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Vijay Chowk

Vijay Chowk

Der Platz verbindet die behutsame Umbenennung der imperialen Hauptstadt mit dem jährlichen militärischen Ritual der Republik.

10 Min.
Vijay Chowk mit Laternen und Blickachse zum Zentralsekretariat.
Kartikeya Kaul · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Rechteckiges zeremonielles Feld
  • Gebäude des Zentralsekretariats
  • Aufstieg zur Residenz des Präsidenten
  • Linie des Kartavya Path

Die Geschichte des Ortes

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Am Fuß des Raisina-Hügels bündelt ein ebener zeremonieller Platz die Linie des Kartavya Path, die beiden Gebäude des Zentralsekretariats und die Straße bergauf. Der britische Plan der neuen Hauptstadt bestimmte diesen offenen Abschnitt als feierlichen Zugang zum Regierungshügel: Zwischen North Block und South Block begann der Weg zum Haus des Vizekönigs. Hier fanden große offizielle Aufstellungen Platz, und über dem Platz steht heute die Residenz des Präsidenten Indiens.

Am vierundzwanzigsten Juli neunzehnhundertfünfundfünfzig schrieb Jawaharlal Nehru, der erste Premierminister des unabhängigen Indien, dem Innenminister eine Notiz über die Straßennamen Delhis. Der Hauptkommissar der Stadt schlug vor, alle Straßen, Alleen und Gassen, die aus der britischen Hauptstadt geblieben waren, auf einmal umzubenennen. Das beunruhigte Nehru. Der massenhafte Austausch von Adressen, warnte er, würde Verwirrung stiften, und die von Beamten erfundenen Namen wären den Einwohnern fremd.

Für Nehru war die Frage praktisch: Die imperialen Namen sollten verschwinden, doch die neue Republik musste diese Karte jeden Tag benutzen. Er schlug vor, schrittweise vorzugehen, mit einigen wichtigen Orten zu beginnen und die Reaktion der Menschen zu prüfen. In solchen Dingen, schrieb der Premierminister, könne ein gewöhnlicher Passant ein besserer Ratgeber sein als ein Professor für Geschichte.

An erster Stelle seiner Liste stand das breite Rechteck am Fuß des Raisina-Hügels. Die britischen Planer nannten es Great Place – den Großen Platz. Dies war der offizielle Name des zeremoniellen Bereichs, von dem der Aufstieg zwischen North Block und South Block des Zentralsekretariats zum Haus des Vizekönigs begann. Nehru schrieb zwei Worte daneben: „Vijay Chowk“, Platz des Sieges.

Drei Tage später bestätigte das Kabinett den vorgeschlagenen Namen. Gleichzeitig wurde Kingsway zum Rajpath und Queensway zum Janpath. Nehru verband den Vijay Chowk dabei weder mit einem Feldherrn noch mit einer einzelnen Schlacht. In der Notiz selbst erschien das Wort „Sieg“ unter den neuen Namen, durch die nach der Unabhängigkeit die wichtigsten Bezeichnungen der imperialen Hauptstadt ersetzt wurden. Die Dokumente erlauben es nicht, dem Platz einen konkreten militärischen Sieg zuzuschreiben.

Fast zur selben Zeit erhielt der Platz eine Aufgabe, die zu seinem neuen Namen passte. Anfang der neunzehnhundertfünfziger Jahre entwickelte Major Roberts von der indischen Armee eine Zeremonie für zusammengefasste Militärkapellen. Als Grundlage nahm er das alte Zapfenstreichsignal: Auf dem Schlachtfeld befahl das abendliche Horn den Soldaten, den Kampf einzustellen, die Waffen wegzuräumen, die Fahnen einzurollen und ins Lager zurückzukehren. Roberts verwandelte die Abfolge der Befehle in eine feierliche Aufstellung mit Musik und Marsch.

Heute wird hier am neunundzwanzigsten Januar die Feier zum Tag der Republik abgeschlossen. Der Präsident Indiens trifft als Oberbefehlshaber ein, vor ihm ziehen die Kapellen von Heer, Marine und Luftwaffe vorbei. Am Ende erklingt das Zapfenstreichsignal, die Flagge wird gesenkt, und der Leiter der Kapellen tritt zum Präsidenten und bittet um die Erlaubnis, die Musiker wegzuführen.

Für diese Zeremonie wählte man gerade den Vijay Chowk: Auf dem breiten ehemaligen Great Place finden die zusammengefassten Kapellen Platz, zu beiden Seiten stehen die Gebäude des Zentralsekretariats, und direkt über dem Platz liegt die Residenz des Präsidenten. Nach der Erlaubnis verlassen die Musiker den Platz, und der Präsidentenkonvoi fährt den Hang hinauf zurück – dorthin, wo vor der Geburt der Republik der britische Vizekönig wohnte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktKartavya Path
Eintrittvon außen

Gewöhnlich ein offener Stadtplatz; der Zugang ändert sich regelmäßig wegen des Tags der Republik, der Zapfenstreichzeremonie, von Proben und Sicherheitsmaßnahmen. Geprüft am 2026-06-30.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betreten Sie für eine zentrale Aufnahme nicht die Fahrbahn. Den Raum erschließt man am besten aus der erlaubten Fußgängerzone, indem man den Platz mit den umliegenden Fassaden vergleicht.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie den Raisina-Hügel hinter sich und gehen Sie auf die gerade Allee.

Stopp 3 von 7Weiter: Kartavya Path

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kartavya Path: von Rashtrapati Bhavan zu den Kriegsdenkmälern“ — 7 Stopps, etwa 3,3 km, 1 Std. 30 Min..

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