Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Reiterfigur von Prinz Albert
- Granitsockel
- Reliefs auf dem Sockel
- Achteckiger Garten
Die Geschichte des Ortes
Charlotte Square liegt am westlichen Rand der ersten Bauphase der Neustadt. Robert Adam gab das gemeinsame Muster der Fassaden vor, während die Grundstückseigentümer die Häuser einzeln errichteten und einrichteten, sodass die privaten Häuser von der Straße aus wie eine einzige lange repräsentative Front wirken. Hinter dem Zaun ist der achteckige Garten erhalten, der den Eigentümern der umliegenden Immobilien gehört.
Charlotte Square war in Craigs Plan zunächst als St George Square verzeichnet. Doch der Bauunternehmer James Brown hatte einem anderen Platz südlich der Altstadt bereits einen ähnlichen Namen gegeben – zu Ehren seines Bruders George. Damit die beiden Adressen nicht verwechselt wurden, benannte der Stadtrat den westlichen Platz im Jahr tausendsiebenhundertsechsundachtzig nach Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, der Ehefrau Georgs des Dritten.
Hier endete die erste Bauphase der Neustadt. Der Rat beauftragte Robert Adam mit der Gestaltung der Fassaden, und die Käufer der Grundstücke mussten seine Zeichnungen einhalten. Jeder errichtete und richtete sein Haus einzeln ein, doch von der Straße aus fügten sich mehrere Häuser zu einer einzigen palastartigen Fassade zusammen. In der Mitte lag ein Garten für die Eigentümer der umliegenden Immobilien. Er ist bis heute privat.
Der ursprüngliche Garten war rund. Seine heutige Form bestimmte das Denkmal für Prinz Albert. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr achtzehnhunderteinundsechzig verlangte Königin Victoria, dass das schottische Albert-Denkmal abseits von anderen Statuen stehen sollte. Aus sechzig Entwürfen wählte sie die Reiterfigur von John Steell.
Für Steell war dies der wichtigste Auftrag seiner Laufbahn. Er verdiente sein Geld mit monumentaler Bildhauerei und unterhielt in Edinburgh die erste schottische Gießereiwerkstatt, die eigens für große Bronzestatuen geschaffen worden war. Den Auftrag erhielt er im Jahr achtzehnhundertfünfundsechzig, doch die königliche Wahl allein reichte nicht aus: Das Komitee konnte das Geld nicht aufbringen und stritt fast zehn Jahre über den Aufstellungsort.
Im Jahr achtzehnhunderteinundsiebzig begannen die Hausbesitzer von Charlotte Square darauf zu drängen, das Denkmal in ihrem Garten aufzustellen. Hier wurde Victorias Bedingung buchstäblich erfüllt: Albert erhielt einen eigenen Raum und schloss die Blickachse der George Street ab. Es fehlte weiterhin Geld. Der Duke of Buccleuch, einer der Förderer des Projekts, verpflichtete sich, die fehlenden zweitausend Pfund persönlich zu übernehmen. Sein Geld musste nicht ausgegeben werden: Nach der Garantie zahlten die Spender innerhalb weniger Monate die gesamte Summe ein.
Für das Denkmal verwandelte man den runden Garten in ein Achteck. In der Mitte errichtete man einen Granitsockel mit Reliefs, darunter die Hochzeit von Victoria und Albert sowie die Eröffnung der Great Exhibition. Darüber platzierte Steell Albert zu Pferd in der Uniform eines Feldmarschalls.
Am siebzehnten August achtzehnhundertsechsundsiebzig kam Victoria zum Charlotte Square und eröffnete das Denkmal. Nach der Zeremonie schlug sie Steell zum Ritter. In ihrem persönlichen Tagebuch notierte die Königin eine ganz andere Einschätzung seines Hauptwerks: Das Pferd erschien ihr gedrungen, die Figur Alberts schwer, für das Pferd zu klein und ihrem Mann nicht ähnlich.
Hinter dem Zaun steht noch immer genau jene Bronzestatue: von Victoria nach einer Zeichnung ausgewählt, von ihr nach der Eröffnung kritisiert und John Steell den Ritterschlag eingebracht.
Praktisch vor Ort
Der Platz ist für den Durchgang geöffnet; der zentrale Garten ist privat, die Gebäude sind nur entsprechend ihrer Nutzung und bei Veranstaltungen zugänglich.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie das Ensemble vom Rand aus und nutzen Sie den Garten nicht als Abkürzung; Wohn- und Amtsgebäude erfordern Abstand.
