Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Drei Bronzefiguren
- Steinerner Sockel
- Fassade des alten Rathauses
- Blumenkränze
Die Geschichte des Ortes
Die drei Bronzefiguren auf einem steinernen Sockel wurden hier im Jahr neunzehnhundertdreiundachtzig aufgestellt. Für sie wählte man das alte Verwaltungs- und Zeremonialzentrum von Chiang Mai: Früher standen in diesem Teil der Stadt Fürstenpaläste, und nach deren Abtragung richtete man einen offenen Platz für Rituale und große Versammlungen ein. Dahinter arbeitete die Provinzverwaltung; heute befindet sich im früheren Gebäude das Chiang Mai City Arts & Cultural Centre. Zu den Statuen bringt man weiterhin Kränze, Ringelblumen und gekochte Eier, und ein städtischer Ritus verbindet von hier aus die Zeremonien an den Toren und den Ecken der alten Stadtmauern.
Die Bronzegruppe zeigt eine Beratung, doch dieses sachliche Gespräch wurde erst nach einem Skandal möglich, der die drei beinahe zu Feinden gemacht hätte.
In der Mitte steht Mangrai – ein Herrscher, der einen Ort für die neue Hauptstadt von Lan Na suchte. Rechts von ihm steht Ramkhamhaeng, der König von Sukhothai. Links steht Ngam Mueang, der Herrscher von Phayao. Der Chiang-Mai-Chronik zufolge hatte Ramkhamhaeng eine Beziehung mit der Ehefrau Ngam Mueangs. Der beleidigte Ehemann nahm seinen Rivalen gefangen und übergab die Untersuchung Mangrai. Ngam Mueang verlangte eine Strafe, Ramkhamhaeng riskierte seine Freiheit, und Mangrai musste zwei Nachbarn versöhnen, deren Streit auch seine Herrschaftsgebiete in einen Krieg hätte hineinziehen können.
Mangrai überzeugte Ramkhamhaeng, sich zu entschuldigen und eine Entschädigung zu zahlen. Der Chronist nennt eine gewaltige Summe: neunhundertneunzigtausend Kaurischnecken, mit denen man damals bezahlte. Ngam Mueang ließ den Gefangenen frei, woraufhin die drei Herrscher schworen, einander nicht zu schaden. Dies ist eine Erzählung einer späten Chronik, kein erhaltenes Gerichtsprotokoll; der Liebesskandal und die genaue Summe gehören zur Überlieferung.
Einige Jahre später nutzte Mangrai aus, dass die einstigen Gegner ihren Eid hielten. Er hatte das reiche Hariphunchai bereits unterworfen und die Siedlung Wiang Kum Kam am Fluss Ping gegründet, suchte jedoch weiterhin einen Ort für die Hauptstadt. In der Ebene zwischen Doi Suthep und dem Ping ließ er vorläufige Gemächer errichten und lud Ngam Mueang und Ramkhamhaeng ein, den gewählten Platz zu begutachten.
Die Chronik berichtet, dass die Gäste die Umgebung besichtigten und den Ort sowie den Plan billigten. Sie bauten die Stadt nicht mit eigenen Händen und regierten sie nicht zu dritt. Mangrai suchte die Bestätigung zweier benachbarter Könige, mit denen er erst kürzlich Frieden geschlossen hatte; ihre Zustimmung bedeutete, dass die neue Hauptstadt nicht inmitten eines unmittelbaren Krieges mit Phayao oder Sukhothai entstehen würde. Im Jahr zwölfhundertsechsundneunzig begannen Mangrais Leute, einen Graben auszuheben, Wälle aufzuschütten, einen Palast zu errichten und einen Markt zu eröffnen. Mangrai erhielt eine Hauptstadt, und Ngam Mueang und Ramkhamhaeng kehrten in ihre Königreiche zurück.
Die Chronik verortet ihre Beratung auf dem Gebiet des künftigen Chiang Mai, nennt jedoch keinen Punkt, der sich mit dem heutigen Sockel verbinden ließe. Die Szene vor dem alten Rathaus ist eine spätere Darstellung jenes Gesprächs. Die Bildhauerin Kaimook Chuto stellte Mangrai in die Mitte, Ngam Mueang und Ramkhamhaeng an die Seiten: Die drei urteilen nicht mehr übereinander, sondern beraten über eine Stadt.
Den Ort für das Denkmal wählte man im alten Verwaltungs- und Zeremonialzentrum. In diesem Teil von Chiang Mai standen Fürstenpaläste; nachdem die früheren Bauten abgetragen worden waren, richtete man hier einen khuang ein – einen offenen Platz für Rituale und große Versammlungen. Später arbeitete hinter dem Platz die Provinzverwaltung, und heute befindet sich in ihrem Gebäude das Chiang Mai City Arts & Cultural Centre. Die bronzenen Könige wurden hier im Jahr neunzehnhundertdreiundachtzig aufgestellt.
Vor den Statuen werden noch heute Blumenkränze, Ringelblumen und gekochte Eier niedergelegt. Hier begeht man den Jahrestag der Gründung von Chiang Mai und führt ein Ritual zur Verlängerung des Schicksals der Stadt durch. Während dieses Rituals löst ein Signal vom Platz der Drei Könige Zeremonien an den fünf Toren und den vier Ecken der alten Stadtmauern aus – eben jener Mauern, die Mangrais Leute nach der Beratung der drei versöhnten Herrscher zu errichten begannen.
Praktisch vor Ort
Der offene Platz ist frei zugänglich; die Museen und Innenräume um ihn herum haben jeweils eigene Öffnungszeiten.
Geprüft: 15. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Der Platz ist von außen einsehbar; halten Sie während Zeremonien Abstand zu den Opfergaben und Teilnehmenden.
