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Catedral Primada de Colombia

Catedral Primada de Colombia

Die Kathedrale zeigt, wie die Überreste des Stadtgründers in ein städtisches Denkmal verwandelt und anschließend in eine Kirchenkapelle zurückgebracht wurden.

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Catedral Primada de Colombia
Pedro Szekely · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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  • Hochaltar
  • Kapelle der heiligen Elisabeth von Thüringen
  • Weiße Grabfigur

Die Geschichte des Ortes

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Die Kathedra des Erzbischofs von Bogotá befindet sich hier, und von ihr erhielt die Kirche ihre Kathedralwürde. Das Wort „Primada“ im Namen hält den ehrenvollen Vorrang des Erzbischofs von Bogotá unter den Bischöfen Kolumbiens fest. Dort, wo sich heute der Hochaltar erhebt, zelebrierte einst ein Priester der ersten spanischen Truppe vor einem groben Altar die erste Messe in Santa Fe. In der Kapelle der heiligen Elisabeth von Thüringen erinnert die weiße Grabfigur an die frühen Jahre der Stadt.

Im Jahr achtzehnhundertneunzig entdeckte man am Hochaltar der Kathedrale eine Kiste mit menschlichen Knochen. Die Identität des Verstorbenen bestätigte man anhand der Inschrift, die er selbst auf seinem Grab hatte anbringen lassen: „Ich erwarte die Auferstehung der Toten.“ So fanden die Bauarbeiter Gonzalo Jiménez de Quesada – den spanischen Konquistador und Gründer von Santa Fe, dem heutigen Bogotá.

Quesada war Jurist und erhielt ein Gehalt für die Rechtsprechung in der Kolonie Santa Marta. Im Jahr eintausendfünfhundertsechsunddreißig führte er von dort eine Expedition ins Landesinnere. Er sollte einen Weg nach Peru finden, Gold sammeln und die Einwohner der Spanischen Krone unterwerfen. Von etwa achthundert Teilnehmern erreichten hundertachtundsiebzig die Aufteilung der erbeuteten Beute. Sie unterwarfen die Gebiete der Muisca, nahmen Gold und Smaragde an sich, und Quesada erklärte dieses Gebiet zum Besitz der spanischen Monarchen.

An der Stelle der heutigen Kathedrale zelebrierte der Priester, der die Truppe begleitete, der Dominikaner Domingo de las Casas, vor einem groben Altar die erste Messe in Santa Fe. Quesada selbst reiste bald nach Spanien: Am Hof musste er beweisen, dass gerade er die eroberte Provinz regieren sollte. Die Krone verlieh ihm Titel und einträgliche Besitzungen, aber nicht das Gouverneursamt. Später investierte er in einen weiteren Zug nach El Dorado, ging bankrott und starb in Mariquita, während er weiter mit seinen Gläubigern prozessierte.

Achtzehn Jahre nach seinem Tod brachte der Testamentsvollstrecker Lope Clavijo Quesadas Überreste nach Santa Fe. Man legte sie beim Altar der Kathedralkirche nieder. Dort blieben sie fast drei Jahrhunderte, bis die Arbeiten des Jahres achtzehnhundertneunzig die erneute Öffnung des Grabes veranlassten.

Der Stadtrat beschloss, die Knochen des Gründers in ein städtisches Denkmal zu verwandeln. Am fünfzehnten Juli achtzehnhundertzweiundneunzig übergaben die Kanoniker dem Bürgermeister Higinio Cualla eine hölzerne Urne, in der eine zweite Kiste aus Zink stand. Vier Tage später stellte man die Urne in ein Mausoleum vor dem Cementerio Central. Quesada verließ die Kathedrale zum ersten Mal, seit seine Überreste hierhergebracht worden waren.

Während die Urne am Friedhof stand, erschien im Namen der Kirche das Wort „Primada“. Am siebten November neunzehnhundertzwei verlieh Papst Leo der Dreizehnte dem Erzbischof von Bogotá den Ehrentitel Primas von Kolumbien. Die Kirche heißt Kathedrale, weil sich hier die Kathedra des Erzbischofs befindet; „Primada“ verweist auf seinen ehrenvollen Vorrang unter den katholischen Bischöfen des Landes.

Die Organisatoren des vierhundertjährigen Bestehens von Bogotá beschlossen, den Gründer zurückzubringen. Am fünften August neunzehnhundertachtunddreißig trug man seine Überreste feierlich zurück und stellte sie in der Kapelle der heiligen Elisabeth von Thüringen auf. Die weiße Grabfigur von Luis Alberto Acuña kennzeichnet die Rückkehr der Urne sechsundvierzig Jahre, nachdem die Stadtverwaltung sie selbst aus der Kathedrale hinausgebracht hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktManzana Cultural: Museo Botero und Casa de Moneda
Eintrittfrei|zu Gottesdiensten

Der Zugang zur Catedral Primada hängt von der Liturgie, der Sicherheit und dem aktuellen Betriebsmodus der Plaza de Bolívar ab.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Von außen erschließt sich die Kathedrale vollständig; betreten Sie sie unter Berücksichtigung von Gottesdiensten, geschlossenen Kapellen und der Regeln für religiöse Räume.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie nördlich um die Kathedrale herum und steigen Sie zu den Museumsgebäuden des Banco de la República hinauf.

Stopp 6 von 8Weiter: Manzana Cultural: Museo Botero und Casa de Moneda

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„La Candelaria: Gold und Macht“ — 8 Stopps, 2,0 km, 3,5 Stunden.

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