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Festung St. Johannes

Tvrđava Sveti Ivan

Das Haus des Hüters und die alten Spuren des Turms erklären, wie die Stadt den Hafen jeden Abend vollständig verschloss.

25 Min.
Die steinerne Festung St. Johannes am Meeresufer.
Silar · CC0 1.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Zwei vertikale Schlitze an der Westfassade
  • Hohe Fenster
  • Die Tür des alten Turms im Erdgeschoss

Die Geschichte des Ortes

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Die hohen Fenster des oberen Geschosses waren einst Geschützscharten und erhellen heute die Säle des Maritimen Museums Dubrovnik. Zwei schmale vertikale Schlitze an der Westwand markieren die Grenzen des alten Turms, der sich innerhalb der späteren Festung wiederfand. In den ehemaligen Kasernenräumen sind Schiffslogbücher, Schiffsmodelle, Navigationsinstrumente und Seeflaggen versammelt.

Im fünfzehnten Jahrhundert lebte auf diesem Wellenbrecher ein Mann, dem die Schlüssel zu den Toren, das Entladen der Schiffe und das Verschließen des gesamten Hafens anvertraut waren. Seine Stelle hieß Hüter der Hafenkette. Das Haus des Hüters stand beim Turm und erinnerte mit seinen dicken Mauern eher an eine kleine Befestigung. Im Jahr eintausendvierhundertachtundvierzig ordnete der Rat an, die Winde, mit der der Hüter die Sperre bediente, hierher zu verlegen.

Die Hafenkette sah anders aus, als ihr Name vermuten lässt. Auf dem Wasser lagen parallele dicke Baumstämme, die mit Eisen verbunden waren. An ihren Enden waren kleinere Ketten befestigt: Die eine wurde auf der gegenüberliegenden Seite der Einfahrt befestigt, die andere mit einer Winde vom Wellenbrecher aus gespannt. Ein Schiff konnte eine solche Linie nicht überqueren, ohne die Sperre zu brechen und Alarm auszulösen. Der Hüter lebte unmittelbar an seinem Arbeitsplatz, öffnete den Durchgang, verschloss ihn und überwachte, welche Ladung an den Stadttoren entladen wurde.

Dieser Dienst entstand nach dem Beschluss des Großen Rates vom vierundzwanzigsten März eintausenddreihundertsechsundvierzig. Im Dokument selbst wurde die Gefahr eines Feldzugs genuesischer Galeeren erwähnt. Den Handwerkern wurde befohlen, unverzüglich auf dem Wellenbrecher einen steinernen Turm zu errichten und bis zum Turm St. Lukas auf der anderen Seite des Hafens eine neue Sperre anzufertigen. Für die Arbeiten verwendete man Einnahmen aus dem Getreidezoll, Gelder des Getreidespeichers und Mittel aus dem Verkauf städtischen Landes. Als das nicht ausreichte, lieh man sich im Jahr eintausenddreihunderteinundsechzig Geld beim Erzbistum.

Später schlossen die Baumeister den Turm und das Haus des Hüters in einer einzigen Festung ein. Im Jahr eintausendsechshundertelf wurde die Ordnung für das Schließen des Hafens ganz eindeutig festgeschrieben: Nach dem Abendsignal der Festungsglocke durfte kein Schiff in den Hafen einlaufen oder auch nur seinen Liegeplatz wechseln.

Die Festung erhielt ihren Namen von einer nahe stehenden mittelalterlichen Kirche, die dem Apostel Johannes dem Evangelisten geweiht war. An ihrer Stelle wurde die Kirche Unserer Lieben Frau vom Karmel errichtet. Im Jahr eintausendsechshundertneununddreißig war es dem Kapitän der Festung verboten, die Befestigung auch an Feiertagen zu verlassen; die Messe hörte er von hier aus durch den schmalen Zwischenraum zwischen Festung und Kirche.

Die militärische Nutzung endete viel später. Im neunzehnten Jahrhundert richtete das österreichische Militär im Inneren eine Kaserne ein, teilte das hohe Stockwerk in zwei Hälften und brach Fenster an den Stellen der Geschützscharten durch. Diese Räume kamen dem Museum zugute. Den Grundstock seiner Sammlung bildeten Gegenstände, die Einwohner von Dubrovnik für eine Ausstellung über die Seefahrt der Stadt im Jahr eintausendneunhunderteinundvierzig übergaben. Der Krieg vereitelte die Absicht, die Ausstellung sofort in ein Museum umzuwandeln; zweihundertsechzehn Objekte wurden verpackt und in den städtischen Getreidespeicher Rupe gebracht. Im Jahr eintausendneunhundertneunundvierzig wurde das Museum dennoch gegründet und drei Jahre später hier untergebracht.

An der Westfassade zeichnen zwei vertikale Schlitze im Mauerwerk den alten Turm auf dem Wellenbrecher nach. Im Erdgeschoss des Maritimen Museums Dubrovnik ist die Tür erhalten, durch die man aus der Stadt in ihn eintrat. Hinter den hohen Fenstern, die anstelle der Geschützscharten durchgebrochen wurden, werden heute Schiffslogbücher, Schiffsmodelle, Navigationsinstrumente und Seeflaggen aufbewahrt.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktPorporela
Eintrittmit Ticket

Sommersaison: 09:00–18:00, Mittwoch — Ruhetag. Wintersaison: 09:00–16:00, Mittwoch — Ruhetag. Feiertage können den Zeitplan ändern.

Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Verbindung der Festung mit dem Hafen ist von außen verständlich. Das Maritimes Museum Dubrovnik und das Aquarium Dubrovnik nehmen unterschiedliche Teile des Gebäudes ein, daher sollten Besuch und Zugang getrennt überprüft werden.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Umgehen Sie die Festung und gehen Sie auf dem Wellenbrecher zum Leuchtturm.

Stopp 5 von 7Weiter: Porporela

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Östliches Dubrovnik: Tor, Hafen und Quarantäne“ — 7 Stopps, ~2 km, ~2 Std..

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