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Worauf achten
- Eisenbahngleise
- Stationsgebäude
- Fähranleger
- Küstenlinie
Die Geschichte des Ortes
Die Station in Casablanca wurde zum städtischen Endpunkt der elektrischen Eisenbahn, die sich von Matanzas durch das ehemalige Zuckergebiet erstreckte. Sie wurde vor allem für die Wirtschaft gebaut: Die Züge sollten Zuckerrohr zur Verarbeitung bringen, Materialien liefern und Zucker zu den Häfen abtransportieren. Später nutzten auch die Bewohner der Siedlungen entlang der Strecke diese Wagen, und die Fabrikbahn übernahm zusätzlich den Überlandverkehr. Die Gleise am Ufer ziehen sich nach Osten, und vom benachbarten Anleger führt der Wasserweg weiter zur Altstadt von Havanna.
Der Name Casablanca entstand als Anweisung an einen Bootsführer. Einer örtlichen Überlieferung zufolge richteten Beamte der königlichen Schatzkammer an diesem Ufer im Jahr eintausendfünfhundertneunundachtzig ein Lager für Dinge ein, die nicht in die Speicher von Havanna passten. Das Gebäude war weiß gestrichen. Die Arbeiter baten den Bootsführer, sie zur „casa blanca“ zu bringen – zum weißen Haus. Das Lager brannte im Jahr eintausendsiebenhundertfünfundachtzig ab. Seine Mauern stehen hier nicht mehr; die Anweisung an den Bootsführer blieb als Name der Siedlung erhalten.
Drei Jahrhunderte später mussten die Ingenieure von Milton Hershey eine Eisenbahn zu derselben Bootsadresse führen. Hershey war ein amerikanischer Süßwarenhersteller, der mit der Massenproduktion von Milchschokolade ein Vermögen verdiente. Während des Ersten Weltkriegs verteuerte sich Zucker und wurde nur mit Unterbrechungen geliefert. Um nicht von fremden Lieferungen abhängig zu sein, kam Hershey im Januar eintausendneunhundertsechzehn nach Kuba, um Plantagen und Zuckerfabriken zu kaufen.
Innerhalb weniger Wochen erwarb er die kleine Zuckerfabrik San Juan Bautista, wählte einen Ort für ein neues Unternehmen etwa fünfundvierzig Kilometer östlich von Havanna und begann mit dem Bau einer Eisenbahn. Das Gelände lag weit entfernt von den bestehenden Strecken. Nach dem Schneiden muss Zuckerrohr schnell zerkleinert werden, sonst gewinnt man daraus weniger Zucker. Hershey benötigte Züge, die Baumaterial zur Fabrik, Zuckerrohr zu den Mahlwerken und fertigen Zucker zu den Häfen brachten. Die ersten Lokomotiven waren Dampflokomotiven, doch importierter Brennstoff war teuer, und Hershey ordnete an, die Strecke auf elektrischen Betrieb umzustellen.
Seine Züge erreichten den Estación Central de Ferrocarriles von Havanna nie. Dessen Gleise wurden von der britischen Gesellschaft „United Railways of Havana“ kontrolliert, Hersheys wichtigstem Konkurrenten im Westen Kubas. Ihre Leiter fochten das Projekt vor der Eisenbahnkommission an und weigerten sich, die Züge des Konkurrenten auf ihren Schienen fahren zu lassen. Hershey versuchte, den Zugang gerichtlich zu erlangen, hatte jedoch keinen Erfolg.
Im Oktober eintausendneunhundertzweiundzwanzig wurde die elektrische Verbindung zwischen Matanzas und Havanna hier in Casablanca vollendet. Die Konkurrenten behielten den Estación Central de Ferrocarriles; Hershey erhielt seine eigene Strecke, doch seine Fahrgäste mussten auf ein Boot umsteigen, um in die Stadt zu gelangen. Die Züge beförderten auch die Bewohner der Siedlungen, die entlang der Strecke entstanden waren, sodass die Industrieeisenbahn für sie auch zum Überlandverkehr wurde.
Ein Jahr nach Hersheys Tod, im Jahr eintausendneunhundertsechsundvierzig, verkaufte seine Gesellschaft die kubanischen Fabriken und die Eisenbahn. Der Familienname des früheren Eigentümers blieb im Namen der Strecke erhalten, und der Ausgang des Rechtsstreits in ihrer Anlage. Die Schienen führen von hier aus nach Osten, zur ehemaligen Zuckerfabrik und nach Matanzas; nach Westen, zur Altstadt von Havanna, führt weiterhin die Fährüberfahrt vom Muelle de Luz.
Praktisch vor Ort
Der Anleger ist nach dem tatsächlichen Fahrplan der Boote in Betrieb; die Hershey-Bahnverbindung prüfen Sie gesondert und nutzen Sie sie nicht als verpflichtenden Teil der Route.
Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Verstehen Sie die Station nicht als Versprechen einer Zugfahrt: Die Route nutzt die Eisenbahn als historischen Bezugspunkt, nicht als Verkehrsmittel.
