Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Kupfertürme
- Beweglicher Brückenteil aus Stahl
- Hafen auf beiden Seiten der Brücke
Die Geschichte des Ortes
Die Kupfertürme an den Rändern des stählernen Brückenteils verraten eine Brücke, die der Schifffahrt Platz machen muss. Im Inneren arbeiteten früher Mechaniker und die Brückenmannschaft, und der Leiter der Brückenöffnung entschied, wann die Straße über den Hafen dem Wasser weichen sollte. Die heutige Konstruktion wurde im Jahr eintausendneunhundertsiebenunddreißig eröffnet und ersetzte die früheren Holzverbindungen.
Hans Knip setzte Menschen schon mit Booten über den Hafen, bevor es hier eine Brücke gab. Die Überfahrt war seine Arbeit: Am anderen Ufer lag Amager, und Christianshavn existierte noch nicht.
Im Jahr eintausendsechshundertachtzehn begann der dänische König Christian IV., nach Amsterdamer Vorbild eine neue befestigte Stadt zu errichten, und befahl, sie durch eine Holzbrücke mit Kopenhagen zu verbinden. Für Knips Boote entstand ein landgebundener Konkurrent. Doch die Brücke durfte nicht zu einem durchgehenden Damm werden: Durch diesen Teil des Hafens fuhren Schiffe mit Masten. Die Erbauer ließen bewegliche Brückenteile, und jeder Kapitän brauchte nun einen Menschen, der sein Schiff durchließ.
Im Jahr eintausendsechshundertdreiunddreißig kaufte Knip das ehemalige Zollhaus am Christianshavner Ende der Brücke. Acht Jahre später beauftragte man ihn, die Überfahrt zu beaufsichtigen. Als Aufseher hob und senkte er den Brückenteil und überwachte den Verkehr, als Hafenbeamter erhob er eine Gebühr von den durchfahrenden Schiffen. Der Mann, dessen Boote die Brücke ersetzt hatte, zog in ein Haus bei dieser Brücke ein und entschied fortan, wann die Straße dem Wasser weichen würde.
Knip starb im Jahr eintausendsechshundertsiebenundvierzig. Das Haus nannte man auch nach seinem Tod weiter Knippenshus – Knips Haus. Die Brücke selbst wurde in Dokumenten lange als Christianshavner Brücke geführt, doch die Stadtbewohner sagten Knippensbro, also Knips Brücke. Im neunzehnten Jahrhundert veränderte sich die Aussprache zum heutigen Knippelsbro. Der Name wird manchmal fälschlich mit dem dänischen Wort „Knüppel“ verbunden; hinter dem Brückennamen stehen weder ein Knüppel noch ein militärischer Beiname – es ist der Familienname des Bootsführers und Aufsehers.
Die heutige Stahlbrücke wurde im Jahr eintausendneunhundertsiebenunddreißig eröffnet. Ihre Kupfertürme errichtete man für die Nachfolger von Knips Handwerk: Im Inneren befanden sich Räume für die Brückenmannschaft, die Mechaniker und ein Steuerraum, von dem aus der Leiter die Öffnung der Brücke leitete. Jetzt werden die Brückenteile fernbedient angehoben, und in den Türmen gibt es keine ständigen Wachen mehr.
Knips Haus ist nicht erhalten, die Holzbrücke wurde abgebaut, und die frühere Überfahrt führte auf einer anderen Linie nach Christianshavn. Geblieben ist der Name eines Mannes, der hier zunächst Menschen über das Wasser setzte und dann für Schiffe den Weg durch die Brücke öffnete.
Praktisch vor Ort
Die Brücke ist rund um die Uhr geöffnet; sie wird nach Fahrplan für Schiffe geöffnet.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie den Mechanismus vom Gehweg aus und achten Sie auf Radfahrer. Nähern Sie sich bei den Signalen zur Brückenöffnung nicht den Absperrungen.
