Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Holzgerüst des Hauses
- Innenhof
- Vitrinen mit Keramik
- Erzeugnisse aus Hizen
Die Geschichte des Ortes
Der Name des Museums hängt mit der Reise seiner Dinge zusammen: Schiffe transportierten sie in Handelsladungen über das Meer. Die Ausstellung vereint Keramik aus Vietnam, China, Thailand und der japanischen Region Hizen, und über den Vitrinen ist das Holzgerüst des alten Hauses erhalten geblieben. Dieses Haus vereinte einst Handels- und Wohnräume; der Innenhof verbindet die straßenseitigen Räume mit dem hinteren Teil des Gebäudes.
Zu Beginn der neunzehnhundertneunziger Jahre eignete sich das Haus Nummer achtzig in der Straße Trần Phú kaum als Museum. Feuchtigkeit und Termiten hatten die Holzstützen beschädigt, die Verbindungen zwischen den Balken waren gelockert. Früher wurde hier gehandelt und gewohnt: Die vorderen Räume gingen zur Straße hinaus, dahinter erstreckten sich ein Innenhof und der hintere Teil des Hauses. Von neunzehnhundertfünfzehn bis neunzehnhundertzweiundneunzig gehörte das Gebäude der Familie Thái Thuận Thăng.
Hiromichi Tomoda, Leiter eines Programms der Shōwa-Universität, kam mit japanischen Spezialisten, um örtlichen Handwerkern zu zeigen, wie man die Holzhäuser von Hội An erhält. Die Mittel mussten Stück für Stück zusammengebracht werden: zuerst von privaten Unternehmen, dann von Wohltätigkeitsstiftungen; später beteiligte sich die Japanische Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA). Das Haus Nummer achtzig wählte man als erstes Versuchsobjekt.
Der Bürgermeister von Hội An, der die Weitergabe der neuen Methode an örtliche Bauarbeiter vorantrieb, untersagte für zwei Jahre alle anderen Restaurierungen außer den Arbeiten dieses Teams. Die Architekten nahmen die Konstruktion gemeinsam mit Zimmerleuten aus Hội An auseinander und versuchten, altes Holz dort zu belassen, wo es noch Last trug. Hatten Termiten das Innere eines Balkens ausgehöhlt, entfernte man den beschädigten Teil, setzte neues Holz ein und erhielt die geschnitzten Außenseiten. Zusammen mit dem Haus setzte man auch die Fähigkeit instand, mit solchen Häusern umzugehen: Nach der Abreise der Ausländer sollten die Handwerker die Arbeit selbst fortsetzen.
Gleichzeitig gruben japanische und vietnamesische Archäologen Höfe und Grundstücke in der Altstadt aus. Im Jahr neunzehnhundertdreiundneunzig legten sie zwölf Sondageschnitte an. Aus der Erde holten sie Schalen, Teller und Scherben aus Vietnam, China, Thailand und der japanischen Region Hizen. Es waren Reste von Waren, mit denen man bezahlte, die man für örtliche Häuser bestellte und auf Schiffe umlud. Die Funde ermöglichten es, Handelswege selbst dort zu rekonstruieren, wo weder Kaufmannsbücher noch Lagerhäuser erhalten geblieben waren.
Für diese Funde richtete man das restaurierte Haus her. Am zweiten Oktober neunzehnhundertfünfundneunzig eröffnete man hier das Bảo tàng Gốm sứ Mậu dịch; japanische Forscher wirkten auch bei der Einrichtung der ersten Ausstellung mit. Das Wort „Handels-“ im Namen bezieht sich auf das frühere Schicksal dieser Dinge: Man transportierte sie als Fracht über das Meer. In den Vitrinen verband man Keramik aus den Ausgrabungen in der Stadt mit Gefäßen, die aus einem gesunkenen Schiff bei Cù Lao Chàm geborgen wurden.
Unter den Exponaten befinden sich weiterhin Erzeugnisse aus Hizen, die in Hội An selbst gefunden wurden. Über ihnen steht das Holzgerüst des ersten Hauses, an dem japanische Architekten und örtliche Zimmerleute die Methode zum Erhalt alter Balken erprobten: Die Archäologen holten Spuren des Handels aus der Erde, und die Handwerker bereiteten für sie ein ehemaliges Handelshaus vor.
Praktisch vor Ort
Die Museen sind im Eintrittspreis von 120 000 Dong enthalten; überprüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten an der Kasse.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Achten Sie auf die Beschriftungen neben den Objekten: Herkunft und Datum sind wichtiger als der äußere Erhaltungszustand. Bewegen Sie sich im alten Haus vorsichtig und stellen Sie keine Gegenstände auf die Vitrinen.
