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Tor des Himmlischen Friedens (Tian’anmen)

天安门

Hier erfahren Sie, wie der Hof seine Entscheidungen im Land verkündete und warum das Tor seinen Namen wechselte.

15 Min.
Frontalansicht des Tores des Himmlischen Friedens (Tian’anmen).
Dan Lundberg · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Fünf Torbögen
  • Rote Mauer
  • Torpavillon
  • Tafel mit dem Namen des Tores

Die Geschichte des Ortes

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Über der roten Mauer erhebt sich ein Torpavillon, und unten teilten fünf gewölbte Durchgänge die Menschen einst nach Rang ein. Hier begann die Kaiserliche Stadt; bis zur Verbotenen Stadt musste man noch zwei weitere Toranlagen passieren. Das heutige Erscheinungsbild entstand nach der Wiederherstellung unter der Qing-Dynastie: Das frühere Ming-Tor an dieser Stelle überstand den Brand nicht. So ist der Eingang zu einer ganzen Abfolge von Palästen gestaltet, nicht zu einem einzelnen Gebäude.

Fünf Torbögen in der roten Mauer erschlossen die Kaiserliche Stadt. Bis zur eigentlichen Verbotenen Stadt musste man von hier noch durch Duanmen und das Mittagstor (Wumen) gehen. Den mittleren Durchgang benutzte der Kaiser; für alle anderen bestimmten Rang und Zeremonie den Zugang.

Hier verließen kaiserliche Erlasse den Palast. Bei der Thronbesteigung eines Herrschers, seiner Hochzeit oder der Ernennung einer Kaiserin trugen Beamte eine versiegelte Schriftrolle auf der Zentralstraße entlang. Vor dem Tor verlas man den Text den versammelten Würdenträgern, band die Schriftrolle dann an einen hölzernen goldenen Phönix und ließ sie vom Turm herab. Bedienstete des Ritenministeriums nahmen den Erlass entgegen, schrieben ihn auf gelbes Papier ab und verschickten ihn im ganzen Land. Genau hier wurde eine Entscheidung, die hinter den Palastmauern getroffen worden war, verkündet.

Das erste Tor an dieser Stelle entstand unter der Ming-Dynastie bis zum Jahr eintausendvierhundertzwanzig und hieß Chengtianmen – „Tor der Annahme des Himmelsmandats“. Mit dem Mandat des Himmels erklärten die chinesischen Kaiser ihr Recht zu herrschen; eine Dynastie, die das Land ins Unheil geführt hatte, galt als fähig, es zu verlieren.

Im Jahr eintausendsechshundertdreißig versuchte der letzte Ming-Kaiser Chongzhen (Zhu Youjian), die Ausgaben der erschöpften Staatskasse zu senken, und schaffte Stellen im staatlichen Postdienst ab. Unter den Entlassenen war Li Zicheng, der Sohn eines Bauern und Kurier an einer Poststation in der Provinz Shaanxi. Der Staatsdienst hatte ihm ein regelmäßiges Einkommen verschafft. Nachdem er seine Stelle verloren hatte, schloss er sich noch im selben Jahr den Aufständischen an und führte später ein eigenes Heer an, das den Sturz der Ming-Dynastie anstrebte.

Vierzehn Jahre später rückte Lis Armee auf Peking vor. Seine Anhänger öffneten die Stadttore von innen. Chongzhen, der fast ohne Verteidiger geblieben war, erhängte sich auf einem Hügel hinter dem Palast. Li besetzte die kaiserliche Residenz und erklärte sich zum Herrscher der neuen Shun-Dynastie.

Er konnte die Hauptstadt nicht halten. Wu Sangui, ein Grenzfeldherr der Ming-Dynastie, wollte die Aufständischen aus Peking vertreiben und ließ mandschurische Truppen durch die Sperre von Shanhaiguan. Ihr Befehlshaber war Dorgon, ein Regent, der Peking für den minderjährigen Qing-Kaiser Shunzhi (Fulin) erobern wollte. Gemeinsam schlugen sie Li. Als Li nach der Niederlage in die Hauptstadt zurückkehrte, nahm er den Kaisertitel an, zog jedoch schon am folgenden Tag nach Westen. Beim Rückzug setzten seine Leute Paläste und Stadttürme in Brand. Chengtianmen brannte nieder; vom Tor blieb nur der Sockel der Mauern. Li starb im folgenden Jahr in der Provinz Hubei, doch die Berichte über die Umstände seines Todes weichen voneinander ab.

Dorgon besetzte Peking und brachte Shunzhi (Fulin) hierher. Im Jahr eintausendsechshunderteinundfünfzig befahl der junge Kaiser, der unter dem Regierungsnamen Shunzhi herrschte, das Tor wiederherzustellen und gab ihm einen neuen Namen: Tor des Himmlischen Friedens (Tian’anmen), „Tor des himmlischen Friedens“. Er wurde mit der Formel verbunden: „das Gebot des Himmels empfangen und das Land befrieden“.

Der Ming-Torturm, den Li Zicheng vorgefunden hatte, steht hier nicht mehr. Die fünf Durchgänge und der Torpavillon bewahren das von der Wiederherstellung unter der Qing-Dynastie geprägte Erscheinungsbild, und auf der Tafel blieb der Name erhalten, den die Dynastie dem Tor gab, die nach dem Brand nach Peking kam.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktDuanmen und der Zugang zum Mittagstor (Wumen)
Eintrittvon außen

Für den Hauptspaziergang genügt der Blick von außen vom Rand des Platzes; der Aufstieg auf den Turm des Tores des Himmlischen Friedens (Tian’anmen) unterliegt einer eigenen Regelung und erfordert vor dem Besuch eine Prüfung der aktuellen Zugangsmöglichkeiten.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Halten Sie dieses Tor nicht für den unmittelbaren Eingang zum Palast: Bis zur Verbotenen Stadt folgen noch weitere Grenzen. Bleiben Sie an den Durchgängen im allgemeinen Besucherstrom und halten Sie nicht dort an, wo der Verkehr enger wird.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie durch den mittleren Durchgang weiter zu Duanmen und zum weiter entfernten Turm des Mittagstors (Wumen).

Stopp 2 von 6Weiter: Duanmen und der Zugang zum Mittagstor (Wumen)

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kaiserliches Peking: vom Tian’anmen-Platz zum Jingshan-Park“ — 6 Stopps, 3,2 km, 4–5 Stunden.

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