Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Ostwand mit der Inschrift
- Nische für die Tora-Rollen
- Drei Öffnungen der Frauengalerie
Die Geschichte des Ortes
Drei Öffnungen oben bewahren die Spur einer separaten Frauengalerie, von der aus während des Gottesdienstes dem Gebet gefolgt wurde. An der Ostwand ist der Name von Isaac Moheb ben Ephraim Wadawa geblieben, der das kleine Heiligtum im Jahr eintausenddreihundertfünfzehn vollendete; daneben befand sich die Nische für die Tora-Rollen. Später befanden sich in diesem Saal sowohl ein Krankenhaus für Menschen, die von tollwütigen Tieren gebissen worden waren, als auch die Kapelle der Bruderschaft der Schuhmacher.
Im Frühjahr eintausendvierhundertneunundsiebzig reichte die jüdische Gemeinde von Córdoba wegen dieser Synagoge ein Gesuch beim König ein. Francisco de Valdés, der Corregidor – ein von der Krone ernannter städtischer Verwalter und Richter –, befahl den Juden, ihre Häuser, die Judería, also das jüdische Viertel, und das Gotteshaus zu verlassen. Sie sollten in den Alcázar Viejo, ein Viertel beim Alten Alcázar, umziehen.
Königliche Beamte hatten die Judería bereits besichtigt und entschieden, dass es zur Abtrennung ihrer Bewohner genüge, Tore in zwei alten Bögen anzubringen. Valdés ordnete dennoch unter Strafandrohung die Vertreibung der Gemeinde an. In ihrem Gesuch erklärten die Juden, was sie riskierten: Beim Umzug würden sie ihr gesamtes Eigentum verlieren, hätten keine Mittel mehr, ihre Familien zu unterhalten, neue Häuser zu kaufen und eine andere Synagoge zu bauen. Wohnen, Erwerb und Gebet lagen in einem Viertel; das eine ließ sich nicht ohne das andere verlegen.
Ferdinand II. von Aragón, Mitkönig von Kastilien, hob den Befehl des Corregidors auf. Er ordnete an, Tore an den alten Bögen anzubringen und die Juden an ihrem bisherigen Ort zu belassen. Christen war es verboten, sich innerhalb des abgegrenzten Viertels niederzulassen; Juden, die außerhalb lebten, sollten hinter die Tore umgesiedelt werden. Valdés führte die Anordnung aus. Die Gemeinde behielt ihre Häuser und die Synagoge, befand sich nun aber innerhalb eines abschließbaren Bereichs.
Die königliche Urkunde nennt keine heutige Adresse. Historiker bringen die darin erwähnte Synagoge mit diesem Gebäude in der alten Judería in Verbindung. An der Ostwand ist eine viel ältere Inschrift erhalten: Sie nennt Isaac Moheb ben Ephraim Wadawa als den Mann, der hier im Jahr eintausenddreihundertfünfzehn das kleine Heiligtum vollendete. Daneben befand sich die Nische für die Tora-Rollen. Durch drei Öffnungen oben verfolgten Frauen den Gottesdienst von einer separaten Galerie aus.
Die Erlaubnis zu bleiben wurde nicht dauerhaft. Im Jahr eintausendvierhundertzweiundneunzig befahlen derselbe Ferdinand und Königin Isabella den Bekennern des Judentums, sich taufen zu lassen oder ihre Königreiche zu verlassen. Diejenigen, die sich weigerten, gingen fort, und die Gemeinde versammelte sich nicht mehr in diesem Raum. Neue Verwalter richteten hier ein Krankenhaus für Menschen ein, die von tollwütigen Tieren gebissen worden waren; später machte die Bruderschaft der Schuhmacher aus dem Saal eine Kapelle für ihre Schutzheiligen, Crispín und Crispiniano.
Heute betritt man ihn als historisches Denkmal. Es gibt keine ständige Gemeinde, und auch in der östlichen Nische liegen keine Tora-Rollen. An der Wand ist der Name von Isaac Moheb ben Ephraim Wadawa geblieben, und der Gebetssaal, den die Juden von Córdoba nicht durch einen anderen ersetzen konnten, ist an derselben Adresse erhalten.
Praktisch vor Ort
Üblicherweise Dienstag–Sonntag 09:00–15:00, Montag geschlossen; 13.–24. Juli 2026 wegen Restaurierung und Konservierung geschlossen.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Im Inneren ist es eng: Gehen Sie ohne Eile hinein, sprechen Sie leise und berühren Sie die empfindliche Ausstattung nicht. Prüfen Sie die Zugänglichkeit des Innenraums gesondert.
