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Medersa al-Attarine

مدرسة العطارين

Diese Station zeigt, aus welchen alltäglichen Bedingungen sich ein langes Studium neben al-Qarawīyīn zusammensetzte.

20 Min.
Hof der Medersa al-Attarine mit geschnitztem Bogen, Brunnen und schwarz-weißem Fliesenboden.
Robert Prazeres · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Hof mit Brunnen
  • Gebetssaal
  • Türen der Zimmer über den Galerien
  • Gründungsplatte

Die Geschichte des Ortes

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Die Medersa al-Attarine wurde als Unterkunft für auswärtige Schüler von al-Qarawīyīn errichtet: Ohne Wohnraum und Unterhalt hätten sie nicht lange in Fès bleiben können. Auf dem engen Grundstück zwischen den Marktgassen fanden unten ein Hof mit Brunnen, ein Raum für die Waschungen und ein Gebetssaal Platz; über den Galerien öffneten sich dreißig kleine Zimmer. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts lebten hier noch etwa sechzig Studenten, vor allem aus Städten im Nordwesten des Landes. Der Name der Medersa stammt von den Gewürz- und Duftstoffhändlern am Eingang; heute kommen Besucher in diese Zimmer und den Saal.

Im Jahr eintausenddreihundertdreiundzwanzig führte der merinidische Sultan Abū Saʿīd ʿUthmān Rechtsgelehrte aus Fès und fromme Stadtbewohner hierher. Er brauchte die Unterstützung einflussreicher Gelehrter und gebildete Menschen für die Verwaltung des Staates. Deshalb errichtete er die neue Schule neben al-Qarawīyīn, dem wichtigsten Ort des Unterrichts in Fès.

Der Bauleiter Abū Muhammad Abdallāh ibn Qāsim al-Mizwār erhielt ein ungünstiges Grundstück in einem dicht bebauten Handelsviertel. Der Sultan wohnte der Grundsteinlegung persönlich bei, zusammen mit eben jenen Rechtsgelehrten, für die diese Geste bestimmt war. Zwei Jahre später war das Gebäude fertig.

Abū Saʿīd kaufte ertragbringende Immobilien und übertrug sie in einen Habus: Die Einkünfte daraus sollten für die Medersa verwendet werden. Aus diesem Geld bezahlte man Lehrer, den Imam, die Muezzine und die Aufseher, unterhielt die Wasserleitung und gewährte den Schülern Unterhalt. Für einen angereisten jungen Mann war dies eine ganz alltägliche Grundlage. Ohne Zimmer und Verpflegung hätte er nicht lange in Fès bleiben können und hätte damit seine Bildung sowie die Möglichkeit verloren, Richter, Theologe oder Beamter zu werden. In al-Attarine brachte man vor allem Menschen aus den nordwestlichen Städten Tanger, Larache und Ksar el-Kebir unter.

Die meisten Unterrichtsstunden fanden im benachbarten al-Qarawīyīn statt, doch auch hier, im Gebetssaal, wurde unterrichtet. Die Medersa war zugleich Schule, Wohnheim und kleine Moschee für ihre Bewohner. Die Enge des Grundstücks bestimmte die gesamte Anlage: Unten fanden ein Hof mit Brunnen, ein Gebetssaal und ein Raum für die Waschungen Platz, über den Galerien richtete man dreißig kleine Zimmer ein. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wohnten dort noch etwa sechzig Studenten.

Der Sultan selbst blieb nicht im Namen erhalten. „Attarine“ bedeutet Händler von Duftstoffen und Gewürzen: Ihr Markt lag am Eingang, und für die Medersa setzte sich der Name der benachbarten Marktgasse durch. Jetzt gibt es hier keine Schüler mehr, Besucher treten ein. Im Gebetssaal ist die Gründungsplatte mit dem Datum der Fertigstellung erhalten, und über dem Hof liegen weiterhin die Türen jener dreißig Zimmer, für die man die Schule genau hier, wenige Schritte von al-Qarawīyīn entfernt, auf das Grundstück zwängte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktDie Schwelle von al-Qarawīyīn
Eintrittmit Ticket

Der kostenpflichtige Besuchereingang ist gewöhnlich tagsüber geöffnet; den genauen Zeitplan und den Zugang zu einzelnen Bereichen müssen Sie an der Tür prüfen, besonders an Gebetstagen, Feiertagen und bei örtlichen Arbeiten.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Wenn der Eingang geöffnet ist, gehen Sie leise und halten Sie die schmalen Durchgänge frei; bei geschlossener Tür beschränken Sie sich auf die Betrachtung von außen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Kehren Sie zum Markt zurück und gehen Sie zum nächstgelegenen nördlichen Eingang von al-Qarawīyīn.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wie sich Fès el-Bali wandelte“ — 7 Stopps, 1,7 km, 2,5–3 Std..

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