Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Stahlspanne
- Anstieg zum westlichen Ufer
- Platz von Havneholmen
- Orangefarbene Hochstraße nebenan
Die Geschichte des Ortes
Den Namen „Bryggebroen“ wählte man noch vor der Eröffnung der Brücke. Im Herbst zweitausendfünf bat die Zeitung „Politiken“ ihre Leser, einen Namen für die neue Verbindung zu erfinden, und erhielt mehr als zweihundert Vorschläge. Die Redaktion erklärte die wörtlichste Variante zum Sieger, und eine städtische Kommission bestätigte sie: „brygge“ bedeutet auf Dänisch Uferpromenade, „broen“ Brücke. Bryggebroen verband Islands Brygge und Kalvebod Brygge, daher lässt sich sein Name auf Russisch als Brücke der Uferpromenaden wiedergeben.
Auf diese Verbindung hatte man mehrere Jahre hingearbeitet, weil die Stadt sie nicht allein bezahlen wollte. Im Sommer zweitausendvier einigten sich städtische Mitarbeiter mit mehreren großen Grundeigentümern auf beiden Seiten des Hafens. Diese bebauten ehemalige Industrieflächen mit Wohnungen und Geschäftsgebäuden: Ein bequemer Weg zum Bahnhof Dybbølsbro, zum Einkaufszentrum und nach Amager machte ihr Land besser erreichbar. Die Eigentümer verpflichteten sich, innerhalb von zehn Jahren siebzehn Millionen fünfhunderttausend Kronen beizusteuern, den restlichen Betrag übernahm die Stadt. So begann man in Kopenhagen mit dem Bau der ersten neuen Brücke über den Hafen seit einem halben Jahrhundert.
Während die Brücke montiert wurde, präzisierten die Eigentümer von Havneholmen ihre Baupläne. Tiefgaragen und Bauflächen nahmen die gesamte Spitze der Halbinsel ein, an der die Verbindung ankommen sollte; einen Teil der Baustelle musste man sogar ins Wasser verlegen. Im Frühjahr zweitausendsechs stellten städtische Ingenieure fest, dass die fast fertige Brücke an eine eingezäunte Baustelle stieß. Die geplante Zufahrt über Havneholmen verschwand zusammen mit dem freien Land aus den Plänen.
Dem Stadtrat blieben zwei Möglichkeiten. Er konnte etwa zwei Millionen Kronen zusätzlich ausgeben, die Konstruktion fertigstellen und sie bis zweitausendneun geschlossen halten. Oder er konnte sieben Millionen neunhunderttausend hinzufügen und die Menschen auf einem provisorischen Weg zwischen den Baustellen hindurchführen. Der Rat entschied sich für die zweite Möglichkeit.
Vom westlichen Ende der Brücke aus errichtete man einen Holzsteg am Wasser entlang, legte dann einen gemeinsamen Weg von vierundeinhalb Metern Breite an und stellte Absperrungen auf, um Fußgänger und Radfahrer von den Baumaschinen zu trennen. Im September zweitausendsechs eröffnete man die Verbindung. Bis zum Ende des folgenden Jahres gelangten die Menschen von der neuen Stahlbrücke auf die provisorischen Bohlen; danach führte man sie über einen gebauten Übergang über den Kanal, und die endgültige Route entstand erst zusammen mit dem Quartier.
Den Holzsteg und den Korridor zwischen den Zäunen gibt es längst nicht mehr. Erhalten blieb der Höhenunterschied selbst, wegen dessen diese ganze Konstruktion nötig war: Das westliche Ende von Bryggebroen erreicht Havneholmen etwa anderthalb bis zwei Meter höher als die frühere Kante der Uferpromenade. Die Ingenieure legten es von Anfang an auf der Höhe des künftigen Platzes an – jenes Platzes, der bei der Eröffnung noch nicht existierte.
Praktisch vor Ort
Offene Fuß- und Radverbindung; bleiben Sie in Zeiten dichten Verkehrs auf Ihrer Spur.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bleiben Sie auf Ihrer Spur und halten Sie sich nicht mitten im Durchgang auf, besonders in Zeiten starken Verkehrs.
