Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Bronzefigur auf dem Geländer
- Spitze Krone
- Bademantel als Mantel
- Glänzende Knie
Die Geschichte des Ortes
Das bronzene Mädchen mit der spitzen Krone sitzt auf dem gusseisernen Geländer der Uferpromenade; der Bademantel ersetzt ihr den Mantel, und ihre Knie glänzen von Berührungen. Ohne Sockel befindet sie sich auf der Höhe eines sitzenden Menschen, zwischen Spazierweg und Straßenbahngleisen. Das kleine Original wird in der Ungarischen Nationalgalerie aufbewahrt, andere Güsse stehen in Tapolca und Tokio. Die Krone war ursprünglich ein Zeitungsblatt, und einer Berührung der Bronze schreibt die städtische Überlieferung Glück zu.
Im Frühling neunzehnhundertneunundachtzig beauftragten Budapester Auftraggeber den Bildhauer László Márton, zum ungarischen Kindertag eine Figur für den Donaukorso, die Uferpromenade, zu schaffen. Die Arbeit war für einen auffälligen Ort neben dem Vigadó und einer Straßenbahnhaltestelle bestimmt. Márton beschloss, eine kleine Bronzeskulptur zu vergrößern, die er siebzehn Jahre zuvor geschaffen hatte.
Ihr Modell war Évike, die fünfjährige älteste Tochter des Bildhauers. Das Mädchen spielte auf einem Spielplatz im Tabán, einem Viertel am Hang von Buda, Prinzessin. Ihr Vater machte ihr eine Krone aus einem Zeitungsblatt, und sie trug einen Bademantel als Mantel. Márton sah, wie seine Tochter in ihrem Kostüm dasaß, die Hände auf den Knien, und modellierte sie in derselben Pose. Die etwa fünfzig Zentimeter hohe Figur nannte er „Kleine Prinzessin“.
Für den neuen städtischen Auftrag wiederholte Márton diese häusliche Szene in vergrößertem Maßstab und goss sie in Bronze. Die entscheidende Wahl war der Ort: Im Jahr neunzehnhundertneunzig setzte man das Mädchen direkt auf das gusseiserne Geländer zwischen der Promenade und den Straßenbahngleisen. Sie hat keinen Sockel. Man kann sich neben sie setzen und ihre Hände und Knie leicht erreichen. Für die ungarische Stadtskulptur galt eine solche Aufstellung damals als ungewöhnlich und mutig.
Évike wurde erwachsen, und ihr Kinderspiel wurde in mehreren Exemplaren vervielfältigt. Eine Kopie stellte man in Tapolca, Mártons Heimatstadt, auf, eine andere schenkte der Bildhauer einem Kulturzentrum in Tokio. Das kleine Original aus dem Jahr neunzehnhundertzweiundsiebzig befindet sich in der Ungarischen Nationalgalerie.
Auf dem Donaukorso blieb die vergrößerte Fassung. Einer städtischen Legende zufolge bringt ihre Berührung Glück. Die Krone aus dem Zeitungsblatt verschwand schon in Évikes Kindheit, doch die Knie des bronzenen Mädchens glänzen heute von den Handflächen der Passanten.
Praktisch vor Ort
Frei zugängliche Straßenskulptur auf der Promenade; achten Sie auf Straßenbahnen, Radfahrer und den dichten Fußgängerstrom.
Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Der Ort ist beliebt für Fotos und liegt neben einer belebten Promenade; versperren Sie nicht den Durchgang und achten Sie auf den Verkehr um Sie herum.
