Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Schlussstein mit Hand und Aal
- Steinbogen der Brücke
- Rote Stufengiebelfassade des Hauses De Gouden Hand
- Inschrift auf der Fassade
Die Geschichte des Ortes
Der Steinbogen der Brücke überspannt den schmalen Kanal zwischen dicht beieinander stehenden Stadthäusern. Die heutige Brücke wurde im Jahr eintausendneunhundertzwölf errichtet; sie verbindet kurze Straßen an beiden Ufern. In der benachbarten Straße ist ein rotes Haus mit Stufengiebel und alter Inschrift erhalten geblieben, und im Mauerwerk der Brücke beließ man einen gemeißelten Stein.
Gouden-Handrei bedeutet „Kanal der Goldenen Hand“. In den Jahren eintausendeinhundertsiebenundzwanzig und eintausendeinhundertachtundzwanzig machten die Einwohner von Brügge aus der natürlichen Senke, die hier verlief, den nördlichen Teil des ersten Stadtgrabens. Im Jahr eintausendzweihundertsiebzig vertiefte man ihn, damit Schiffe auf dem Wasser fahren konnten.
In den Schlussstein der Brücke ist eine Hand gemeißelt, die einen Aal aus dem Wasser hebt. Das Relief erzählt eine örtliche Überlieferung nach. Als der Kanal noch Sint-Gilliskanaal hieß, sollen die Einwohner versucht haben, keine Aale zu fangen: Den nachtaktiven Fisch mit schlangenartigem Körper brachten sie mit dem Teufel in Verbindung.
Ein hungriger Fischer aus Lissewege beschloss, Nahrung für sein Zuhause zu beschaffen, und stellte hier eine Fischreuse auf. Am Morgen war sie voller Aale. Unter den gewöhnlichen Fischen wand sich ein goldfarbener Aal. Der Fischer zog die Falle hoch, und da erhob sich eine goldene Hand aus dem Wasser, packte ihn am Knöchel und zog ihn auf den Grund. Den Mann fand man nie wieder. Die Überlieferung fügt hinzu, dass danach auch die Aale selbst aus den Kanälen von Brügge verschwanden.
Der Name entstand jedoch auf andere Weise. Im achtzehnten Jahrhundert nannte man den Kanal und die benachbarte Straße nach und nach nach dem Haus De Gouden Hand. Dieses Haus ist in der Gouden-Handstraat erhalten geblieben: Auf seiner roten Stufengiebelfassade steht „Haus, genannt De Gouden Hand“, und das Jahr eintausendsechshundertzweiunddreißig ist angegeben.
Die heutige Steinbrücke wurde im Jahr eintausendneunhundertzwölf gebaut. Auf ihrem Bogen ist eine Fassung der Überlieferung erhalten geblieben – die Hand mit einem Aal; die dokumentarische Quelle des Namens steht noch immer in der benachbarten Straße.
Praktisch vor Ort
Frei zugänglicher städtischer Kanal und Brücken; nach Regen kann der Stein rutschig sein.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Das Detail mit der Hand ist klein; sehen Sie sich die Brücke daher ohne Eile an und lehnen Sie sich nicht über die Brüstung. Das Van-Eyck-Haus ist durch Dokumente bekannt, nicht wegen eines erhaltenen Museumsinterieurs.
