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Sint-Pietersplein

Sint-Pietersplein

Der Platz wird gebraucht, um zu sehen, wie eine städtische Reform am Kalender der Schausteller scheiterte.

10 Min.
Sint-Pietersplein und die St.-Peter-Abtei
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Worauf achten

  • Das Rechteck des Platzes
  • Neoklassizistische Fassaden

Die Geschichte des Ortes

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Auf dem Sint-Pietersplein werden jeden Frühling Dutzende Fahrgeschäfte der Halfvastenfoor aufgebaut. Besitzer von Karussells und Buden eröffnen hier die belgische Jahrmarktsaison. Zu anderen Zeiten finden auf demselben Rechteck Konzerte, Sportstarts und ein Fest zum Beginn des Studienjahres mit Tausenden von Teilnehmern statt.

Vor dem neunzehnten Jahrhundert gab es diesen Platz nicht. Vor der Abtei standen eine Pfarrkirche, das Haus des Abtes und andere Klostergebäude. Nach der Aufhebung der Abtei wurden sie abgerissen: die Kirche im Jahr tausendsiebenhundertneunundneunzig, der westliche Teil des Komplexes im Jahr achtzehnhundertelf. Auf der Spitze des Blandijnberg blieb ein großes freies Gelände zurück.

Im Jahr achtzehnhundertdreiundvierzig beschlossen die Mitglieder des Stadtrats, die Vielzahl der Genter Pfarrjahrmärkte zu ordnen. Die alte Halfvastenfoor wurde abgeschafft, und man versuchte, Händler und Künstler bei einem einzigen Sommerfest zusammenzubringen. Für die umherziehenden Schausteller war der Kalender ihr Einkommen: Hatten sie in einer Stadt ihren Handel beendet, brachten sie Zelte und Fahrgeschäfte in die nächste. Die Sommertermine in Gent fielen mit Jahrmärkten in Namur, Mons und Charleroi zusammen, und viele Besitzer fuhren einfach dorthin. Das von der Stadt geplante große Ereignis blieb ohne einen beträchtlichen Teil der Teilnehmer.

Bewohner der umliegenden Häuser und Händler forderten die Rückkehr zu den früheren Terminen. Im Dezember achtzehnhundertneunundvierzig gab der Stadtrat nach: Dem Jahrmarkt wurden wieder die Wochen zwischen der Mitte der Fastenzeit und Ostern zugewiesen, und als fester Ort wurde der Sint-Pietersplein bestimmt.

Die Wahl kam rechtzeitig. Der Stadtarchitekt Charles Leclerc-Restiaux verwandelte das ehemalige Klosterland gerade in einen ebenen Exerzierplatz. Er ebnete den Hang ein, legte ein riesiges Rechteck an und umgab es mit aufeinander abgestimmten neoklassizistischen Fassaden. Das Militär erhielt einen Ort für Formationen, die Schausteller einen Platz, auf dem Zirkuszelte, Varietétheater und Dampfkarussells, später auch Wanderkinos Platz fanden. Nach der Abreise der Teilnehmer konnten hier wieder Soldaten versammelt werden.

Sint-Pietersplein bedeutet „Platz des heiligen Petrus“. Petrus ist hier der Apostel, einer der engsten Jünger Christi. Die benachbarte Abtei wurde ursprünglich nach dem Hügel Blandinium genannt; mittelalterliche Mönche weihten sie den Aposteln Petrus und Paulus, und seit dem zehnten Jahrhundert setzte sich für die Abtei der verkürzte Name St. Peter durch. Von ihr ging der Name auf den Platz über.

Jeden Frühling nehmen die Besitzer der Fahrgeschäfte wieder genau jenes Exerzierplatz-Rechteck ein, das der Stadtrat ihrer Jahrmarktveranstaltung im Jahr achtzehnhundertneunundvierzig zugewiesen hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktBoekentoren
Eintrittvon außen

Als öffentlicher Platz geöffnet; bei Jahrmärkten, Konzerten und städtischen Veranstaltungen können sich Durchgänge und der Blick auf das Pflaster ändern.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Bestattungen sind von der Oberfläche aus nicht sichtbar, und es ist nicht nötig, nach Zugang zu einer Ausgrabung zu suchen. Hören Sie die Erzählung bei der Kirche und vergleichen Sie die selbstsichere Gedenkinschrift mit der namenlosen Erde.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie von der Nordseite des Platzes zum betonernen Boekentoren hinauf.

Stopp 5 von 7Weiter: Boekentoren

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Museumsviertel Gent: vom Citadelpark bis Bijloke“ — 7 Stopps, etwa 2,3 km, 2–3 Stunden.

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