Stopp 2 von 7

Langer Korridor

长廊

Dieser Punkt zeigt die praktische Seite des feierlichen Ritus wieder – die Zubereitung und den Transport der Opfergaben.

15 Min.
Langer Korridor im Himmelstempel (Tiantan)
钉钉 · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
1234567

0 von 7 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Gemeinsames Dach
  • Rote Säulen
  • Zweiundsiebzig Abschnitte
  • Bänke

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Niedrige Mauern und vergitterte Fenster schlossen diesen Weg einst zu einem langen überdachten Korridor innerhalb der kaiserlichen Anlage. Unter einem gemeinsamen Dach verliefen zweiundsiebzig Abschnitte, die den fernen nördlichen Teil des Parks mit dem Altarbereich verbanden; auf ihnen bewegten sich die Bediensteten, ohne Regen, Schnee und Staub ausgesetzt zu sein. Im Jahr neunzehnhundertsiebenunddreißig wurden Mauern und Gitter abgebaut und der Korridor zum Park hin geöffnet. Heute wird das gemeinsame Dach von roten Säulen getragen, zwischen denen Bänke stehen und Pekinger Karten und Schach spielen.

Am Tag vor dem Gebet für die Ernte prüfte der Kaiser, der wichtigste Teilnehmer des Ritus und Bittsteller im Namen des ganzen Landes, die für den Himmel vorbereiteten Gaben selbst oder schickte einen Würdenträger. Die Prüfung fand in der Nördlichen Küche der Götter am fernen Ende dieses Korridors statt. Dort lagen Getreide, Früchte und andere Opfergaben in Körben und Schalen; daneben wurden Jade und Seide aufbewahrt. Ein Fehler hätte bedeutet, den Ritus zu verderben, von dem man ein durchaus irdisches Ergebnis erwartete – Regen und Brot.

Mehr als neunzig Küchenbedienstete arbeiteten an den Gaben. Sie bereiteten über dreißig Arten von Opfergaben zu, doch diese Kette begann noch weiter entfernt, im Nördlichen Tieropfer-Pavillon. Vor der Schlachtung untersuchte ein Beamter des Ritenministeriums den Stier und vollzog die vorgeschriebenen Verbeugungen. Ein Messer zu benutzen war verboten: Das Tier wurde mit dem Schlag eines schweren hölzernen Hammers getötet, weshalb man den Pavillon auch Nördlichen Tieropfer-Pavillon nannte.

Die Organisatoren des Ritus verlegten Schlachtung und Küche absichtlich mehr als zweihundert Schritte vom Altar entfernt. Das Fleisch sollte fern vom heiligen Platz zerlegt und anschließend sauber gebracht werden, ohne durch Regen, Schnee oder Staub beschmutzt zu werden. Dafür brauchte man den Langen Korridor. Damals sah er anders aus: Niedrige Mauern, vergitterte Fenster und ein gemeinsames Dach bildeten einen geschlossenen Korridor. Am Vorabend der Zeremonie zündeten die Bediensteten in seinen Abschnitten Laternen an und trugen die vorbereiteten Gefäße zum Ort des Gebets.

Dort brachte der Kaiser dem Himmel Wein und zubereitete Speisen dar, nahm dann aber die rituelle Schale und einen Teil des Opferfleischs als Segen entgegen. So endete die Arbeit der Menschen, die das Tier töteten, Dutzende Gerichte zubereiteten, die Gefäße prüften und alles auf diesem überdachten Weg trugen.

Der Name „Zweiundsiebzig verbundene Räume“ bezeichnet genau die Zahl der Abschnitte unter dem gemeinsamen Dach. Zunächst waren es fünfundsiebzig; im Jahr eintausendsiebenhundertzweiundfünfzig ließen die Baumeister zweiundsiebzig übrig. Eine verlässliche Erklärung für diese Zahl geben die Dokumente nicht. Später entstand die Legende, die Abschnitte seien für zweiundsiebzig Erdgeister bestimmt gewesen, doch das ist bereits eine volkstümliche Deutung.

Im Jahr neunzehnhundertsiebenunddreißig bauten Parkmitarbeiter die Fenstergitter und niedrigen Mauern ab und verwandelten den geschlossenen Dienstweg in einen offenen Korridor. Heute stehen anstelle der Küchenprozession Bänke, und zwischen den roten Säulen spielen Pekinger Karten und Schach. Vom früheren Weg für die Opfergaben blieben das gemeinsame Dach, zweiundsiebzig Abschnitte und die Richtung erhalten – vom Pavillon, in dem der Stier getötet wurde, zum Ort, wohin die Speisen für den Himmel getragen wurden.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktHalle der Ernteopfer
Eintrittmit Ticket
In Karten öffnen

Innerhalb des Parks; orientieren Sie sich an den Öffnungszeiten des Parks und der kostenpflichtigen zentralen Bereiche.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Wählen Sie einen Platz an der Seite und versperren Sie nicht den Durchgang. Der Korridor eignet sich für eine Pause bei Hitze oder Regen, doch ringsum kann es für das Hören ohne Kopfhörer zu lebhaft sein.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Folgen Sie dem blauen Saal, der sich über den weißen Terrassen erhebt.

Stopp 2 von 7Weiter: Halle der Ernteopfer

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Himmelstempel (Tiantan): Weg des kaiserlichen Rituals“ — 7 Stopps, 2,3 km, 2–3 Stunden.

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt