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Georgian House

Georgian House

An einer einzigen Adresse lässt sich erkennen, wie viele Bedienstete, Ausgaben und Schulden gesellschaftlicher Status erforderte.

15–45 Min.
Reihe georgianischer Häuser am Charlotte Square; darunter das Georgian House mit dem Schild des National Trust for Scotland.
N Chadwick · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Die Tür des Hauses Nr. 7
  • Die einheitliche palastartige Fassade
  • Die separaten Eingänge der Nachbarhäuser

Die Geschichte des Ortes

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Die siebte Tür an der Nordseite des Platzes führt in ein Museum eines Stadthauses aus der georgianischen Epoche. Im oberen Stockwerk sind das Esszimmer und das Wohnzimmer für Winterempfänge erhalten geblieben, darunter liegen die Küche und die Räume der Bediensteten. Unten wurde gekocht und die Haushaltsausgaben wurden geführt, damit die Hausherren Einladungen mit eigenen Diners und Tänzen erwidern konnten. Die Einrichtung wurde aus anderen Häusern und aus Schenkungen zusammengetragen, sodass selbst das Porträt des früheren Eigentümers im Eingangsbereich hier nur eine Kopie ist.

Die Nordseite des Charlotte Square wirkt wie ein einziger Palast, obwohl sich hinter der Fassade elf einzelne Häuser verbergen. Nummer sieben ist eines davon. Der Architekt Robert Adam gab jedem Eigentümer eine eigene Tür, Treppe und eigene Räume, fasste sie von der Platzseite aus jedoch zu einer gemeinsamen palastartigen Komposition zusammen.

Die Bezeichnung „Georgian House“ kam später auf, als hier ein Museum eingerichtet wurde. Sie bedeutet Haus aus der georgianischen Epoche, die nach den britischen Königen namens Georg benannt ist. Das Gebäude wurde im Jahr eintausendsiebenhundertsechsundneunzig unter Georg dem Dritten vollendet.

Der erste Eigentümer war John Lamont, das achtzehnte Oberhaupt des Clan Lamont. Er bezog kein Gehalt: Die Familie lebte von den Mieteinnahmen des geerbten Guts Ardlamont. Zusammen mit dem Land erbte John Schulden, zahlte aber eintausendachthundert Pfund für das neue Stadthaus. Er benötigte eine Adresse für die gesellschaftliche Wintersaison Edinburghs. Um Einladungen zu erhalten, musste man sie mit eigenen Diners und Tänzen erwidern; einmal pro Saison veranstaltete eine wohlhabende Familie einen großen Empfang, der bisweilen für hundert Gäste gedacht war.

Lamont brachte hier seine Frau und fünf Kinder unter, kaufte Silber und kostbare Einrichtung und lud Gäste ein. Zur Unterhaltung eines solchen Hauses trugen fünf bis sieben Bedienstete bei. Der Butler diente dem Hausherrn zugleich als Kammerdiener und empfing Gäste als Lakai. Die Haushälterin führte die Bücher und stellte Dienstmädchen ein. Vom Koch hing ab, ob die Hausherren als einer Einladung zum nächsten Dinner würdig galten. Die repräsentative Leichtigkeit oben entstand durch Menschen, die im unteren Stockwerk kochten, Speisen trugen und die Ausgaben berechneten.

Lamonts Schulden entstanden nicht nur hier, doch der Unterhalt des Hauses wurde Teil desselben Lebensstils. Um eintausendachthundertvierzehn bestellte er sein Porträt bei Henry Raeburn, einem der teuersten und gefragtesten schottischen Künstler. Zwei Jahre später starb Lamont in Ardlamont und hinterließ seiner Familie schwere Verpflichtungen. Sein Sohn verkaufte das siebte Haus am Charlotte Square bereits im folgenden Jahr. Die städtische Adresse, die die Stellung des Clanoberhaupts bestätigen sollte, konnte die Familie nicht bewahren.

Der National Trust for Scotland zeigt die Räume heute ungefähr so, wie sie bei den Lamonts ausgesehen haben könnten. Es handelt sich um eine Rekonstruktion, nicht um ein konserviertes Familienwohnhaus. Das Museum besitzt keine den Lamonts gehörende Sammlung: Möbel, Porzellan, Silber und Gemälde stammen aus anderen Häusern und von Stiftern. Selbst das Porträt von John Lamont im Eingangsbereich ist eine Kopie.

Authentisch geblieben sind die Räume, für die er diese Adresse auf sich nahm: das Esszimmer für erwiderte Einladungen, das Wohnzimmer für den großen Winterempfang sowie die Küche und die Räume der Bediensteten ein Stockwerk tiefer. Die Gegenstände für diese Szene wurden neu zusammengetragen; die Rechnung für die erste Einrichtung des Hauses bezahlten die Lamonts.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15–45 Min.
Nächster PunktMoray Place
Eintrittmit Eintrittskarte bei Öffnung

Zum Zeitpunkt der Überprüfung vermerkte die offizielle Website des National Trust for Scotland, dass das Haus wegen äußerer und innerer Konservierungsarbeiten geschlossen sei; prüfen Sie die Seite am Tag Ihres Spaziergangs vor dem Besuch.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Rechnen Sie nicht damit, ohne gesonderte Prüfung des Zugangs hineinzukommen; schauen Sie von außen nicht in die Fenster und versperren Sie nicht den Eingang.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den Platz durch seine nordwestliche Ecke und gehen Sie zum geschlossenen Ring der Fassaden.

Stopp 7 von 8Weiter: Moray Place

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Edinburghs New Town: Ordnung und privates Kalkül“ — 8 Stopps, ~2,1 km, 2–2,5 Stunden.

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