Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Die gerade Linie der Allee
- Rasenflächen auf beiden Seiten
- Wasserkanäle
- Das India Gate im Osten
Die Geschichte des Ortes
Zunächst trug die Allee den Namen Kingsway, Königsstraße. Britische Planer legten diese drei Kilometer lange Gerade für staatliche Prozessionen zwischen dem Haus des Vizekönigs und dem Bogen des India Gate an. Rasenflächen und Wasserkanäle säumen die Straße, und beim India Gate führt sie zu einem großen Feld, auf dem sich Truppen und Teilnehmer von Feierlichkeiten versammeln konnten. Später wurde aus Kingsway Rajpath, und heute trägt die Allee den Namen Kartavya Path, Weg der Pflicht.
Am Abend des fünfzehnten August neunzehnhundertsiebenundvierzig bereitete man sich am östlichen Ende dieser Straße darauf vor, die Flagge des unabhängigen Indien zu begrüßen. Auf den Rasenflächen des Princes Park beim India Gate stellte man nummerierte Stühle auf und sperrte das Aufmarschfeld mit Draht ab. Einheiten aller drei Teilstreitkräfte probten mehrere Tage lang Aufstellung und Marsch. Die Organisatoren erwarteten Ehrengäste und Zuschauer mit Einladungen.
Es kamen mehrere Hunderttausend Menschen.
Die Zeremonie wurde gerade hier angesetzt, weil die Allee so angelegt war. Britische Planer legten eine gerade Straße vom Haus des Vizekönigs zum Bogen des India Gate an und nannten sie Kingsway – Königsstraße, zu Ehren Georgs V. Auf ihr sollten staatliche Prozessionen ziehen. Nach der Unabhängigkeit übersetzte man den Namen als Rajpath – „Königsweg“. Eine drei Kilometer lange Gerade, breite Rasenflächen und ein großes Aufmarschfeld ermöglichten es, Truppen vor dem Regierungsviertel aufzustellen.
Doch am Abend des ersten Unabhängigkeitstags durchbrachen die Zuschauer die Polizeikordons. Die Menschen füllten die Zugänge, mischten sich unter die Ehrenwache und besetzten die Plätze, die für die Teilnehmer des Vorbeimarschs vorgesehen waren. Minister, Diplomaten und Militärbefehlshaber konnten ihre Stühle nicht erreichen und kehrten um. Die Polizisten versuchten zunächst, die Absperrungen zu halten, hörten dann aber auf, die Menge zurückzudrängen: Das ursprüngliche Programm ließ sich nicht mehr fortsetzen.
In einer zeremoniellen Kutsche traf Louis Mountbatten ein. Noch am Vortag war er der letzte britische Vizekönig gewesen, nun war er der erste Generalgouverneur des unabhängigen Indien und sollte den Gruß an die neue Flagge entgegennehmen. Jawaharlal Nehru, der erste Premierminister, kämpfte sich zur Kutsche durch: Er musste die öffentliche Zeremonie zu Ende bringen, ohne ein Gedränge zuzulassen.
Nehru, Mountbatten und der Kommandeur der Garnison von Delhi berieten sich mitten in der Menge. Sie sagten die Aufstellung und den Vorbeimarsch der Truppen ab. Nur die Flaggenhissung und ein Artilleriesalut blieben bestehen.
Die Gefahr war noch nicht vorüber. Menschen, die das Bewusstsein verloren hatten oder sich nahe den Rädern befanden, wurden in die Kutsche gehoben; unter ihnen waren Frauen mit Kindern und Flüchtlinge, die bei der Teilung Britisch-Indiens bereits ihre Häuser verloren hatten. Um das Gespann hinauszuführen, setzte sich Nehru oben auf das zusammengefaltete Lederverdeck. Die Kutsche fuhr langsam über das Feld, zog die Menschen mit sich und schuf Raum. Die Flagge wurde gehisst, der Salut abgefeuert, doch die sorgfältig einstudierte Parade fand nie statt.
Heute heißt der ehemalige Rajpath Kartavya Path – „Weg der Pflicht“. Seit neunzehnhundertfünfundfünfzig findet auf dieser geraden Straße jedes Jahr die Parade am Tag der Republik statt. Der Ort der ersten Zeremonie blieb an ihrem östlichen Ende, auf den Rasenflächen beim India Gate. Dort, wo Teilnehmer und Zuschauer heute im Voraus getrennt werden, besetzten die Zuschauer am fünfzehnten August neunzehnhundertsiebenundvierzig das Aufmarschfeld vor den Teilnehmern.
Praktisch vor Ort
Offener Stadtraum; Sperrungen sind wegen staatlicher Zeremonien, Proben, Sicherheitsvorkehrungen und der Pflege öffentlicher Bereiche möglich. Geprüft am 2026-06-30.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Dies ist der längste Halt, hören Sie die Erzählung deshalb unterwegs. Bleiben Sie auf den zugänglichen Fußgängerbereichen und kürzen Sie den Weg nicht durch Bereiche des zeremoniellen Verkehrs ab.
