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Patershol

Patershol

Ein geschlossener Durchgang erklärt, wie der Name eines Klosterkorridors auf ein ganzes Viertel überging.

25 Min.
Backsteinhäuser und die schmale Gasse Plotersgracht im Patershol
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Worauf achten

  • Die blaue Tür an der Ecke von Rodekoningstraat und Trommelstraat
  • Die Mauer des ehemaligen Klosters

Die Geschichte des Ortes

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Das Patershol entstand aus Wohnstraßen neben einem Kloster und einem Handwerk, das auf Wasser angewiesen war. Wo heute Bürger wohnen und Restaurants geöffnet sind, arbeiteten einst Ploters, die Häute auf das Gerben vorbereiteten. Die Klostermauer an der Ecke blieb als sichtbare Grenze des ehemaligen Besitzes der Karmeliter erhalten. Der Kanal selbst liegt bereits unter der Erde, doch sein Wasser ernährte einst die hiesigen Werkstätten.

An der Ecke von Rodekoningstraat und Trommelstraat ist eine blaue Tür in der Mauer des ehemaligen Karmeliterklosters erhalten. Dahinter lag ein niedriger Durchgang zur Plotersgracht – einem Kanal, der das ganze Viertel durchquerte.

Einer örtlichen Überlieferung zufolge entstand dieser Durchgang wegen eines Klosterbaus. Mitte des siebzehnten Jahrhunderts beschlossen die Karmeliter, über dem Kanal ein Lazarett für kranke Brüder zu errichten. Freies Land hatten sie nicht genug, deshalb stellten sie das Gebäude quer über den Wasserlauf und nahmen beide Ufer ein.

Doch die Bewohner der benachbarten Straßen nutzten das Wasser. Unter ihnen waren viele Ploters – Gerber, die Häute einweichten, ihnen Wolle und Fett entfernten und das Leder auf das Gerben vorbereiteten. Von diesem Beruf stammt der Name des Kanals: Plotersgracht bedeutet „Kanal der Ploters“. Den Zugang zu ihm zu schließen, hätte bedeutet, den Handwerkern das Wasser zu nehmen, von dem ihr Verdienst abhing.

Die Karmeliter erhielten das Lazarett, und den Bürgern ließ man eine Wassertreppe und einen eigenen Durchgang durch die Klostermauer. Die Menschen mussten nicht in den Innenhof zu den Mönchen gehen: Sie stiegen durch einen niedrigen, dunklen Korridor zum Kanal hinab. Paters nannte man hier die Klosterväter, und das Wort „hol“ bedeutete Höhle oder enger Durchgang. Die Bewohner von Gent nannten ihn Patershol – „Höhle der Paters“. Dann ging der Name eines einzigen Korridors auf die umliegenden Straßen über.

Im Jahr eintausendachthundertzweiundsiebzig wurde die Plotersgracht fast vollständig unter die Erde verlegt. Die Gerber waren längst fort, in den alten Häusern wohnen heute Bürger, und Restaurants sind dort tätig. Von der Anlage, die dem Viertel seinen Namen gab, blieben die blaue Tür, die Klostermauer und die Straße über dem zugeschütteten Kanal. Der Durchgang selbst ist geschlossen, doch mit seinem Namen wird weiterhin das ganze Patershol bezeichnet.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktDulle Griet
Eintrittfrei zugänglich

Die Straßen des Viertels sind rund um die Uhr geöffnet. Im Museum und in der Kunsthal hängt der Zeitplan von den Ausstellungen ab.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Machen Sie aus den Wohngassen keine Fotokulisse: Halten Sie Türen und Fenster frei, dämpfen Sie den Ton und nehmen Sie Rücksicht auf die Restaurantgäste.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie das Viertel über die Merseniersstraat und gehen Sie zum roten Stamm.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Gravensteen und Patershol: Macht im alten Gent“ — 7 Stopps, etwa 750 m, 2–3 Std..

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