Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Tafel „The Seizure of the Planter“
- Haus Nummer vierzig
- Cooper River
- Hafeneinfahrt
Die Geschichte des Ortes
Am Haus Nummer vierzig in der East Bay Street steht die Tafel „The Seizure of the Planter“. Sie wurde am Standort des ehemaligen Southern Wharf angebracht, eines Handelspiers, der von hier nach Osten in den Cooper River hineinragte. Genau hier lag nachts der Raddampfer Planter.
Es war Amerikanischer Bürgerkrieg. Charleston wurde von den Konföderierten Staaten von Amerika kontrolliert, die die abgespaltenen Sklavenhalterstaaten vereinigten, und die Bundesflotte der Vereinigten Staaten blockierte die Ausfahrt aus dem Hafen. Private Eigentümer vermieteten die Planter an die Armee der Konföderierten Staaten von Amerika: Der Dampfer beförderte Soldaten und Geschütze, überbrachte Befehle und wartete die Sperranlagen. Drei weiße Offiziere hatten das Kommando, doch sieben versklavte Seeleute bedienten die Kessel, das Deck und das Steuerrad.
Einer von ihnen war der dreiundzwanzigjährige Hafenlotse Robert Smalls. Den größten Teil seines Verdienstes gab er an seinen Versklaver ab. Gemeinsam mit seiner Frau Hannah, einer versklavten Näherin, sparte Smalls achthundert Dollar, um sie und die Kinder freizukaufen. Bis zum Jahr achtzehnhundertsechzig hatten sie die benötigte Summe beinahe zusammen, doch dann begann der Krieg. Ihre Ehe wurde nach dem Gesetz von South Carolina dennoch nicht anerkannt, und jedes Familienmitglied konnte einzeln verkauft werden.
Die weißen Offiziere der Planter verstießen gegen einen Befehl und gingen häufig zum Übernachten an Land, während sie das Schiff der Besatzung überließen. Die versklavten Seeleute begriffen, dass ihnen diese Gewohnheit die einzige Chance gab, gemeinsam mit ihren Familien zu entkommen. Sie hielten mehrere geheime Treffen ab und wählten die Nacht vom zwölften auf den dreizehnten Mai achtzehnhundertzweiundsechzig. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich sechs Artilleriegeschütze an Bord. Wäre der Plan aufgedeckt worden, hätte man den Dampfer von den Batterien aus beschießen und die Beteiligten hinrichten können.
Gegen drei Uhr morgens machte die Besatzung Dampf und brachte die Planter vom Southern Wharf weg. Smalls zog den Mantel und den Strohhut des Kapitäns an: In der Dunkelheit sollten die Wachposten seine Silhouette für die eines bekannten Offiziers halten. Am Steuerrad stand Abram Allston, ein erfahrener versklavter Lotse, der sich dem Entkommen um seiner eigenen Freiheit willen angeschlossen hatte. Die anderen hielten das Feuer in den Kesseln aufrecht und arbeiteten an Deck.
Der Dampfer fuhr zunächst den Fluss hinauf zum North Atlantic Wharf. Dort warteten Hannah mit den Kindern und die Familien der anderen Beteiligten. Nachdem die Besatzung sie an Bord genommen hatte, drehte sie das Schiff zur Hafenausfahrt. Nun befanden sich sechzehn Menschen an Bord.
Smalls kannte das Fahrwasser und die Signale, weil er die Planter zuvor selbst zwischen den Befestigungen hindurchgeführt hatte. Bei Fort Sumter geriet der Dampfer zwischen zwei Geschützlinien. Smalls gab den vereinbarten Pfiff, und der Wachposten hielt das Schiff für ein gewöhnliches Wachschiff und erlaubte die Durchfahrt.
Hinter den Forts entstand die letzte Gefahr. Seeleute des Bundesschiffs USS Onward sahen den herannahenden Transporter der Konföderierten Staaten von Amerika und machten sich bereit zu schießen. Auf der Planter holte man die Südstaatenflaggen ein und hisste an ihrer Stelle ein weißes Bettlaken. Der Dampfer wurde zusammen mit sechs Geschützen und Informationen über die Verteidigung von Charleston der Bundesflotte übergeben. Alle sechzehn Menschen erhielten die Freiheit. Allston diente weiter als Steuermann auf der Planter, und Smalls wurde später ihr Kapitän.
Das Haus Nummer vierzig war nicht das Haus von Smalls: Den genauen Charleston-Adressort konnten Historiker nicht feststellen. Die Tafel kennzeichnet das Ufer, von dem der verschwundene Southern Wharf ausging. Von hier fuhr die Planter zunächst nach Norden, um die Familien abzuholen, und drehte erst danach zu Fort Sumter um.
Praktisch vor Ort
Aussichtspunkt an der Straße; gehen Sie auf den tatsächlichen Gehwegen und Übergängen und betreten Sie nicht die Fahrbahn.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Das Haus ist privat; lesen Sie das Schild vom Gehweg aus und wählen Sie einen Platz für eine Pause, ohne Eingang oder Durchgang zu versperren.
