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Grenze an der Buitengracht

Buitengracht boundary

Dieser Punkt zeichnet den zentralen Konflikt vor: Die architektonische Rettung des Viertels wird mit der erzwungenen Aussonderung seiner Bewohner verbunden sein.

10 Min.
Farbige Häuser im Bo-Kaap an der Grenze zum Zentrum von Kapstadt.
Kotivalo · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Die Linie der breiten Buitengracht
  • Mehrstöckige Gebäude auf der Seite zum Zentrum
  • Niedrige Häuser weiter oben am Hang

Die Geschichte des Ortes

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Die breite Buitengracht verläuft auf der Linie eines Kanals, der im Jahr siebzehnhundertzweiundsiebzig den nordwestlichen Rand des kolonialen Kapstadt markierte. Zunächst nannte man ihn Neuer Kanal, später Außenkanal: Hinter dem Wasser endete die Stadt damals. Später überschritten Straßen und Häuser diese Grenze und stiegen den Hang hinauf, doch der Kanal selbst ist im Straßenbild nicht mehr zu sehen. Die hohen Gebäude des Zentrums blieben auf der einen Seite der Straße, weiter oben beginnen die niedrigen Häuserzeilen des Bo-Kaap.

Im Jahr neunzehnhunderteinundvierzig hatte der Stadtrat von Kapstadt bereits rund hundertfünfzig Häuser am Hang oberhalb der Buitengracht enteignet. Die Beamten hielten das Viertel für einen Slum und bereiteten einen umfassenden Umbau vor. Hier lebten Familien von Handwerkern, Händlern und Lohnarbeitern mit geringem Einkommen; die Nähe zum Zentrum ermöglichte es ihnen, ihre Arbeit zu Fuß zu erreichen. Ein Abriss hätte sowohl den Wohnraum als auch diese Nähe gekostet.

Zwei Jahre später gehörte der afrikaanische Schriftsteller und Forscher Isaac David du Plessis zu den Leitern der Malay Quarter Preservation Group. Er erwirkte das Eingreifen der Historical Monuments Commission, und die Räumung wurde gestoppt. Siebzehn Häuser wählte man zur Restaurierung aus; die Arbeiten wurden bis neunzehnhundertfünfzig abgeschlossen.

Die Linie für die künftige Grenze fand man genau hier. Bereits im Jahr siebzehnhundertzweiundsiebzig grub man hier einen Kanal, der den nordwestlichen Rand des kolonialen Kapstadt markierte. Zunächst nannte man ihn Neuer Kanal, doch bis siebzehnhundertneunzig Buitengracht, also Außenkanal. Später überschritt die Stadt ihn und stieg den Hang hinauf, doch der alte Name blieb.

Zu Beginn der fünfziger Jahre wurde du Plessis Kommissar für die Angelegenheiten der Coloured-Bevölkerung und verlagerte seine Kampagne in die staatlichen Institutionen. Er wollte die Fassaden erhalten und in den Häusern eine einheitliche Gemeinschaft ansiedeln, die die Beamten Kapmalaiien nannten. Diese Kategorie fasste einen Teil der Muslime Kapstadts zusammen; sie bedeutete keine Herkunft ausschließlich aus Malaysia und umfasste nicht alle Muslime der Stadt.

Im Jahr neunzehnhundertsiebenundfünfzig erwirkte du Plessis, dass Bo-Kaap nach einem Apartheidgesetz zum „malaiischen Gruppengebiet“ erklärt wurde. Ab neunzehnhundertzweiundsechzig durften hier nur Menschen Immobilien besitzen, die in der festgelegten Kategorie registriert waren. Eine Untersuchung aus dem Jahr neunzehnhundertsechsundvierzig zeigte hingegen ein ganz anderes Viertel: Rund vierzig Prozent der Bewohner rechneten die Beamten den „Kapmalaiien“ zu, einunddreißig Prozent den Afrikanern, siebenundzwanzig Prozent den christlichen Coloured und die übrigen den Indern. Einen Teil der christlichen, afrikanischen und indischen Familien siedelte man zwangsweise nach Gugulethu, Mitchells Plain und in andere Viertel um. Familien, die als „Kapmalaiien“ eingestuft waren, konnten in der Nähe des Zentrums bleiben, und die alten Häuserzeilen entgingen dem massenhaften Abriss.

An der Oberfläche gibt es den Kanal nicht mehr. Auf seiner Trasse verläuft die breite Buitengracht: Auf der Seite zum Zentrum stehen mehrstöckige Gebäude, weiter oben am Hang beginnen die niedrigen Häuser des Bo-Kaap. Die Häuser sind nach der Kampagne von du Plessis erhalten geblieben; einem Teil der Familien, die zwischen ihnen lebten, erlaubte man nicht, hier zu bleiben.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktAuwal-Moschee
Eintrittvon außen
In Karten öffnen

Offene Straße; am besten tagsüber besichtigen.

Geprüft: 1. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Hören Sie die Erzählung dort, wo Sie den Fußgängerverkehr nicht behindern; überqueren Sie die Straße nur an einer erlaubten Stelle. Der historische Kanal liegt unter der heutigen Straße verborgen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Steigen Sie von der Grenze des Viertels zur Dorp Street hinauf und suchen Sie die Moschee mit dem Minarett.

Stopp 1 von 6Weiter: Auwal-Moschee

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Bo-Kaap: Häuser, Glaube und Familiengeschichten“ — 6 Stopps, etwa 800 m, 1,5–2 Stunden.

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