Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Weiße Wohngebäude
- Schmale Kanäle
- Fassade des Einkaufszentrums „Fisketorvet“
- Uferpromenade von Havneholmen
Die Geschichte des Ortes
Der Fischgroßhandel erforderte, den Fang lebend zu halten, bis er in Läden und Restaurants abgeholt wurde; deshalb lagen am Ufer schwimmende Fischkästen mit Aalen und Schollen. An Land waren eine geräumige Fischhalle und eine Eisfabrik in Betrieb; die Halle umfasste dreitausendeinhundert Quadratmeter. Die schmalen Kanäle von Havneholmen verlaufen zwischen den weißen Wohngebäuden, am Wasser entlang zieht sich eine Uferpromenade.
Im Jahr eintausendneunhundertachtundfünfzig kamen hier dreihundert bis vierhundert Fischhändler in einer Kolonne an, in weißen Arbeitskitteln. Sie gingen aus dem Zentrum Kopenhagens vom Gammel Strand, dem alten Kai, an dem der Fang seit Jahrhunderten verkauft wurde. Gleichzeitig bewegte sich auf dem Wasser eine andere Kolonne: Schwimmende hölzerne Fischkästen wurden zu langen Reihen verbunden und nach Gasværkshavnen geschleppt – den ehemaligen Hafen des Gaswerks, an dessen Stelle sich heute Havneholmen befindet.
In solchen Kästen mit Öffnungen hielt man lebende Aale und Schollen. Vom Fischkasten hing der Verdienst der Großhändler ab: Die Fische mussten bis zum Verkauf an Laden- und Restaurantbesitzer erhalten bleiben. Am Gammel Strand hatten Boote, Kästen und Verkaufsplätze längst nicht mehr genug Raum. Über die Verlegung wurde hundertundzweiundfünfzig Jahre lang diskutiert, bis der Händlerverband hier eine Halle mit dreitausendeinhundert Quadratmetern Fläche und daneben eine Eisfabrik eröffnete.
Nicht alle stimmten dem Wegzug zu. Fischverkäuferinnen, die den Fang direkt am alten Kai stückweise verkauften, setzten sich für das Recht ein, dort zu bleiben. Sie erhielten einen Aufschub von fünf Jahren, und ein Verkaufsplatz bestand dort bis zweitausendacht. Die Großhändler wählten den neuen Hafen: Nach dem Umzug betraten sie die hiesige Halle, wo Reden, Wein und ein Kranz aus Marzipangebäck auf sie warteten. Der Fischmarkt war hier anschließend einundvierzig Jahre lang in Betrieb.
Im Jahr eintausendneunhundertneunundneunzig verlegten die Händler ihre Betriebe erneut – diesmal nach Nordhavn, wo die Räume besser für den modernen Großhandel geeignet waren. Die Hallen auf diesem Gelände wurden abgerissen. Ein Jahr später eröffnete das benachbarte Einkaufszentrum und nahm den alten Namen „Fisketorvet“ an – „Fischmarkt“. Die weißen Wohngebäude entstanden später, zwischen zweitausendsechs und zweitausendneun.
Den Namen „Havneholmen“, also „Hafeninselchen“, gab die Stadtverwaltung dem Viertel im Jahr zweitausenddrei anstelle der früheren Bezeichnung der Lagerstraße Kalvebod Pladsvej. Die schmalen Kanäle zwischen den Häusern wurden erst mit der neuen Bebauung ausgehoben. Vom Fischmarkt blieben vor Ort weder die Halle noch die Eisfabrik noch die schwimmenden Fischkästen; sein Name ist an der Fassade des Einkaufszentrums auf der anderen Seite des Kanals erhalten geblieben.
Praktisch vor Ort
Öffentliche Wege am Wasser sind als Teil des Viertels zugänglich; respektieren Sie private Terrassen und Höfe als Wohnraum.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Besichtigen Sie das Viertel von der öffentlich zugänglichen Uferpromenade aus und respektieren Sie die Privatsphäre der Häuser und Höfe.
