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Alcázar de los Reyes Cristianos

Alcázar de los Reyes Cristianos

Die Festung zeigt, warum ein Gefangener gerade zur Fortsetzung des Kampfes seine Freiheit zurückerhalten konnte.

35 Min.
Rechteckiges Becken, geschnittenes Grün und eine Zinnenmauer in den Gärten des Alcázar de los Reyes Cristianos.
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Worauf achten

  • Festungsmauern
  • Ecktürme
  • Innenhof
  • Königliche Gärten

Die Geschichte des Ortes

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An der Grenze zu Granada steht eine Festung, die für eine königliche Residenz errichtet wurde; ihre Mauern mit Ecktürmen bilden ein steinernes Viereck. Darin liegen ein Hof und königliche Gärten. Alfonso XI. ließ hier auf einem Teil eines umayyadischen Palastkomplexes bauen, und später richteten Ferdinand und Isabella in der Festung das Hauptquartier eines langen Krieges gegen das Emirat Granada ein. Zur Zeit der Inquisition und des Gefängnisses baute man die Palasträume vielfach um, doch der gesamte steinerne Umriss blieb erhalten.

Ende August tausendvierhundertdreiundachtzig brachte man Muhammad den Zwölften, den jungen Emir von Granada, den die Christen Boabdil nannten, in diesen Alcázar. Er betrat ihn als Gefangener, wollte ihn aber als Herrscher verlassen und den Thron zurückgewinnen, den ihm sein eigener Vater genommen hatte.

Boabdil hatte nach einem Aufstand gegen seinen Vater, den Emir Muley Hacén, den Thron an sich gerissen. Damit seine Anhänger ihn weiterhin für einen würdigen Herrscher hielten, brauchte er einen militärischen Sieg. Der Feldzug gegen die kastilische Stadt Lucena endete mit einer Niederlage und Gefangenschaft. Während Boabdil in der Festung von Porcuna festgehalten wurde, kehrte Muley Hacén nach Granada zurück und bestieg erneut den Thron.

Hier entschied Ferdinand II. von Aragón, der König, der den Krieg gegen das Emirat Granada führte, über das Schicksal des Gefangenen. Seine Frau Isabella I. von Kastilien befand sich damals im Norden des Landes; Ferdinand schickte ihr die Bedingungen der Vereinbarung und erhielt ihre Zustimmung. Beide strebten die Unterwerfung des letzten muslimischen Staates auf der Iberischen Halbinsel an.

Boabdil hätte im Kerker bleiben können. Dann hätten sich die Granadiner um seinen Vater zusammengeschlossen. Ferdinand entschied sich für die Freilassung: Ein zweiter Anwärter auf einen Thron sollte nach Granada zurückkehren.

Hier einigte man sich auf den Preis. Boabdil erkannte sich als Vasall der Krone von Kastilien an, versprach, jährlich zwölftausend goldene Doblas zu zahlen, vierhundert christliche Gefangene freizulassen und einen zweijährigen Waffenstillstand einzuhalten. Als Garantie diente sein minderjähriger Sohn Ahmad. Der Junge wurde zusammen mit den Söhnen granadinischer Würdenträger dem christlichen Hof als Geisel übergeben.

Boabdil kehrte mit fremder militärischer Unterstützung und Verpflichtungen gegenüber Ferdinand und Isabella nach Granada zurück. Muslimische Richter verurteilten seine Vereinbarung mit dem Gegner, und der Kampf zwischen den Anhängern des Sohnes, des Vaters und des Onkels ging weiter. Kastilische Truppen nahmen derweil die Städte einzeln ein. Im Jahr tausendvierhundertzweiundneunzig ergab Boabdil Granada. Eine der Kapitulationsbedingungen war die Rückgabe Ahmads, der seit der Vereinbarung von Córdoba als Geisel festgehalten worden war.

Diesen Ort wählte man, weil der Alcázar de los Reyes Cristianos eine befestigte königliche Residenz nahe der granadinischen Grenze war. Alfonso XI. ließ ihn im Jahr tausenddreihundertachtundzwanzig auf einem Teil eines ehemaligen umayyadischen Palastkomplexes errichten. Ferdinand und Isabella machten die Residenz von Córdoba anschließend zum Hauptquartier eines langjährigen Krieges; vor allem sie bezeichnet der heutige Name „christliche Könige“.

Den genauen Verhandlungsraum kann man heute nicht mehr benennen: Die Inquisition und später das Gefängnis gestalteten die Palasträume stark um. Erhalten blieb das steinerne Viereck der Festung, innerhalb dessen Boabdil den Weg zurück zu seinem Thron erhielt und seinen Sohn an seiner Stelle zurückließ.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort35 Min.
Nächster PunktAlbolafia und das Ufer des Guadalquivir
Eintrittmit Eintrittskarte; derzeit nur die Gärten

Vom 16. Juni bis 15. September Dienstag–Sonntag 08:15–13:00. Derzeit sind nur die Gärten geöffnet; der übrige Komplex wird restauriert.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Lassen Sie nicht zu, dass die Gärten den Aufbau der Festung verdecken. Wenn der Innenbereich nicht zugänglich ist, bewahren die Türme und der äußere Umriss den Sinn dieser Station.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zum Ufer hinab und folgen Sie der Mauer des Alcázar de los Reyes Cristianos bis zur Albolafia.

Stopp 7 von 8Weiter: Albolafia und das Ufer des Guadalquivir

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Córdoba der Kalifen und Könige: von der Brücke zum Alcázar“ — 8 Stopps, 2,2 km, 3 Std. 30 Min..

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