Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Steinerne Gewölbe
- Breiter Hauptkorridor
- Niedrige Abzweigungen
- Endkammern
Die Geschichte des Ortes
Die unterirdischen Galerien dienten der Garnison als innerer Weg zwischen den Festungsbatterien: Durch sie brachte man Munition und zog von einer Feuerstellung zur anderen, ohne den offenen Hang zu betreten. Den Hauptgang legte man breit an, von ihm führen enge Abzweigungen unter steinernen Gewölben zu den äußeren Hängen. Am Ende jedes solchen Gangs richtete man eine Kammer für Schießpulverfässer ein; die Ladung war für den Boden über jenen bestimmt, die versuchen würden, sich zur Befestigung durchzugraben. In den niedrigen Kammern steht heute brackiges Grundwasser, und der Túnel Perimetral verläuft im Hügelunterbau unterhalb der heutigen Straße.
Im Jahr zweitausenddreizehn schickte der Architekt Mario Zapateiro Altamiranda, Leiter der Arbeiten der Werkstattschule von Cartagena, seine Mitarbeiter in die verschlossenen Galerien von San Felipe. Den Restauratoren lag kein vollständiger Plan des unterirdischen Netzes vor. Bevor Besucher dort hineingelassen werden konnten, musste geklärt werden, wohin die Korridore führten, ob die Gewölbe eingestürzt waren und ob Wasser eindrang.
In anderthalb Monaten legte die Gruppe siebenhundertdreiunddreißig Meter zurück. Aus den niedrigen Abschnitten wurde das Wasser mit zwei Motorpumpen abgepumpt, anschließend schafften die Arbeiter drei Lastwagenladungen Schlamm und Müll hinaus. Als besonders schwierig erwies sich der Túnel Perimetral: An seinem Ausgang zur heutigen Avenida Antonio de Arévalo liegt sein Boden einen halben Meter unter dem Straßenniveau. Die Nähe zum Meer ließ hier den Pegel des brackigen Grundwassers steigen; einige Abschnitte blieben fast vollständig überflutet. Die Forscher konnten erst nach dem Abpumpen hineingehen und begannen, topografische Pläne anzufertigen.
Diese Arbeit gab den Korridoren zugleich ihre genaue Funktion zurück. Unter San Felipe gibt es keinen geheimen Weg zur Kathedrale oder zu den Festungen von Bocachica – solche Erzählungen gehören zur Stadtlegende. Der Militäringenieur Antonio de Arévalo legte die Galerien innerhalb des Hügels an, als er die umliegenden Batterien miteinander verband. Durch die breiten Gänge konnte die Garnison Munition transportieren und sich von einer Stellung zur anderen zurückziehen, ohne die steinernen Gewölbe zu verlassen.
Von der Hauptgalerie führen niedrige, schmale Abzweigungen zu den äußeren Hängen. Sie enden in Kammern, die im Grundriss einem Hammerkopf ähneln. Dort sollten die Soldaten Fässer mit Schießpulver hineinrollen. Wenn feindliche Pioniere mit einem Stollen begannen oder sich Infanterie über einer solchen Kammer zum Sturmangriff sammelte, zündeten die Verteidiger die Ladung und sprengten den Boden unter ihren Füßen. Daher rührt die militärische Bezeichnung Minen und Gegenminen: Die einen Pioniere gruben einen unterirdischen Gang zur Befestigung, die anderen versuchten, sie unter der Erde abzufangen.
Nach der Fertigstellung der Galerien musste San Felipe keinen Sturmangriff mehr abwehren. Keiner der vorbereiteten Sprengsätze wurde hier gezündet. Der Perimeterkorridor verläuft weiterhin im Inneren des Hügelunterbaus; seine äußeren Abzweigungen enden dort, wo die Schießpulverfässer hätten liegen sollen. Anstelle des Schießpulvers füllte brackiges Grundwasser die niedrigsten Kammern.
Praktisch vor Ort
Innerhalb der Festung; einzelne Durchgänge können wegen Wetter, Arbeiten oder Sicherheitsgründen geschlossen werden.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betreten Sie nur die für Besucher geöffneten Korridore und überqueren Sie keine Gitter oder Absperrungen. Gehen Sie langsam, lassen Sie Entgegenkommende vorbei und gehen Sie ins Freie, wenn Enge, Dunkelheit oder ein rutschiger Boden Unbehagen auslösen.
