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Four Corners: Freiheit vor Gericht

Four Corners of Law

Der Gerichtsfall wird den Unterschied zwischen dem bezahlten Preis der Freiheit und der gesetzlich anerkannten Freiheit zeigen.

10 Min.
Historische Ansicht der Four Corners of Law an Broad und Meeting Streets.
Curt Teich & Co. · Public domain; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Weißer Portikus des Charleston County Courthouse
  • Gebäude von Charleston City Hall
  • U.S. Post Office and Courthouse
  • Turm der St.-Michael-Kirche

Die Geschichte des Ortes

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An der Kreuzung von Broad Street und Meeting Street treffen Charleston City Hall, das Gericht des Bundesstaates, die Bundeseinrichtungen und der Turm der St.-Michael-Kirche zusammen; der weiße Portikus des Charleston County Courthouse fällt unter ihnen am stärksten auf. Die Stadtbehörden widmeten diesen Knotenpunkt bereits im ersten Plan von Charleston öffentlichen Einrichtungen, und das heutige Gericht nahm das Gelände des früheren kolonialen Kapitols ein. Im Inneren arbeiten noch heute Einrichtungen des Countys, sodass hier weltliche und kirchliche Macht weiterhin nebeneinander bestehen.

Im Februar achtzehnhunderteinundzwanzig wurde in dem weißen Gebäude an der Ecke der Broad Street Catherines Fall verhandelt – der einer versklavten Frau, die verlangte, als bereits frei anerkannt zu werden. Es tagte der Court of Equity: So hieß ein Gericht ohne Geschworene, bei dem der Chancellor, also der Richter, die Umstände eines Falls bewerten und einen angemessenen Ausgleich anordnen konnte.

Diese Kreuzung von Broad Street und Meeting Street wird Four Corners of Law genannt. An einer Ecke steht Charleston City Hall, an einer anderen das Charleston County Courthouse, wo die Gesetze des Bundesstaates angewandt werden, gegenüber liegt das U.S. Post Office and Courthouse, und die letzte Ecke nimmt die St.-Michael-Kirche ein, die als Seite des Kirchenrechts in dieses Schema einbezogen wurde. Ein bürgerliches Zentrum war hier bereits im ersten Stadtplan vorgesehen. Das Charleston County Courthouse wurde auf dem Gelände des kolonialen Kapitols errichtet; sein Umbau wurde siebzehnhundertzweiundneunzig abgeschlossen. Dort wurde auch Catherines Fall verhandelt.

Um achtzehnhundertzwölf verkauften ihre früheren Besitzer Catherine für dreihundert Dollar an den Händler Antoine Plumet, obwohl ihr Wert vor Gericht auf mindestens achthundert Dollar geschätzt wurde. Das Zugeständnis war eine Bedingung des Geschäfts: Plumet versprach, Catherine freizulassen, sobald sie ihm die gezahlten dreihundert Dollar zurückerstattet hatte.

Catherine verdiente außerhalb seines Hauses Geld und gab Plumet ihre Einkünfte. Was genau sie tat, geht aus den Dokumenten nicht hervor. Zeugen bestätigten später, dass sie die ganze Summe gezahlt hatte. Plumet räumte dies Catherines früherer Besitzerin gegenüber ein, verlangte jedoch zusätzlich Zinsen. Catherine arbeitete weiter; Zeugenaussagen zufolge hätten die von ihr eingebrachten Gelder bereits für zwei solche Zahlungen gereicht. Plumet stellte die Freilassung dennoch nicht aus.

Nach seinem Tod im Jahr achtzehnhundertsechzehn hörte Catherine auf, ihre Einkünfte dem Nachlassverwalter zu geben, und lebte etwa zwei Jahre selbstständig. Dann kam der Erbe Pierre Brisson nach Charleston. Er fand keinen schriftlichen Vertrag über ihre Freilassung, spürte Catherine auf, führte sie wieder in die Unfreiheit zurück und verkaufte sie für sechshundertfünfzig Dollar an einen Bäcker.

Um sich an das Gericht wenden zu können, musste Catherine zunächst einen weißen Vertreter finden: Das Gesetz erlaubte ihr nicht, einen solchen Fall im eigenen Namen zu führen. Der junge Anwalt Isaac Edward Holmes erklärte sich bereit, ihr offizieller Vormund zu werden – in diesem Fall bedeutete das, vor den Richtern für sie zu sprechen. Er argumentierte, Catherine bitte nicht darum, dass ihr Freiheit geschenkt werde, sondern darum, eine bereits bezahlte Freiheit zurückzuerhalten.

Brisson antwortete fast ein Jahr lang nicht auf die Klage. Während der Fall auf die Verhandlung wartete, verboten die Gesetzgeber von South Carolina die private Freilassung versklavter Menschen: Nun war für jede Person ein eigenes Gesetz erforderlich. Vor Chancellor Henry William DeSaussure bestätigten Zeugen sowohl den Vertrag als auch die Zahlung des Geldes. Der Richter hielt es für möglich, dass Plumet Catherine getäuscht hatte, und nannte ihre Lage äußerst hart. Doch Plumet hatte keine Freilassungspapiere ausgestellt, und ohne sie weigerte sich DeSaussure, Catherine als frei anzuerkennen, und stellte das Verfahren ein.

Holmes wandte sich danach an die South Carolina General Assembly. Ein Ausschuss stimmte zu, dass Catherine und mehrere weitere Menschen ihre Verträge vor Einführung des Verbots erfüllt hatten; doch das vorbereitete Gesetz wurde vertagt und nie verabschiedet. Catherine blieb Eigentum anderer Menschen. Erhaltene Kaufurkunden zeigen, dass sie von achtzehnhundertdreiundzwanzig bis achtzehnhundertfünfundzwanzig noch vier weitere Male verkauft und zurückgekauft wurde; ein verlässliches Zeugnis über ihr weiteres Schicksal gibt es nicht.

Hinter dem heutigen weißen Portikus befinden sich weiterhin das Gericht und die Einrichtungen des Countys. Genau hier hielt DeSaussure fest, dass Catherine den vereinbarten Preis verdient hatte und sich selbst unterhalten konnte – und ließ sie als Eigentum anderer Menschen eingetragen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktSt. Michael: Materialien der Erinnerung
Eintrittvon außen

Belebte Kreuzung in der Stadt; Besichtigung vom Gehweg zu jeder vernünftigen Tageszeit.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Hören Sie vom Gehweg aus zu, ohne die Übergänge zu versperren; alle wichtigen Orientierungspunkte sind von der Kreuzung aus sichtbar.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Überqueren Sie die Kreuzung und gehen Sie zur Fassade der St.-Michael-Kirche.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Der Süden des historischen Charleston: Häuser, Arbeit und Recht“ — 8 Stopps, etwa 2,6 km, 2 Stunden.

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