harz und Holz zu holen. Die Waren wurden auf den Grundstücken der Familie getrocknet und verarbeitet und dann hierher gebracht. Die hintere Tür führte damals direkt zu einem Anleger am Hoài: Die Straße Bạch Đằng zwischen Haus und Wasser gab es noch nicht. Die Fracht wurde von den Booten abgeladen, von Hand durch quadratische Luken in die Lager im Obergeschoss gehoben, und die Geschäfte wurden in den vorderen Räumen abgeschlossen, die zur Handelsstraße Nguyễn Thái Học lagen. Chinesische, philippinische und malaiische Kaufleute kauften die Waren hier im Großhandel. Die Familie lebte zugleich im Haus, lagerte Vorräte, empfing Geschäftspartner und vermietete einige Räume an angereiste Händler.
Der Fluss versandete allmählich. Große Schiffe konnten die hintere Tür nicht mehr erreichen, und die Familie wechselte vom Großhandel zum Einzelhandel. Das Geschäft schrumpfte noch über mehrere Generationen hinweg und endete mit der fünften. Die Nachkommen behielten das Haus in Privatbesitz, richteten hier ein Familienschrein ein und öffneten das Erdgeschoss für Besucher.
Im Hauptsaal hängt ein Porträt von Thái Thị Lan. Im Obergeschoss befinden sich noch die handbetriebenen Hebevorrichtungen und Luken, durch die ihre Leute die Waren ins Lager brachten. Hinter dem Haus verläuft heute die Straße Bạch Đằng, und im Inneren hängen weiterhin die alten Schilder „Tấn Ký“ – der Name des Unternehmens, das die Witwe mehr als ein halbes Jahrhundert lang leitete.
Praktisch vor Ort
Zugang zum Inneren mit dem Einheitsticket; die genauen Öffnungszeiten des Hauses sind in der offiziellen Mitteilung von 2026 nicht zusammengefasst.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Im Inneren ist wenig Platz; lassen Sie daher entgegenkommende Gruppen vorbei und lehnen Sie sich nicht an die alten Konstruktionen. Betrachten Sie die Ausstellungsstücke und Familiengegenstände, ohne sie zu berühren.
