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Kunstmuseum Ho-Chi-Minh-Stadt

Bảo tàng Mỹ thuật Thành phố Hồ Chí Minh

Hier begegnen sich Familienbesitz, Stammbaum und Museum in einem Haus.

15 Min.
Fassade des Kunstmuseums Ho-Chi-Minh-Stadt, ein gelbes Gebäude im Art-déco-Stil
Gary Todd · CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Schmiedeeiserne Initialen über dem Eingang
  • Chinesische Dachziegel
  • Hölzerne Aufzugskabine
  • Namensplatte an der rückwärtigen Fassade

Die Geschichte des Ortes

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Das heutige Museum befindet sich in einem ehemaligen Familienkomplex am Zentralmarkt des alten Saigon. Unten arbeitete einst ein Büro, während die oberen Räume Wohnräume blieben und für Familienrituale dienten. Die europäische Geometrie der Fassade steht hier neben chinesischen Dachziegeln, Keramikdetails und einer hölzernen Aufzugskabine, die einer Sänfte ähnelt. Über dem ehemaligen Büro hängen heute Bilder und Skulpturen.

Im schmiedeeisernen Muster über dem zentralen Eingang sind die Initialen von Hui Bon Hoa erhalten. Sie sind das Familienzeichen der früheren Eigentümer. Die Stadtbewohner nennen den gesamten Komplex bis heute Nhà Chú Hỏa, obwohl Onkel Hoa selbst nie in diesen Räumen lebte.

So wurde Hui Bon Hoa genannt, ein Unternehmer chinesischer Herkunft, der mit Pfandhäusern, städtischen Grundstücken und der Vermietung von Häusern Geld verdiente. Er starb im Jahr neunzehnhunderteins in China – fast drei Jahrzehnte vor dem Bau des Hauptgebäudes. Sein Name blieb mit dem Gebäude verbunden, weil seine Söhne den Namen ihres Vaters zum Familiennamen einer Geschäftsdynastie machten.

Im Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig ließen die Erben die Immobiliengesellschaft Hui Bon Hoa eintragen und richteten sie unter dieser Adresse ein. Daneben lag der Zentralmarkt von Saigon – so hieß Ho-Chi-Minh-Stadt damals –, und der Familie gehörten Grundstücke und Mietshäuser in den benachbarten Vierteln. Im Erdgeschoss arbeitete das Büro, oben lagen Wohnräume und ein Raum für die Ahnenverehrung. Das heutige Hauptausstellungsgebäude wurde für Tang Huon Hui Bon Hoa, einen der Söhne des Gründers, errichtet. Europäisches Art déco steht hier neben chinesischen Dachziegeln, Keramikdekor und einer hölzernen Aufzugskabine, die wie eine Sänfte gestaltet ist.

Im Jahr neunzehnhunderteinunddreißig schnitzte Tang Huon chinesische Schriftzeichen in eine lange Holztafel. Er schrieb Gedichte, doch der Anlass war familiär und durchaus berechenbar: Er und sein Bruder Tang Chan waren zusammen hundert Jahre alt. Die Schriftzeichen dieser Tafel verwendete man abwechselnd in den Namen der folgenden Generationen. An einem chinesischen Namen konnten Verwandte erkennen, zu welcher Generation der Familie ein Mensch gehörte. In dem Haus, in dem die Familie zugleich lebte und ihre Immobilien verwaltete, wurde der Stammbaum zur Regel für die Benennung künftiger Erben.

Nach der Abreise der Familie verschwand die Tafel. Im Jahr neunzehnhundertsieben kam einer der Nachkommen nach Vietnam und entdeckte sie bei einem Straßenhändler. Er kaufte das Familienerbstück zurück und nahm es nach Paris mit. So kehrte ein Gegenstand, der hier für Menschen geschaffen worden war, die das gemeinsame Geschäft fortführen sollten, zu ihnen zurück, nun bereits Tausende Kilometer von Saigon entfernt.

Die Stadtverwaltung gründete im ehemaligen Familienkomplex im Jahr neunzehnhundertsiebenundachtzig das Kunstmuseum Ho-Chi-Minh-Stadt. Nach der Vorbereitung der Sammlung wurde es im Mai neunzehnhundertneunundachtzig für Besucher eröffnet. Im Hauptgebäude brachte man moderne vietnamesische Malerei, Lackarbeiten und Skulpturen unter; die anderen Gebäude wurden der alten Kunst und Wechselausstellungen gewidmet.

Die Holztafel von Tang Huon befindet sich nicht mehr hier. Von der früheren Familie blieben die Initialen über dem Eingang, eine Namensplatte an der rückwärtigen Fassade und die Aufteilung des Gebäudes selbst: In den Räumen über dem ehemaligen Büro hängen heute Museumsbilder.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktPoliklinik Dejean de la Bâtie
Eintrittvon außen

Täglich 08:00–17:00, ohne Ruhetag.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Geschichte des Hauses lässt sich von außen verstehen; die Besichtigung der Museumssammlung erfordert zusätzliche Zeit.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie auf der Pho Duc Chinh zur Le Loi und weiter zu den Krankenhausgebäuden.

Stopp 1 von 7Weiter: Poliklinik Dejean de la Bâtie

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Rund um den Bến-Thành-Markt: das geschäftige Saigon und Art déco“ — 7 Stopps, etwa 2,3 km, 2 Std..

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