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Städtisches Museum für Aktuelle Kunst (S.M.A.K.)

S.M.A.K.

Die Station zeigt, wie viel persönlicher Kampf die städtische Sammlung brauchte, um ein eigenes Haus zu bekommen.

15 Min.
Fassade des Museums für zeitgenössische Kunst
acediscovery · CC BY 4.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Fassade des ehemaligen Kasinos
  • Schild am Jan Hoetplein
  • Säle mit Wechselausstellungen

Die Geschichte des Ortes

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Hinter der Fassade eines Hauses, das als Kasino beim Komplex der Floraliën diente, zeigt man die städtische Sammlung von Werken, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Als Architekten dieses Haus für das Museum umgestalteten, brachte man die Sammlung aus zehn oberen Sälen des benachbarten Museums hierher, in denen sie zuvor nur teilweise ausgestellt werden konnte. Der Platz reichte dennoch nicht aus: Große Werke warten weiterhin in den Depots, und in den Sälen stehen Wechselausstellungen neben Gemälden und Objekten aus der eigenen Sammlung.

Am achten Mai neunzehnhundertneunundneunzig stieg der Museumsdirektor Jan Hoet hier in einen Boxring. Sein Gegner war der amerikanische Künstler Dennis Bellone. Hoet wollte Aufmerksamkeit für die Eröffnung des Gebäudes gewinnen, auf das die Genter Sammlung zeitgenössischer Kunst mehr als zwanzig Jahre gewartet hatte.

Alles begann im Jahr neunzehnhundertsiebenundfünfzig. Der Kunsthistoriker Karel Geirlandt gründete die Gesellschaft für das Museum für zeitgenössische Kunst. Ihre Mitglieder wollten Werke lebender Künstler kaufen, während das städtische Museum der Schönen Künste (MSK) bei der bisherigen Chronologie blieb. Das Geld für die ersten Ankäufe stammte aus Mitgliedsbeiträgen und dem Verkauf von Mappen mit Künstlergrafik.

Im Jahr neunzehnhundertfünfundsiebzig richtete man in Gent das erste Museum Belgiens ein, das der zeitgenössischen Kunst gewidmet war, und ernannte Jan Hoet zu seinem Direktor. Ein eigenes Gebäude erhielt das Museum nicht. Man wies ihm zehn obere Säle im Museum der Schönen Künste (MSK) auf der anderen Seite des Platzes zu. Für Hoet war dies Arbeitsplatz und das Werk seiner gesamten Laufbahn: Er erweiterte die städtische Sammlung, lud Künstler ein und organisierte Ausstellungen, doch die Sammlung wuchs schneller als der bereitgestellte Raum. Die Werke wurden nur teilweise und in ständig wechselnden Zusammenstellungen gezeigt. Einige große Ankäufe blieben jahrelang im Depot.

Als man für das Museum endlich ein eigenes Haus fand, zog die Sammlung nur ein kurzes Stück weit um – auf die andere Seite des Platzes. Ein neues Gebäude errichtete man nicht von Grund auf: Architekten bauten ein ehemaliges Kasino um, das an den Komplex der Floraliën grenzte. Im Mai neunzehnhundertneunundneunzig erhielt die Institution ihren heutigen Namen – Städtisches Museum für Aktuelle Kunst (S.M.A.K.). Aus den Anfangsbuchstaben des niederländischen Namens ergibt sich „S.M.A.K.“.

Hoet machte aus der Eröffnung ein viertägiges Spektakel mit Parade, Wohltätigkeitsessen, Party und Boxkampf. Er war fast dreiundsechzig Jahre alt, Bellone siebenunddreißig. Der Künstler beherrschte die Technik besser, doch der Direktor griff weiter an, und der Schiedsrichter, der frühere Champion Freddy de Kerpel, musste die Gegner mehrmals trennen. Nach drei Runden erklärte er den Kampf für unentschieden. Hoet nannte das Ergebnis einen Sieg der Kunst.

Der Höhepunkt lag im Inneren des ehemaligen Kasinos. Zum ersten Mal seit mehreren Jahren zeigte man den Besuchern die Sammlung vollständig: Werke, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden waren, nahmen das ganze Gebäude ein und blieben bis Dezember zugänglich. Heute finden hier Wechselausstellungen statt, und das Museum verbindet Werke aus der eigenen Sammlung mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler. Ein bedeutender Teil der Sammlung wird weiterhin in den Depots aufbewahrt: Auch für sie erwies sich das umgebaute Kasino als zu eng.

Nach Hoets Tod benannte der Stadtrat den Raum zwischen den beiden Museen in Jan Hoetplein um. Auf dem Schild unter seinem Namen steht: „Gründer, Kurator und Inspirator des S.M.A.K.“. Der Haupteingang hat die Adresse: Jan Hoetplein, Haus Nummer eins.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktUniversitätsmuseum und Botanischer Garten
EintrittEintritt mit Ticket; von außen kann man die beiden Museen zusammen mit der benachbarten Fassade lesen

Reguläre Öffnungszeiten: Mo geschlossen; Di–Fr 09:30–17:30; Sa–So, Feiertage und Schulferien 10:00–18:00; am ersten Donnerstag des Monats bis 22:00. Am 2026-06-29 war nach der vorübergehenden Schließung wegen Hitze eine erneute Überprüfung des Status nötig.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Sinn der Station ist dank der beiden Gebäude auch ohne Eintritt verständlich. Konkrete Werke von Chambres d'Amis können in der aktuellen Ausstellung fehlen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Umrunden Sie das Museum auf der Parkseite und gehen Sie zum Zaun des Botanischen Gartens der Universität Gent.

Stopp 3 von 7Weiter: Universitätsmuseum und Botanischer Garten

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Museumsviertel Gent: vom Citadelpark bis Bijloke“ — 7 Stopps, etwa 2,3 km, 2–3 Stunden.

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