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Batterien und Bastionen

Baterias y bastiones del Castillo de San Felipe

Hier begegnet die Anlage der Kreuzfeuerverteidigung der Geschichte eines Mannes, der den Mauern über Jahrzehnte ihre Form zurückgab.

15 Min.
Alte Kanone auf einer Steinplattform mit Blick auf die Stadt
Bernard Gagnon · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Ebene Artillerieplattformen
  • Steinerne Brustwehren
  • Schießscharten

Die Geschichte des Ortes

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Mit dem Ende des Unabhängigkeitskampfes ging der Festungshügel in private Hände über und wurde allmählich zu einem Steinbruch: Festungsstein wurde für die Mauern neuer Häuser verwendet, Lehm für Ziegel. Die steinernen Brustwehren auf dem Gipfel umschließen die Plattformen der seitlichen Batterien, auf denen Geschütze zur Verteidigung des Hügels aufgestellt waren. An der Stelle einer verschwundenen Batterie errichtete man später eine hohle Stahlbetonhülle, die außen die alte Form nachbildet und im Inneren ein audiovisuelles Zentrum beherbergt. Entlang eines Hangs liegt alter Stein neben der späteren Hülle.

Die steinernen Vorsprünge rund um den Gipfel von San Felipe sind als seitliche Batterien angelegt. Auf den ebenen Plattformen standen Geschütze, und die Mauerpfeiler zwischen den Schießscharten schützten die Bedienmannschaften. Elf Kanonen der Batería de la Redención hielten die Zugänge von El Cabrero her unter Feuer, sieben Kanonen der Batería de Santa Bárbara den Hügel und die Straße von Pie de la Popa. Insgesamt konnten an den Hängen dreiundsechzig Geschütze aufgestellt werden. Benachbarte Stellungen konnten einander beschießen: Feindliche Soldaten, die eine Plattform erobert hatten, standen vor den Kanonen der übrigen.

Dieses System wäre beinahe ohne jeden Sturmangriff verschwunden. Nach dem Ende der Unabhängigkeitskriege wurde die Festung aufgegeben. Das Land ging in private Hände über, und die Mauern wurden zu einem frei zugänglichen Steinbruch: Von hier holte man Stein für neue Häuser und Lehm für Ziegel. Die Zeitung „El Porvenir“ warnte, dass San Felipe vollständig abgetragen werden könnte. Der Grundstückseigentümer Antonio Gulfo, der Ziegel herstellte, übergab den Festungshügel Ende des neunzehnten Jahrhunderts unentgeltlich an Kolumbien. Doch noch mehrere Jahrzehnte lang lagen die Batterien zwischen Müll, Bäumen und eingestürztem Mauerwerk.

Im Jahr neunzehnhundertachtundzwanzig beauftragte die Sociedad de Mejoras Públicas de Cartagena Carlos Crismatt Esquivia mit der Wiederherstellung. Er wollte den Batterien ihre früheren Umrisse zurückgeben, obwohl er weder Architekt noch professioneller Restaurator war. Wegen Asthma und des Bürgerkriegs besuchte Crismatt die Schule nur bis zu seinem elften Lebensjahr, arbeitete dann in einer Druckerei und beim Zoll und verdiente seinen Lebensunterhalt mit einer von ihm gegründeten städtischen Busgesellschaft. Nun war ein Mann ohne Diplom für ein Bauwerk verantwortlich, dessen Fehler im Stein geblieben wären.

Während die Sociedad nach Arbeitern suchte, erwirkte Crismatt die Erlaubnis, Gefangene der Cárcel de San Diego einzustellen, deren Haftzeit bald endete. Sie erhielten den üblichen Lohn. Zusammen mit anderen Arbeitern rodeten sie etwa zweitausend Bäume, räumten die Batterien frei und stellten das Mauerwerk, die Entwässerungsrinnen, die Auffahrtsrampen und die Straßen wieder her. Wasser wurde nur zu bestimmten Stunden geliefert, und den neuen Stein schlug man hundert oder zweihundert Meter von hier entfernt von Hand heraus und brachte ihn auf den Hügel hinauf.

Crismatt glich die Arbeiten mit alten, aus Spanien geschickten Plänen ab. Zu Hause breitete er die Zeichnungen auf dem Tisch aus, betrachtete sie durch eine Lupe und tippte Berichte für die Sociedad. Man beschuldigte ihn der Eigenmächtigkeit und zwang ihn mehrfach zum Rücktritt, doch achtunddreißig Jahre lang leitete er die Wiederherstellung. Erst im Jahr neunzehnhundertsechsundsechzig schied er aus, als sein krankes Herz ihm die Fortsetzung nicht mehr erlaubte. Zwei Jahre später stieg Crismatt dennoch zu Fuß auf den Gipfel von San Felipe, um eine Medaille für die Rettung der Festung entgegenzunehmen.

Nicht jedes Stück des heutigen Mauerwerks entstand während seiner Zeit. Im Jahr neunzehnhundertneunundsiebzig errichtete man an der Stelle der verschwundenen Batería de San Lázaro eine hohle Stahlbetonhülle, die die alte Form außen nachbildete. Hinter der militärischen Fassade richtete man Räume für ein audiovisuelles Zentrum ein: Dieser Teil der Batterie sieht alt aus, ist aber jünger als Crismatts Arbeiten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktTunnel und Galerien
Eintrittmit Ticket
In Karten öffnen

Innerhalb der Festung; Zugang nach der aktuellen Regelung des Castillo de San Felipe de Barajas.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Steigen Sie nicht für die Aussicht auf die Brustwehren: Die Linien der gegenseitigen Deckung lassen sich von den Plattformen aus erkennen. Auf den offenen Batterien gibt es kaum Schutz vor Sonne und Wind.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie die offene Plattform und gehen Sie unter das steinerne Gewölbe.

Stopp 6 von 8Weiter: Tunnel und Galerien

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Die Landverteidigung von Cartagena: vom Revellín de la Media Luna bis zum Castillo de San Felipe de Barajas“ — 8 Stopps, 2 km, 2 Std..

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