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Die Werkstätten von Wua Lai

ถนนวัวลาย / บ้านวัวลาย

Diese Station zeigt, wie sich eine Familientechnik an das Verschwinden der gewohnten Aufträge anpasste.

15 Min.
Eine getriebene Metallplatte mit Reliefornament in einem Silberviertel.
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Worauf achten

  • Silberschalen
  • Getriebene Aluminiumplatten
  • Ziselierpunzen

Die Geschichte des Ortes

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Wua Lai wuchs als Viertel häuslicher Silberwerkstätten: In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts lebte hier fast jede Familie vom Handwerk. An einer einzigen Schale konnten mehrere Menschen arbeiten – einer schmiedete die Form, ein anderer brachte das Ornament auf, ein dritter gab ihm Relief; besonders geschätzt waren breite Salungs für Zeremonien, die man als Zeichen des Familienwohlstands bewahrte. Neben Schalen und Schmuck liegen glänzende getriebene Platten, und die Ziselierpunzen verraten die Arbeit, bei der ein Muster durch Schläge auf Metall entsteht.

Im Jahr zweitausendfünfzehn trieb der Meister Manop Chaikaew hier die Figur eines Elefanten in ein Aluminiumblech von einem Meter mal eineinhalb Metern Größe. Das Blech lag auf ausgehärtetem Harz: Von der Rückseite her hob der Meister das Metall mit Schlägen an, auf der Vorderseite arbeitete er mit Ziselierpunzen die Konturen und kleinen Details aus. Für ein solches Relief brauchte er etwa zwei Wochen. Manop hatte keine Vorzeichnung. Er sagte, das ganze Muster sei bereits in seinem Kopf.

Manop war damals vierundsiebzig Jahre alt und beschäftigte sich seit sechzig Jahren mit der Ziselierarbeit. Seine Eltern, Großväter und Großmütter stellten im selben Viertel silberne Gebrauchsgegenstände her. Seine Eltern schickten ihren Sohn zur Schule, doch mit vierzehn zog er es vor, nahe der Familienwerkstatt zu bleiben: Er beobachtete, wie die Erwachsenen die Punze hielten und wohin sie schlugen, und begann dann mitzuhelfen. Einen eigenen Kurs oder einen Satz fertiger Vorlagen gab es nicht – das Muster wurde zusammen mit der Abfolge der Bewegungen auswendig gelernt.

So arbeitete der größte Teil von Wua Lai. In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts befand sich in fast jedem Haus eine Werkstatt. Es war eine Familienproduktion, in der verschiedene Arbeitsschritte von verschiedenen Menschen ausgeführt werden konnten: Einer schmiedete die Form eines Gefäßes, ein anderer legte das Ornament an, ein dritter gab dem Relief Volumen. Als bekanntestes Erzeugnis galt der Salung, eine breite Silberschale. Solche Schalen, Platten und Tabletts wurden bei Zeremonien verwendet und als Zeugnis des Wohlstands der Familie aufbewahrt.

Als Manop älter wurde, verteuerte sich Silber, und Aufträge für schwere Gebrauchsgegenstände wurden selten. Der Meister sagte, arbeiten könne er nur, wenn ein konkreter Auftrag komme, und unter den Ziseleuren blieben vor allem Menschen seiner Generation. Er selbst übertrug die vertrauten Ornamente auf Aluminium und andere Metalle. Statt einer Schale, die eine Familie benutzte, konnte der Auftraggeber eine große Wandplatte erhalten; die Hand des Meisters und die Reihenfolge der Schläge blieben dieselben.

Deshalb liegen in den Werkstätten von Wua Lai neben Silberschalen und Schmuck getriebene Platten aus preiswerterem Metall. Silber gab dem Viertel sein Handwerk und seinen Namen, doch nicht jedes glänzende Erzeugnis vor einer Werkstatt ist aus Silber gefertigt. Manops Elefant bestand aus Aluminium – und erforderte dennoch zwei Wochen seiner Arbeit.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktDer Samstagsmarkt von Wua Lai
Eintrittvon außen

Die Straße ist jederzeit zugänglich; die Werkstätten und Läden sind privat und öffnen meist tagsüber sowie vor dem Samstagsmarkt.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Ein Arbeitsplatz ist nicht immer eine öffentliche Vorführung; betreten Sie ihn nicht ohne Einladung und fragen Sie den Meister, bevor Sie fotografieren.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie an den Läden entlang weiter zu dem Straßenabschnitt, der samstags den Verkäufern überlassen wird.

Stopp 2 von 6Weiter: Der Samstagsmarkt von Wua Lai

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wua Lai: Chiang Mais Silberviertel“ — 6 Stopps, etwa 900 m, 2 Std..

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