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Die Muhammad-Ali-Moschee

مسجد محمد علي

Die riesige osmanische Moschee zeigt, wie der Statthalter den erblichen Machtanspruch seiner Familie geltend machte.

15 Min.
Kuppeln und Minarette der Muhammad-Ali-Moschee vor dem Himmel.
Jorge Láscar · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Zentrale Kuppel
  • Kaskade von Halbkuppeln
  • Zwei schlanke Minarette
  • Weißes Marmorgrab hinter einem Bronzegitter

Die Geschichte des Ortes

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Die Moschee trägt den Namen ihres Auftraggebers. Muhammad Ali war der osmanische Statthalter Ägyptens, den der Sultan seines Amtes entheben konnte. Er zog Steuern ein, befehligte die von ihm geschaffene Armee und verfolgte ein Hauptziel: Ägypten sollte nach ihm seinen Söhnen zufallen.

Für seine Moschee wählte er den Gipfel der Zitadelle, von dem aus zuvor die Mamluken-Beys das Land regiert hatten – die militärische Oberschicht, mit der der osmanische Statthalter die Herrschaft teilen musste. Im Jahr eintausendachthundertelf ordnete Muhammad Ali an, sie in der Zitadelle zu töten. Danach räumten die Bauleute die Überreste ihres Palastkomplexes ab, darunter Qasr al-Ablaq, den „Gestreiften Palast“. Im Jahr eintausendachthundertdreißig begann man an dieser Stelle mit dem Bau einer riesigen Gebetshalle unter einer zentralen Kuppel.

Sein Vorbild nahm Muhammad Ali nicht aus Kairo. Er ließ nach dem Vorbild der Sultansmoscheen Istanbuls bauen: mit einer Kaskade von Halbkuppeln und zwei schlanken Minaretten. In der osmanischen Tradition zeichneten mehrere Minarette gewöhnlich die Moscheen der Herrscherfamilie aus. Formal blieb Muhammad Ali ein Beamter des Sultans, doch er ließ sich ein Gotteshaus gleichen Ranges wie die seiner Herrscher errichten.

Ein Jahr nach Baubeginn führte sein Sohn und Oberbefehlshaber Ibrahim Pascha die ägyptische Armee nach Syrien. Er schlug die Truppen des Sultans, besetzte Syrien, zog nach Anatolien weiter und näherte sich der Hauptstadt des Reiches. Muhammad Ali hoffte, für seine Familie Gebiete zu erhalten, die er bereits mit Soldaten hielt.

Den Sultan rettete das Eingreifen der europäischen Mächte. Im Jahr eintausendachthundertvierzig zwangen sie Muhammad Ali, die Truppen aus Syrien abzuziehen und die Armee zu beschränken. Dafür erkannte der Sultan im folgenden Jahr Ägypten als erblichen Besitz der Familie Muhammad Alis an. Muhammad Ali verlor die eroberten Gebiete, doch seine Nachkommen folgten einander tatsächlich mehr als ein Jahrhundert lang an der Spitze Ägyptens.

Er selbst erlebte die vollständige Ausgestaltung der Moschee nicht mehr und starb im Jahr eintausendachthundertneunundvierzig. Sein Sohn Said Pascha vollendete die Arbeiten im Jahr eintausendachthundertsiebenundfünfzig. Rechts vom Eingang zur Gebetshalle steht hinter einem Bronzegitter das weiße Marmorgrab Muhammad Alis. Die Kuppel der neuen Dynastie wurde auch zum Grabmal ihres Gründers.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster Punktan-Nasir-Muhammad-Moschee
EintrittAlabastermoschee

Täglich 08:00–16:00; Eintritt im Ticket für die Zitadelle enthalten. Als aktive Moschee kann sie während der Gebete für Besucher geschlossen werden.

Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Beachten Sie im Inneren die Regeln einer aktiven Moschee und gehen Sie nicht vor Betenden vorbei. Wenn der Zugang eingeschränkt ist, lassen sich die Silhouette, die osmanische Komposition und die Uhr gut vom Hof und den offenen Bereichen der Zitadelle aus erkennen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie von der Kuppelhalle zum offenen Hof der alten Festungsmoschee.

Stopp 2 von 8Weiter: an-Nasir-Muhammad-Moschee

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kairoer Macht: Von der Zitadelle von Saladin bis zum Suq as-Silah“ — 8 Stopps, ca. 3,9 km, 3–4 Stunden.

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