Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Laden „Pandit Gaya Prasad Shiv Charan“
- Tiefe gusseiserne Pfanne
- Paratha-Läden
- Sari-Geschäfte
Die Geschichte des Ortes
Die Paranthe Wali Gali lebt von der Arbeit kleiner Paratha-Läden: Die Füllung wird hier in den Teig gegeben und in einer tiefen gusseisernen Pfanne gebraten. Deshalb ähnelt das hiesige Fladenbrot eher einer gefüllten Kachori als einer hausgemachten Paratha, die auf einer flachen Oberfläche gebräunt wird. Neben den heißen Pfannen stehen Sari-Geschäfte; sie nehmen einen Teil der Räumlichkeiten ein, in denen früher ebenfalls Parathas zubereitet wurden.
Im Jahr achtzehnhundertzweiundsiebzig kam Gaya Prasad hierher – ein Bauer und Berufsringer aus dem Dorf Padhavali im Gebiet des heutigen Bundesstaates Madhya Pradesh. Die Landwirtschaft gab ihm nicht genug Arbeit, und er suchte in Delhi eine Tätigkeit, die seine Familie ernähren konnte. Gaya Prasad ließ sich in der Gasse Dariba Khurd nieder: Früher handelte man hier mit Silber und Saris.
Nach der Erzählung seiner Nachkommen nahm er die Grundlage für sein neues Geschäft aus den Speisen bei Hochzeiten im Dorf. Dort wurden Puri – in Butterschmalz frittierte Fladenbrote – mit Kartoffeln und Kürbis serviert. Gaya Prasad gab die Füllung in den Teig und begann, Parathas in einer tiefen gusseisernen Pfanne zu braten. Deshalb unterscheidet sich die hiesige Paratha von der hausgemachten, die gewöhnlich auf einer flachen Oberfläche gebräunt wird: In ihrer Zubereitung ähnelt sie eher einer großen gefüllten Kachori. Zunächst gab es vier Füllungen: Kartoffeln, Blumenkohl, Linsen und Kichererbsenmehl mit Bockshornklee.
In Delhi vermisste Gaya Prasad seine Angehörigen und rief seine Brüder zu sich. Sie kamen und eröffneten eigene Paratha-Läden in derselben Gasse. Diese Familienentscheidung änderte den Namen der Gasse: Als es mehr als zehn solcher Lokale gab, begannen die Käufer, sie „Paranthe Wali Gali“ zu nennen – die Gasse der Paratha-Verkäufer. Diese volkstümliche Bezeichnung verdrängte das frühere Dariba Khurd.
Die meisten Familienbetriebe wurden später verkauft oder in Sari-Geschäfte umgewandelt. Doch hier ist der Laden „Pandit Gaya Prasad Shiv Charan“ weiterhin in Betrieb; das Wort „Pandit“ ist eine respektvolle Bezeichnung für einen gelehrten Brahmanen. Die Nachkommen des Gründers braten weiterhin Parathas an dem Ort, an dem ihr Vorfahr das erste Lokal eröffnete, und benachbarte Sari-Geschäfte nehmen einen Teil jener Räumlichkeiten ein, denen die Gasse ihren heutigen Namen verdankt.
Praktisch vor Ort
Die Gasse ist schmal, bleiben Sie deshalb zum Fotografieren nicht mitten im Durchgang stehen. Wenn Sie etwas essen möchten, sehen Sie sich zuerst an, wie die Schlange organisiert ist und wo man sitzen kann; den konkreten Laden und die Füllung wählen Sie vor Ort.
