Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Offener Innenhof
- Mihrab
- Stelle der ehemaligen Maqsura
- Zwei Minarette
Die Geschichte des Ortes
Innerhalb der Zitadelle steht eine Moschee, die dort errichtet wurde, wo zuvor eine alte Festungsgebetshalle stand. Der offene Hof verbindet sie mit der Gebetshalle, und zwei Minarette sind auf die ehemaligen Palast- und Militärviertel ausgerichtet. Die hölzerne Einfriedung am Mihrab ist verschwunden, ebenso die benachbarten Paläste; heute erhebt sich daneben die Muhammad-Ali-Moschee.
Der offene Hof im Zentrum der Moschee versammelte freitags jene, die an den übrigen Tagen durch die Mauern der Zitadelle getrennt waren: Bewohner der Sultanspaläste, Beamte, Mamlukenkrieger und Bewohner der umliegenden Viertel. Der Herrscher betete unter der Kuppel vor dem Mihrab – einer Nische, die die Richtung nach Mekka weist. Für ihn und sein Gefolge war dort eine Maqsura eingerichtet, ein abgetrennter Teil der Gebetshalle. Ein Minarett trug den Gebetsruf zu den Palästen, das andere zum Militärviertel.
Der Auftraggeber der an-Nasir-Muhammad-Moschee, der junge Mamlukensultan an-Nasir Muhammad, bemühte sich darum, selbst über Hof, Heer und Schatzkammer verfügen zu können. Zum ersten Mal erhielt er den Thron als neunjähriger Junge. Während seiner zweiten Herrschaft ließen zwei Emire – die ranghöchsten Heerführer am Hof – ihm den Titel, trafen die Entscheidungen jedoch selbst. Der Statthalter Salar und Baibars al-Dschaschankir, der den Haushalt des Sultans verwaltete, beschränkten sogar an-Nasirs Ausgaben und Bewegungen. Er hatte nicht genug Geld, um seinen eigenen Haushalt zu unterhalten, obwohl sein Name als Sultan in der Freitagspredigt genannt wurde.
Im Jahr eintausenddreihundertneun erklärte an-Nasir, er begebe sich auf Pilgerfahrt, verließ Kairo und wandte sich nach al-Karak – einer Festung auf dem Gebiet des heutigen Jordanien. Von dort teilte er seinen Thronverzicht mit. Wenn die Rechnung nicht aufging, verlor er den Thron und wahrscheinlich sein Leben. Baibars al-Dschaschankir nahm sofort seinen Platz ein.
Von al-Karak aus begann an-Nasir, mit den syrischen Statthaltern und den ägyptischen Emiren zu verhandeln, denen er vertraute. Ein Teil der Heerführer weigerte sich, Baibars al-Dschaschankir zu unterstützen. Bereits im Jahr eintausenddreihundertzehn floh dieser aus Kairo, fiel dann an-Nasir in die Hände und wurde hingerichtet. Salar kam ins Gefängnis und starb dort. an-Nasir kehrte zum dritten Mal auf den Thron zurück und setzte über sich keine früheren Vormünder mehr ein.
Acht Jahre nach seiner Rückkehr befahl er, die alte Festungsmoschee niederzureißen und diese an ihrer Stelle zu errichten. Hier erschien der Sultan jede Woche vor Höflingen und Garnison, nun an seinem eigenen Platz unter der Kuppel. Er stellte Koranrezitatoren, Imame und Muezzine ein, und die zwei Minarette erlaubten es, beide Teile der Zitadelle zu einem Gebet zu rufen. Im Jahr eintausenddreihundertfünfunddreißig vergrößerte an-Nasir die Moschee, hob das Dach an und gestaltete die Kuppel über der Maqsura neu. Im Inneren der Kuppel brachte man seinen Namen, seine Titel und das Datum des Umbaus an. Nach seinem Tod kamen die folgenden Mamlukensultane weiterhin hierher zum Freitagsgebet.
Die Paläste, aus denen an-Nasir zu diesem Hof trat, wurden später abgetragen; heute steht daneben die Muhammad-Ali-Moschee. Auch die hölzerne Einfriedung der Maqsura ist verschwunden. Geblieben sind der offene Hof, der Platz des Sultans vor dem Mihrab und die zwei Minarette, die den früheren Palast- und Militärvierteln zugewandt sind. Hier erklang jeden Freitag vor den Menschen, die auf beiden Seiten der Zitadelle versammelt waren, der Titel, den man an-Nasir einst anstelle von Geld und Entscheidungsgewalt belassen hatte.
Praktisch vor Ort
Täglich 09:00–16:00; der Eintritt ist im Ticket für die Zitadelle enthalten. Während der Gebetszeiten kann der Zugang zur Gebetshalle eingeschränkt sein.
Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie die alten Fragmente als Teile eines weiterhin genutzten Gebäudes und berühren Sie weder Mauerwerk noch Säulen. Die farbigen Details befinden sich hoch oben – treten Sie am besten zur Seite und betrachten Sie sie aus etwas Abstand.
