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Parque Santander

Parque Santander

Hier stößt eine Familienentscheidung auf eine Hygienereform, und ein Privathaus gibt einem Stadtplatz seinen Namen.

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Parque Santander
Felipe Restrepo Acosta · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Statue Santanders
  • Halb entrollte Verfassung
  • Schwertgriff
  • Edificio Avianca

Die Geschichte des Ortes

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Zunächst wurde hier auf dem Platz am Franziskanerkloster Handel getrieben, nach dem der Platz auch seinen ersten Namen trug. Später legte man um die Bronzefigur des Militärs einen Garten an, stellte einen Zaun und Gaslaternen auf, und der ehemalige Marktplatz wurde zu einem Park. In der rechten Hand hält die Figur eine halb entrollte Verfassung, mit der linken berührt sie den Schwertgriff; an der nordöstlichen Ecke steht heute anstelle seines Hauses ein Hochhaus.

Im Jahr achtzehnhundertfünfzig ließ Sixta Pontón, die Witwe des Generals und ehemaligen Präsidenten Francisco de Paula Santander, sein Grab öffnen. Sie beschloss, die sterblichen Überreste ihres Mannes nach Hause zurückzubringen – in das Haus an der nordöstlichen Ecke dieses Platzes. Santander war zu diesem Zeitpunkt bereits seit zehn Jahren tot.

Das Haus hatte er im Jahr achtzehnhunderteinundzwanzig als Belohnung für seinen Dienst in der Befreiungsarmee erhalten. Oberbefehlshaber Simón Bolívar übergab es dem General, der die Truppen für den entscheidenden Feldzug gegen die Spanier vorbereitet und anschließend die junge Republik von Bogotá aus regiert hatte, während Bolívar weiterkämpfte.

Einige Jahre später gingen die ehemaligen Mitstreiter auseinander. Santander setzte sich für die Einhaltung der Verfassung ein, Bolívar forderte außerordentliche Vollmachten. Im Jahr achtzehnhundertachtundzwanzig versuchten Verschwörer, Bolívar zu töten. Santander wurde der Beteiligung beschuldigt; in welchem Maß er an der Verschwörung beteiligt war, ist weiterhin umstritten. Ein Militärgericht verurteilte ihn zur Erschießung. Bolívar ersetzte die Hinrichtung durch Haft und Verbannung.

Santander verließ dieses Haus als verurteilter General und kehrte im Jahr achtzehnhundertzweiunddreißig als gewählter Präsident von Neugranada zurück – einer Republik, die den größten Teil des heutigen Kolumbien umfasste. Hier verbrachte er seine letzten Jahre, und hier starb er am sechsten Mai achtzehnhundertvierzig.

Schon zuvor hatte Santander darauf gedrängt, die Einwohner von Bogotá auf einem öffentlichen Friedhof zu bestatten und nicht in Kirchen und Klöstern: Für die dicht bebaute Stadt war das eine Frage der Hygiene. Als sein neugeborener Sohn Juan starb, bestattete die Familie das Kind auf dem neuen Cementerio Central. Dort wurde auch Santander selbst zunächst beigesetzt.

Doch zehn Jahre später ordnete Sixta Pontón an, die Überreste ihres Mannes wieder in das Haus am Platz zu überführen. Sie blieben dort bis zum Jahr achtzehnhundertsechsundsechzig – noch fünf Jahre nach Sixtas eigenem Tod. Der Mann, der sich dafür eingesetzt hatte, Tote aus den Stadthäusern und Gotteshäusern auf den Friedhof zu verlegen, kehrte nach seinem Tod unter sein eigenes Dach zurück.

Während Santanders Überreste im Haus lagen, benannten die Stadtbehörden die Plaza de San Francisco um – so hieß der heutige Park wegen des benachbarten Franziskanerklosters. In der Verordnung von achtzehnhunderteinundfünfzig wurde der Grund direkt festgehalten: Hier stand das Haus, in dem der General gelebt hatte und gestorben war. So entstand der Name „Parque Santander“.

Im selben Jahrzehnt beschloss der Kongress, hier seine Statue aufzustellen. Den Auftrag führte der florentinische Bildhauer Pietro Costa aus, doch die Bronzefigur wurde erst achtundzwanzig Jahre später nach Bogotá geliefert. Enthüllt wurde sie am Jahrestag von Santanders Tod, dem sechsten Mai achtzehnhundertachtundsiebzig. Anschließend zäunten Arbeiter den ehemaligen Marktplatz ein, legten um das Denkmal einen Garten an und installierten Gasbeleuchtung. Der Platz wurde für die bereits im Zentrum aufgestellte Statue zu einem Park.

Santanders Haus ist nicht erhalten: An seiner Stelle an der nordöstlichen Ecke steht das Edificio Avianca. Die Bronzefigur in der Mitte ist dieselbe, die im Jahr achtzehnhundertachtundsiebzig enthüllt wurde; ihr früherer Marmorsockel wurde im Jahr neunzehnhundertachtundfünfzig ersetzt. In der rechten Hand hält der General eine halb entrollte Verfassung, die linke liegt auf dem Schwertgriff.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktMuseo del Oro
Eintrittvon außen

Offener Stadtpark; Wege und Komfort können sich wegen Veranstaltungen, Polizei und dichtem Verkehr im Zentrum ändern.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie am Rand um den Park herum: Im Zentrum ist viel los, und die beste Vorstellung vom Platz vermitteln verschiedene Blickwinkel.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Durchqueren Sie den Park in Richtung des weißen Marmorwürfels und gehen Sie zum Museumseingang.

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„La Candelaria: Gold und Macht“ — 8 Stopps, 2,0 km, 3,5 Stunden.

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