Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Vier steinerne Bögen
- Straße über der Schlucht
- Abstieg über Bell's Brae
- Alte steinerne Überquerung unten
Die Geschichte des Ortes
Vier steinerne Bögen tragen die Straße in einer Höhe von zweiunddreißig Metern über dem schmalen Flusstal. Darüber fährt man nun ohne den langen Abstieg zum Wasser, während der frühere Weg noch immer über Bell's Brae zur alten steinernen Überquerung bei den Mühlen hinabführt. So zerschneidet die Engstelle des Tals die Straße nach Nordwesten nicht mehr.
Im Jahr tausendachthundertsechsundzwanzig erwarb John Learmonth, ein wohlhabender Kutschenhersteller und Grundstücksentwickler, das Dean Estate. Am gegenüberliegenden Rand der Schlucht entstanden bereits teure Viertel der New Town. Learmonth wollte sein Land für ebensolche Häuser vermieten, doch es gab keine direkte Straße vom Zentrum dorthin.
Der Weg nach Queensferry führte über Bell's Brae zum Water of Leith hinunter, überquerte ihn auf einer schmalen Brücke mit nur einer Spannweite bei den Mühlen und stieg dann wieder an. Für beladene Fuhrwerke war dieser Umweg mit seinen steilen Steigungen ein ernstes Hindernis. Solange er bestand, blieben Learmonths Grundstücke Land hinter der Schlucht und keine Fortsetzung der angesehenen New Town.
Learmonth schlug vor, eine Straße direkt über die Schlucht zu führen. Die Kosten der Brücke wurden auf achtzehntausendfünfhundertsechsundfünfzig Pfund geschätzt; den größten Teil der Ausgaben übernahm er selbst. Die Treuhänder der Cramond Road, die für die Verbindung Edinburghs mit dem Nordwesten zuständig waren, erklärten sich unter zwei Bedingungen zur Beteiligung bereit: Das Projekt sollte dem berühmten Ingenieur Thomas Telford übertragen werden, und für die Überquerung der Brücke sollte keine Maut erhoben werden. Learmonth erklärte sich bereit, die Brücke zu finanzieren, die jeder Reisende nutzen konnte: Nur so wurde sein eigenes Land für Käufer zugänglich.
Bis zum Jahr tausendachthunderteinunddreißig hatten die Bauleute vier steinerne Bögen vollendet. Die Straße verlief in einer Höhe von zweiunddreißig Metern über dem Fluss, und durchfahrende Kutschen mussten nicht mehr zum Mühlendorf hinabsteigen. Learmonths Kalkül einer raschen Bebauung ging jedoch nicht auf. Zwei Jahre später stand Edinburgh am Rand des Bankrotts, und der Hausbau kam fast zum Erliegen. Die ersten Grundstücke im geplanten Viertel wurden erst in den tausendachthundertfünfziger Jahren erschlossen. Learmonth starb im Jahr tausendachthundertachtundfünfzig, ohne den Großteil der Häuser gesehen zu haben, für die er die Brücke bezahlt hatte.
Der Name „Dean“ ist der Landschaft selbst gewidmet. In alten Dokumenten finden sich die Formen „Dene“ und „Denne“ – ein schmales Tal. Die Queensferry Road führt noch heute über die Telford-Brücke darüber, während der frühere Weg unten geblieben ist: Er steigt über Bell's Brae zur alten steinernen Überquerung am Wasser hinab.
Praktisch vor Ort
Die Brücke ist rund um die Uhr für Fußgänger und den Verkehr geöffnet; die Aussichtsplattform ist frei zugänglich.
Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bleiben Sie auf dem Gehweg und beachten Sie den Verkehr neben Ihnen. Die gesamte Konstruktion der Brücke erschließt sich nach dem Abstieg besser als über die hohe Brüstung hinweg.
