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Der Wolkenkratzer FOCSA

Edificio FOCSA

Erklärt, warum die Höhe des Turms nicht nur eine architektonische, sondern auch eine finanzielle Kalkulation war.

18 Min.
Der hohe Y-förmige Wolkenkratzer FOCSA ragt über den Straßen von Vedado auf; an seinem Fuß sind Bäume und vorbeifahrende Autos zu sehen.
Hmaglione10 · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Hoch aufragender Turm
  • Mehrstöckiger Sockel
  • Gewerberäume in den unteren Ebenen
  • Oberer Baukörper des Restaurants

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Der hohe Turm von FOCSA erhebt sich über einem mehrstöckigen Sockel mit Geschäften und Garagen. In einem Stadtblock wurden dreihundertdreiundsiebzig Wohnungen, eine Bank, ein Postamt, ein Restaurant und zwei Radiosender untergebracht. Ein Kabel verband die Radiosender mit der zentralen Regie von CMQ, sodass Wohnungen, alltägliche Erledigungen und die Arbeit auf Sendung nahe beieinander lagen. Ganz oben ist das Restaurant La Torre in Betrieb.

Im Jahr neunzehnhundertzwei beschloss Goar Mestre, Eigentümer des größten kubanischen Radio- und Fernsehsendernetzes, Künstler und Angestellte in der Nähe der Studios unterzubringen. Zunächst wählte er ein Grundstück im abgelegenen Stadtteil Arroyo Arenas, gab es jedoch wieder auf: Der tägliche Arbeitsweg nahm dem Vorhaben seinen Sinn. Daraufhin kaufte Mestre diesen Häuserblock zwischen Calle 17, Calle 19, Calle M und Calle N. Von hier bis zum bereits bekannten Radiocentro-Komplex sind es etwa zweihundert Meter.

Das Grundstück kostete siebenhunderttausend Pesos. Damit sich ein solcher Kauf amortisierte, mussten etwa vierhundert Wohnungen verkauft werden. Mestre, seine Brüder und Partner gründeten für das Projekt die Gesellschaft Fomento de Obras y Construcciones, S. A. Die Anfangsbuchstaben ihres Namens ergaben das Wort FOCSA.

Mestre verdiente sein Geld mit Radio und Fernsehen, den Wolkenkratzer baute er jedoch auf Kredit. Die Hypothekenbehörde erklärte sich bereit, achtzig Prozent des Werts der Wohnungen und sechzig Prozent der Gewerberäume zu finanzieren. Der Banco Continental Cubano gewährte weitere sechs Millionen Pesos. Die Bankiers hielten das Risiko für vertretbar: Die Schuld sollte von Hunderten Käufern zurückgezahlt werden, nicht von einem einzigen Hauseigentümer.

Die Architekten Ernesto Gómez Sampera und Martín Domínguez sollten dieses Finanzierungsmodell auf einem einzigen Häuserblock unterbringen. Über einem gemeinsamen Sockel ordneten sie dreihundertdreiundsiebzig Wohnungen an, darunter Garagen, Geschäfte, eine Bank, ein Postamt, ein Restaurant und zwei Radiosender, die per Kabel mit der zentralen Regie von CMQ verbunden waren. So konnten die Angestellten wohnen, das Notwendige einkaufen und auf Sendung gehen, ohne den Komplex fast verlassen zu müssen.

Die Arbeiten wurden im Juni neunzehnhundertsechsundfünfzig abgeschlossen. Einhunderteinundzwanzig Meter Beton machten FOCSA zum zweithöchsten Wohnbau aus Stahlbeton der damaligen Welt. Für jedes weitere Stockwerk wurden dreißig Pesos zum Preis der Wohnung hinzugerechnet, doch die oberen Wohnungen waren früher verkauft als die unteren. Mestres Kalkulation ging auf: Das teure Grundstück wurde von Menschen bezahlt, die bereit waren, für Höhe und Meerblick mehr zu zahlen.

Im Turm wohnen auch heute Menschen, die unteren Ebenen sind von Einrichtungen und Gewerberäumen belegt, und ganz oben ist das Restaurant La Torre in Betrieb. Von Mestres Unternehmen blieb sein abgekürzter Name. Von der von ihm gewählten Entfernung zum Arbeitsplatz blieben dieselben zwei Häuserblocks zwischen FOCSA und dem Radiocentro-Komplex.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort18 Min.
Nächster PunktHotel Nacional de Cuba und die Batería de Santa Clara
Eintrittvon außen

Wohnkomplex; grundlegende Besichtigung nur von der Straße aus. Der Zugang zur Lobby, zu Geschäften und zum Restaurant hängt vom tatsächlichen Betrieb der Mieter und vom Sicherheitsdienst ab; feste Öffnungszeiten sind nicht bestätigt. Überprüft am 2026-06-29.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Für diesen Halt müssen Sie das Haus nicht betreten oder einen Weg nach oben suchen. Gehen Sie auf die gegenüberliegende Straßenseite oder zu einer freien Stelle, um die Form des Turms vollständig zu sehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie FOCSA hinter sich und gehen Sie zum Meer, bis vor Ihnen das Hotel Nacional de Cuba sichtbar wird.

Stopp 5 von 6Weiter: Hotel Nacional de Cuba und die Batería de Santa Clara

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Vedado: Malecón und das moderne Havanna“ — 6 Stopps, 2,9 km, 2 Std. 15 Min..

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