Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Figur des weißen Elefanten
- Vergoldete Stupa auf seinem Rücken
- Äußere Terrasse
Die Geschichte des Ortes
Während Besucher die äußere Terrasse umrunden, bleibt die weiße Elefantenfigur mit einer kleinen vergoldeten Stupa auf dem Rücken im äußeren Kreis der Tempelanlage. Der am meisten verehrte Teil des Klosters liegt weiter innen, im goldenen Chedi. Diese Anordnung trennt das Erinnerungsbild vom Ort der Verehrung: Bei der Skulptur hält man an, zum zentralen Heiligtum geht man weiter. Die weiße Farbe des Elefanten bezeichnet hier nicht sein Fell, sondern einen besonderen glückverheißenden Status, den man am Hof mit den Verdiensten des Herrschers verband.
Auf dem Rücken des weißen Elefanten steht eine kleine vergoldete Stupa. So stellte der Bildhauer den Reliquienbehälter des Buddha dar – eben jene Last, wegen der das Kloster auf diesem Berg errichtet wurde. Die Worte „phra that“ in seinem Namen bedeuten auch heilige Reliquie.
In der zweiten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts wollte der Herrscher von Lanna, Kue Na, in seinem Reich die Ordnung der Mönchsweihe einführen, die über Sukhothai aus Sri Lanka gekommen war. Dafür lud er den Lehrer Sumana Thera ein. Die Veränderung war ganz konkret: Die Mönche der früheren Schule sollten ihre Roben ablegen und sich bei den eingetroffenen Lehrern erneut weihen lassen. Sumana brachte ein Heiligtum mit, das als Teil der sterblichen Überreste des Buddha verehrt wurde.
Dann beginnt die Legende. Die Reliquie sollte im Wat Suan Dok bei Chiang Mai untergebracht werden, doch sie teilte sich auf wundersame Weise in zwei Teile. Einen Teil ließ man dort. Den Ort für den zweiten wollte Kue Na mithilfe eines weißen Elefanten bestimmen.
Als weiß bezeichnete man einen Elefanten mit besonderen glückverheißenden Merkmalen, nicht ein Tier mit schneeweißem Fell. Am Hof galt ein solcher Elefant als Zeichen der Verdienste des Herrschers. Kue Na ließ den Reliquienbehälter auf seinem Rücken befestigen und das Tier freilassen: Den von ihm gewählten Weg sollte man als Hinweis von oben annehmen.
Nach der Klosterlegende stieg der Elefant auf den Doi Suthep, umrundete den Platz dreimal und trompetete dreimal. Dann ging er auf die Knie und starb. Kue Na betrachtete dies als Antwort. Die Menschen nahmen den Reliquienbehälter ab, schlossen ihn in ein steinernes Behältnis ein und errichteten darüber die erste Stupa. Vor dem Zug des Elefanten hatte auf dem Gipfel kein Kloster bestanden: Es wurde dem stehen gebliebenen Tier folgend gegründet.
Die weiße Figur blieb auf der äußeren Terrasse, und die Reliquie, deretwegen Kue Na Sumana aus einem anderen Reich herbeigerufen hatte, wird weiter verehrt – im Inneren des goldenen Chedi, der an dem der Legende nach gewählten Ort errichtet wurde.
Praktisch vor Ort
Die Terrasse ist während der Öffnungszeiten des Tempelkomplexes zugänglich; die aktuelle Gebühr und mögliche Einschränkungen erfragen Sie am Eingang.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie die Skulptur vom allgemeinen Durchgang aus und halten Sie diejenigen nicht auf, die zum inneren Heiligtum gehen.
