Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Meeresmauer
- Felsabbruch
- Stradun
- Südliche Viertel der Altstadt
Die Geschichte des Ortes
Unter der heutigen Meeresmauer fällt der Felsen steil zum Adriatischen Meer ab. Im frühen Mittelalter umfasste dieser südliche Vorsprung fast die ganze Stadt. An der Stelle des Stradun lag eine flache Meerenge, die den Felsen vom Festland trennte. Die Viertel nördlich der Hauptstraße entstanden später.
Eine byzantinische Chronik aus dem zehnten Jahrhundert bringt den Beginn Dubrovniks mit Flüchtlingen aus Epidaurum in Verbindung – einer römischen Hafenstadt an der Stelle des heutigen Cavtat. Dieser Erzählung zufolge verwüsteten Awaren und slawische Trupps Epidaurum zu Beginn des siebten Jahrhunderts, und die überlebenden Einwohner zogen auf den hiesigen Felsen. Etwa fünfzehn Kilometer von hier ließen sie Häuser, den Hafen, den Markt und die Wasserleitung zurück, die ihre Stadt versorgte. Sie brauchten einen Zufluchtsort, von dem aus sie den Seehandel fortsetzen konnten: Ohne ihn verloren viele Familien ihren Lebensunterhalt.
Diese Geschichte sollte als Überlieferung mit historischem Kern gelten, nicht als genaue Aufzeichnung der Stadtgründung. Nach dem Erdbeben von neunzehnhundertneunundsiebzig fanden Archäologen im alten Zentrum Spuren einer Siedlung aus griechischer und römischer Zeit und nahe der Kathedrale Süßwasserquellen. Die Flüchtlinge kamen nicht auf einen leeren, wasserlosen Felsen. Wahrscheinlich schlossen sie sich einer bereits bestehenden Gemeinschaft an und vergrößerten sie erheblich.
Der südliche Rand eignete sich ihnen schon durch die Form der Küste. Von der Meerseite her erschwerte der steile Hang die Landung von Menschen und das Heranführen von Belagerungsgeräten. Gefährlicher war der nördliche Hang hinter der Meerenge: Dort war der Anstieg flacher. Die Siedler errichteten auf dem höchsten Punkt eine Befestigung aus trocken aufgeschichteten Steinen und Holz. Man nannte sie Castellum, das heißt Festung. Anschließend umgaben sie das benachbarte St.-Peter-Viertel mit einer Mauer. Auf der Meerseite verlief diese frühe Umfriedung hoch über den Felsen, ungefähr entlang der Linie der heutigen Mauer.
Die Gemeinschaft hielt sich und wuchs. Bis zur Mitte des neunten Jahrhunderts waren bereits drei Viertel auf dem südlichen Felsen von Mauern umschlossen; die Einwohner bauten Schiffe und erweiterten den Hafen. Später schütteten sie die Meerenge zu und verbanden die Siedlung mit dem Festland. Anstelle des Wassers entstand die breite Placa, der heutige Stradun, und das frühe Ragusa – so nannte man Dubrovnik damals – breitete sich nach Norden aus.
Das hölzerne Castellum verschwand, und die ehemalige Meerenge ist unter dem Pflaster des Stradun verborgen. Die räumliche Verbindung blieb erhalten: Die Meeresmauer unter Ihren Füßen folgt dem Rand jenes Felsens, auf dem die Einwohner von Epidaurum Zuflucht fanden und eine befestigte Siedlung errichteten.
Praktisch vor Ort
Die offizielle Website von City Walls Dubrovnik zeigte am 2026-06-25 08:00-19:30; prüfen Sie vor dem Besuch die saisonalen Öffnungszeiten und Wetterwarnungen.
Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Gehen Sie für ein Foto nicht dicht an den Rand und halten Sie bei Wind lose Gegenstände gut fest. Teilen Sie auf dem langen offenen Abschnitt Ihr Wasser im Voraus ein.
