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Hôtel Solvay

Hôtel Solvay

Dieser Ort verbindet die Freiheit eines wohlhabenden Auftraggebers mit der langen Rettung eines geschlossenen Interieurs.

20 Min.
Prunktreppe des Hôtel Solvay mit Schmiedemetall und warmer Innenausstattung.
Brigade Piron · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Wiederhergestellter unterer Fassadenbereich
  • Türklingel
  • Leuchten
  • Möbel

Die Geschichte des Ortes

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Der untere Fassadenbereich, von späteren Schaufenstern befreit, ist wieder nach seiner früheren Gliederung zusammengesetzt. Dahinter beruht das Stadthaus auf einer für ein Privathaus seltenen Einheit: Treppen, Räume, Möbel, Teppiche, Leuchten und selbst kleine Details waren als ein einziges Interieur gedacht. Später nutzte ein Haute-Couture-Haus die Räume für Ateliers und Präsentationen, und der Lichtschacht wurde durch hinzugefügte Geschosse überdeckt. Diese sind nun entfernt, und im privaten Museum sind nicht nur die Wände, sondern auch der größte Teil der für die ersten Eigentümer angefertigten Ausstattung erhalten.

Das französische „Hôtel“ in diesem Namen bedeutet ein Stadthaus. Hier gab es nie ein Hotel. Solvay ist der Familienname des ersten Eigentümers, des Industriellen Armand Solvay, der an der Avenue Louise ein Familienhaus für sich und Fanny Hunter einrichten wollte.

Nach dem Erfolg des Hôtel Tassel beauftragte Armand Solvay Victor Horta mit dem neuen Haus. Das Familienvermögen stammte aus dem Chemieunternehmen Solvay seines Vaters Ernest Solvay; deshalb gab der Auftraggeber dem Architekten im Jahr achtzehnhundertvierundneunzig ein nahezu unbegrenztes Budget und Freiheit. Horta entwarf Räume, Treppen, Möbel, Leuchten, Teppiche und sogar die Türklingel als Teile eines einzigen Interieurs. Der Bau war bis achtzehnhundertachtundneunzig abgeschlossen, doch der Architekt arbeitete noch weitere fünf Jahre an der Ausstattung. Armand erhielt ein bis zum letzten Griff eigens für seine Familie eingerichtetes Haus; Horta erhielt die Möglichkeit, seinen Entwurf weiterzuführen als bei jedem früheren privaten Auftrag.

Ein halbes Jahrhundert später wurde diese Geschlossenheit zum Problem. Das Stadthaus galt in den Augen der Immobilienbesitzer als veraltet und war vom Abriss bedroht. Ende der fünfziger Jahre kauften Louis Wittamer und Berthe De Camps es – ein Ehepaar von Couturiers, das mit seinem eigenen Haute-Couture-Haus Geld verdiente. Sie benötigten Ateliers und Säle, in denen sie Kundinnen Kleider zeigen konnten. Der Kauf bewahrte das Gebäude, doch für ihre Arbeit verschloss das Ehepaar den südlichen Lichtschacht mit zusätzlichen Zwischendecken, baute den unteren Teil der Fassade ab und schnitt dort zwei große Schaufenster für neue Modelle ein.

Als die Ateliers in den siebziger Jahren umzogen, verkauften die Wittamers das frei gewordene Stadthaus nicht für einen weiteren Umbau. Sie begannen, das Horta-Haus und -Atelier wiederherzustellen. Restauratoren entfernten die in den Lichtschacht eingefügten Geschosse, gaben dem unteren Fassadenbereich seine frühere Gliederung zurück und stellten die ursprünglichen Farben wieder her. Die Familie bewahrte die Möbel, Leuchten, Verkleidungen und den größten Teil der für Armand Solvay angefertigten Ausstattung.

Seit zweitausendeinundzwanzig ist hier ein Museum in Betrieb, das im Privateigentum der Wittamers bleibt. An der Fassade gibt es wieder keine zwei Schaufenster ihres Modehauses. Dahinter ist das Interieur erhalten geblieben, für das Armand Solvay Horta einst sogar die Türklingel entwerfen ließ.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktMaison Hannon
Eintrittmit Ticket

Brussels Museums gibt an: Do 10:00-14:00, Sa 10:00-18:00; an den übrigen Tagen geschlossen. Prüfen Sie die Zeitfenster auf der Website vor dem Kauf.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Für das Interieur ist eine gesonderte Besuchsorganisation erforderlich; bestätigen Sie den Zugang im Voraus und verlassen Sie sich nicht auf den Zufall. Ohne ihn bleibt die Station ein Vergleich zwischen Straßenansicht und der Erzählung von verborgenem Luxus.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zur Ecke der Avenue Brugmann und der Avenue de la Jonction.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Jugendstil in Saint-Gilles und Ixelles“ — 7 Stopps, etwa 3 km, 2–3 Stunden.

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