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Plazoleta del Rosario und Claustro del Rosario

Plazoleta del Rosario / Claustro Universidad del Rosario

Hier wird verständlich, warum das alte Kolleg selbst nach dem Tod seines Gründers gegen den Orden verteidigt werden musste.

18 Min.
Plazoleta del Rosario und Claustr
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Worauf achten

  • Alte Universitätsfassade
  • Giebel der Kapelle La Bordadita
  • Muttergottes mit dem Kind
  • Kniende Figur des Gründers

Die Geschichte des Ortes

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Hinter der alten Universitätsfassade lebten einst wenige Stipendiaten bei vollständigem Unterhalt. Das Kolleg bildete Theologen, Juristen und Ärzte aus der örtlichen weltlichen Elite aus, und sein Betrieb wurde durch die Einkünfte der ihm übertragenen Güter finanziert. Über dem Eingang der Kapelle La Bordadita nimmt die Muttergottes mit dem Kind die Mitte des Giebels ein; darunter kniet vor ihr die Figur des Gründers.

Die Plazoleta del Rosario und die Fassade dahinter stammen aus verschiedenen Epochen. Der Platz wurde erst im Jahr neunzehnhundertvierundsiebzig eröffnet, nachdem ein hier stehendes Stadtviertel abgerissen worden war. Heute gehen Studierende, Lehrende, Händler und Beschäftigte der umliegenden Einrichtungen über ihn. Der Name des Platzes wiederholt den Namen seines Nachbarn, der drei Jahrhunderte älter ist: des Claustro del Rosario, des alten Gebäudes der heutigen Universidad del Rosario.

Das Wort „Rosario“ bezeichnet hier das Rosenkranzgebet. Der Dominikanermönch Cristóbal de Torres, Erzbischof von Santa Fe, verehrte die Jungfrau Maria unter diesem Namen besonders und weihte ihr das von ihm geplante Kolleg. In der Kapelle La Bordadita befindet sich die Muttergottes mit dem Kind in der Mitte des Giebels, während Torres selbst darunter kniend dargestellt ist.

Der Erzbischof wollte hier künftige Theologen, Juristen und Ärzte aus der örtlichen weltlichen Elite ausbilden. In Santa Fe stritten Dominikaner und Jesuiten bereits um das Recht, akademische Grade zu verleihen; Torres wollte das neue Kolleg aus der Konkurrenz der beiden Orden heraushalten. Er erwirkte die Genehmigung der Spanischen Krone, setzte sein eigenes Vermögen für die Einrichtung ein und übertrug ihr Güter, deren Einkünfte die Studenten unterhalten sollten.

Im Jahr sechzehnhundertdreiundfünfzig zogen die ersten Stipendiaten in den Kreuzgang ein. Sie wurden colegiales genannt: Sie erhielten vollständigen Unterhalt und konnten bis zum Abschluss ihres Studiums, etwa sieben Jahre lang, hier wohnen. Die Zahl der Plätze hing von den Einkünften des Kollegs ab und überstieg gewöhnlich nicht fünfzehn. Es war ein enger Kreis junger Männer, deren Herkunft den kolonialen Anforderungen an den weltlichen Adel entsprach.

Die ersten Ämter des Rektors und des Vize-Rektors gab Torres zwei Mitbrüdern aus dem Dominikanerorden. Die Leiter des Ordens entschieden, dass der Erzbischof mit diesen Ernennungen auch ihnen das gesamte Kolleg übergeben habe, und versuchten, es ihren Bildungseinrichtungen anzugliedern. Torres widerrief die Ernennung. Die Leitung des Kollegs übertrug er Cristóbal de Araque, seinem vertrauten geistlichen Verwalter, der die Einrichtung für die Stipendiaten bewahren sollte.

Anschließend verfasste der Erzbischof die Statuten des Kollegs. Darin legte er die Ordnung des Unterrichts, die Verfügung über das Vermögen und die Wahl der Leiter fest. Die colegiales selbst erhielten das Recht, an der Ernennung des Rektors mitzuwirken. Für ein koloniales Kolleg war das eine seltene Regelung: Die Studenten, die von seinen Mitteln lebten, entschieden zugleich darüber, wer diese Mittel verwalten würde.

Am siebten Juli sechzehnhundertvierundfünfzig unterzeichnete der schwer kranke Torres sein Testament. Er hinterließ dem Kolleg den Rest seiner erzbischöflichen Einkünfte, ernannte Araque erneut zum Rektor und verlangte, den Rechtsstreit mit den Dominikanern fortzusetzen. Außerdem bat er darum, in der hiesigen Kapelle beigesetzt zu werden. Am folgenden Tag starb der Gründer, ohne den Ausgang des Streits zu erfahren.

Araque setzte sich noch zehn Jahre lang für die Erfüllung seines Willens ein. Im Jahr sechzehnhundertzweiundsechzig reiste er nach Madrid und trug den Fall dem königlichen Hof vor. Zwei Jahre später bestätigte die Krone die Statuten, erkannte Araque als Rektor an und wies die Ansprüche des Dominikanerordens auf das Kolleg zurück. Araque erfüllte den Auftrag, kehrte jedoch nicht nach Santa Fe zurück: Er starb in Madrid.

Hinter der alten Fassade besteht die Universität weiterhin. Fünfzehn colegiales wählen zusammen mit dem Universitätsrat auch heute noch den Rektor in geheimer Abstimmung für vier Jahre. Einen anderen Wunsch von Torres erfüllte man später: Im Jahr siebzehnhundertdreiundneunzig überführte man seine sterblichen Überreste aus der Stadtkathedrale in die Kapelle La Bordadita. Sie liegen unter demselben Giebel, an dem der Gründer kniend vor der Rosenkranzmadonna dargestellt ist.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort18 Min.
Nächster PunktPlaza de Bolívar
Eintrittvon außen

Der offene kleine Platz ist frei zugänglich; die Innenräume der Universidad del Rosario richten sich nach den Öffnungszeiten des Campus.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Kreuzgang gehört zu einer aktiven Universität; besichtigen Sie ihn daher nur dort, wo der Zugang erlaubt ist. Den Platz kann man auch von außen erschließen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Bleiben Sie auf dem geraden Weg nach Süden, bis sich vor Ihnen die Plaza de Bolívar öffnet.

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„La Candelaria: Gold und Macht“ — 8 Stopps, 2,0 km, 3,5 Stunden.

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