Stopp 5 von 8

Rampen und geneigte Mauern

Rampas y muros inclinados del Castillo de San Felipe

Der Aufstieg erklärt, wie die Ingenieure nach dem Fall Havannas neue Stellungen auf verschiedenen Ebenen verbanden.

15 Min.
Festungsmauern des Castillo de San Felipe de Barajas in Cartagena.
Bernard Gagnon · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Lange Rampe
  • Geneigte Steinmauern
  • Ebenen der Batterien
  • Steinverkleidung

Die Geschichte des Ortes

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Der Aufstieg verbindet die Batería de San Lázaro mit den höher am Hügel gelegenen Plattformen, sodass die Garnison rasch zwischen den Verteidigungsebenen wechseln konnte. Auf beiden Seiten hält eine geneigte steinerne Hülle den Boden zurück: Hinter dem Mauerwerk liegt ein dicker Erdwall, der den Einschlag einer Kanonenkugel aufnehmen sollte. Der Hang wurde mit Blick auf Starkregen eingeebnet und leitete Wasser in verborgene Zisternen für eine Belagerung. Den Stein schaffte man aus nahe gelegenen Steinbrüchen über das Wasser und den Hügel hinauf; in den königlichen Abrechnungen blieben die Ausgaben für freie Arbeiter, Sträflinge und versklavte Menschen erhalten, jedoch fast ohne ihre Namen.

Diese lange Rampe entstand nach einer beunruhigenden Nachricht aus einem anderen karibischen Hafen. Im Sommer eintausendsiebenhundertzweiundsechzig nahm die britische Armee Havanna ein. Die spanischen Militärs erwarteten einen Angriff auf Cartagena. Zugleich wussten sie: Zwanzig Jahre zuvor hatte San Felipe vor allem deshalb standgehalten, weil Thomas Wentworth die Infanterie gegen den am besten geschützten Hang geführt hatte. Es war gefährlich, auf die Wiederholung seines Fehlers zu setzen.

Den Umbau übertrug man Antonio de Arévalo, einem Offizier des Königlichen Ingenieurkorps. Mit siebenundzwanzig Jahren hatte man ihn aus Cádiz entsandt, um Cartagena zu befestigen, und beim Fall Havannas diente er hier bereits seit zwei Jahrzehnten. Arévalo lebte von seinem Offiziersgehalt, fertigte Zeichnungen an, begründete jede Ausgabe gegenüber seinen Vorgesetzten und war für die Ausführung genehmigter Projekte verantwortlich. Nun verlangte man von ihm, die Hänge zu sperren, über die sich ein künftiger Gegner dem alten oberen Reduit von der günstigeren Seite nähern konnte.

Arévalo umgab den Gipfel mit Seitenbatterien auf unterschiedlichen Ebenen des Hügels. Im Jahr eintausendsiebenhundertfünfundsechzig legten die Bauarbeiter nach seinem Entwurf eine Rampe an, die die Batería de San Lázaro mit den übrigen Stellungen verband. Zwischen der neuen Batterie und dem früheren Fort ebneten sie den Boden so, dass Regenwasser in unterirdische Zisternen abfloss. Über einen einzigen Aufstieg bewegte sich die Garnison zwischen den Ebenen, während das Wasser dorthin gelangte, wo es für eine Belagerung aufbewahrt werden konnte.

Die geneigten Mauern an den Seiten der Rampe sind die Steinverkleidung von Erdbefestigungen. Der Stein hielt die dicke Erdmasse zurück; eine Kanonenkugel hätte sowohl das Mauerwerk als auch den Erdwall durchschlagen müssen. Am Fuß einer solchen Mauer gerieten Angreifer unter das Feuer benachbarter Batterien. Arévalo legte an den Hängen Stellungen für dreiundsechzig Geschütze an: Die Einnahme einer einzigen Plattform verschaffte nicht mehr die Kontrolle über den ganzen Hügel.

Der Stein wurde in nahe gelegenen Steinbrüchen gewonnen, auf dem Wasser herangebracht und von Steinmetzen, Zimmerleuten, Bootsleuten und Erdarbeitern auf den Cerro de San Lázaro hinaufgeschafft. In den königlichen Verzeichnissen stehen freie Tagelöhner, die von ihrem Verdienst lebten, versklavte Menschen, die der Krone gehörten, und Sträflinge nebeneinander. Die Ersteren konnten nach Ablauf ihrer Anstellung gehen; die Letzteren arbeiteten hier unter Zwang. In den Dokumenten sind ihre Kategorien und die Bauausgaben erhalten, doch Namen blieben fast keine erhalten.

Bis eintausendsiebenhundertneunundsechzig hatte Arévalo die wichtigsten Batterien und die Verbindungen zwischen ihnen fertiggestellt. Später schlugen andere Ingenieure mehrfach vor, den entstandenen unregelmäßigen Komplex abzureißen und auf dem Hügel eine geometrisch strenge Festung europäischen Typs zu errichten. Die Beamten lehnten die Projekte ab: Es fand sich kein überzeugender Grund für den Abriss, und die Kosten eines Ersatzes waren enorm. Arévalo selbst stieg bis zum Generalleutnant auf und starb in Cartagena. Die Rampe von eintausendsiebenhundertfünfundsechzig verbindet die Batería de San Lázaro noch immer mit den oberen Batterien, und die Neigung des Mauerwerks folgt jenem Hang, den er befestigen und nicht begradigen wollte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktBatterien und Bastionen
Eintrittmit Ticket
In Karten öffnen

Innerhalb der Festung; Zugang nach der aktuellen Regelung des Castillo de San Felipe de Barajas.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie in einem angenehmen Tempo und sparen Sie Kräfte für die oberen Ebenen. Halten Sie Abstand zu den Rändern, besonders auf nassem Stein, und benutzen Sie Treppen nur dort, wo sie für Besucher geöffnet sind.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Setzen Sie den Aufstieg bis zur offenen Plattform hinter der steinernen Brüstung fort.

Stopp 5 von 8Weiter: Batterien und Bastionen

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Die Landverteidigung von Cartagena: vom Revellín de la Media Luna bis zum Castillo de San Felipe de Barajas“ — 8 Stopps, 2 km, 2 Std..

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