Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Orangefarbener geschwungener Weg
- Stützen im Wasser
- Fußgängerpromenade unter der Hochstraße
- Anschluss an Bryggebroen
Die Geschichte des Ortes
Der orangefarbene Weg auf Stützen am Wasser dient als eigenständige Fahrradhochstraße: Er erstreckt sich über zweihundertdreißig Meter und führt zu Bryggebroen. Unten blieb die Uferpromenade für Fußgänger, sodass die beiden Ströme nicht mehr einen engen Durchgang teilen. Die Kurve entstand hier nicht zur Dekoration: Ein Computermodell half, die Kurven festzulegen und die Zahl der teuren Stützen im Hafen zu verringern. Der dänische Name des Bauwerks verbindet die Wörter für Fahrradschlauch und Schlange und beschreibt seine Silhouette genau.
Nach der Eröffnung von Bryggebroen stieß die Fahrradroute durch den Hafen am Einkaufszentrum Fisketorvet auf eine Treppe. Etwa zwölftausend Menschen fuhren hier täglich zur Arbeit und zum Studium. Um zwischen Bryggebroen und Dybbølsbro weiterzukommen, mussten sie entweder einen Umweg um das Einkaufszentrum machen oder absteigen und ihr Fahrrad über die Stufen tragen. Unten gelangten sie auf eine schmale Uferpromenade mit scharfen Kurven, auf der Fußgänger denselben Durchgang nutzten.
Im Jahr zweitausendzehn beauftragte die Kommune Dissing+Weitling damit, die Treppe durch eine kleine Rampe zu ersetzen. Sie sollte die Radfahrer aus einer Höhe von etwa sechs Metern über der Uferpromenade zum Wasser hinabführen. Ein zu steiler Abstieg hätte sie vor der Fußgängerzone beschleunigt, deshalb musste das Gefälle gestreckt werden.
Der Leiter der Brückenabteilung, Poul Ove Jensen, schlug vor, die Aufgabenstellung selbst zu ändern. Er hatte an der Planung von Bryggebroen mitgewirkt und wollte den neuen Weg ohne einen Zwischenabstieg zur Uferpromenade direkt bis zu dessen Beginn führen. Auf Jensens Meinung hörte man: Zuvor hatte er im Büro das Projekt der Storebælt-Brücke verantwortet. Sein Vorschlag verwandelte die bescheidene Rampe jedoch in eine eigenständige Hochstraße, für die zusätzliches Geld benötigt wurde.
Eine Gruppe von Architekten erhielt den Auftrag, Varianten auszuarbeiten. Die Jüngste in ihr war Anna Schepper. Später erinnerte sie sich, dass sie es sich als Berufsanfängerin erlaubte, ein Risiko einzugehen: Statt einer kurzen, geraden Rampe zeichnete das Team einen langen Weg bis zu Bryggebroen. Sie nannten ihn Variante „D“. Der Abstieg wurde eineinhalbmal länger und deutlich flacher.
Zunächst hielten die Architekten diese Hochstraße gerade. So ließ sich das Budget leichter einhalten: Jede Stütze im Hafen war teuer. Doch Schepper und ihre Kollegen berechneten noch eine weitere Variante – die geschwungene „D zwei“. Das Computermodell erlaubte es, die Kurvenradien zu verändern und die Zahl der Stützen im Wasser zu verringern. Diese Variante erforderte wesentlich mehr Planungsarbeit, und das Team nahm sie neben dem vorsichtigeren Vorschlag in die Präsentation auf. Die kommunalen Auftraggeber wählten genau sie aus.
Am achtundzwanzigsten Juni zweitausendvierzehn wurde die erste dänische Querung eröffnet, die ausschließlich für Radfahrer bestimmt war. Die Fußgänger blieben unten und erhielten die gesamte Uferpromenade, und die Radfahrer mussten ihre Fahrräder nicht mehr über die Treppe tragen. An einem gewöhnlichen Werktag wurden auf dem neuen Weg etwa elfeinhalbtausend Fahrten gemacht; bei einer Zählung im folgenden Jahr wurden an einem Tag bereits zwanzigtausendsiebenhundert gezählt.
Der orangefarbene Bogen über dem Wasser ist genau die riskante Variante „D zwei“, die eine junge Architektin der Präsentation hinzufügte. Auch der dänische Name „Cykelslangen“ bewahrt diese Geschichte in der heutigen Form der Brücke: Mit „cykelslange“ bezeichnet man einen Fahrradschlauch, und „slange“ bedeutet Schlange. Hier hat sich der Schlauch in einen zweihundertdreißig Meter langen Weg entfaltet und die Treppe mit dem Beginn von Bryggebroen verbunden.
Praktisch vor Ort
Offene Fahrradverbindung; für Fußgänger ist der Blick von der unteren Uferpromenade angenehmer.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betreten Sie für ein Foto nicht die Fahrradspur; die Form der Konstruktion lässt sich sicherer von unten oder von der Seite betrachten.
